Die verflixte Sieben

Die verflixte Sieben

ESC Kempten verliert mit 7:5 in Schweinfurt

Konnten die Sharks am Freitag den amtierenden Meister aus Königsbrunn noch mit sieben Treffern nach Hause schicken, so musste man am Sonntagabend selbst sieben Tore hinnehmen und ohne Punkte die Heimfahrt aus Unterfranken antreten. Und auch wenn man dabei fünf eigene Treffer erzielen konnte war die Niederlage beim Tabellenvorletzten klar verdient. Trainer Sven Curmann hatte am Freitag nach dem Sieg noch gewarnt: „Die Punkte die Du am Freitag holst sind erst dann etwas wert wenn Du am Sonntag nachlegen kannst,“ so seine Aussage. Doch seine Worte schienen nicht wirklich angekommen zu sein, ebenso wie die Warnung vor der Schweinfurter Top Angriffsformation mit Petr Pohl, Dylan Hood und Tomas Cermak. Die Reihe erzielte nämlich alle sieben Schweinfurter Treffer und hatte es dabei meist viel zu einfach aus Kemptener Sicht. Stand es nach dem ersten Abschnitt noch 0:0 so folgte der KO für die Gäste innerhalb 13 Minuten kollektivem Blackouts. 4:0 hieß es urplötzlich und die Partie war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon gelaufen. Die 23. bis 36. Spielminute würden die Sharks sicher gerne aus dem Protokoll löschen. Kurz vor der Pause traf Daniel Rau dann immerhin zum 4:1. Ein Fünkchen Hoffnung könnte beim 4:2 nach der Pause durch Nikolas Oppenberger noch aufgeglimmt sein doch spätestens das 5:2 durch Cermak zeigte auch die Abgeklärtheit der Gastgeber auf. Sie erzielten ihre Tore immer zum absolut richtigen Zeitpunkt. Der Doppelschlag durch Christopher Mitchell und Max Miller zum 5:4 brachte zumindest noch für einen kurzen Augenblick erneut einen Rest Hoffnung aber wieder war man unachtsam und es klingelte keine Minute später schon im Kemptener Gehäuse. Und auch nach dem erneuten Anschluss durch Florian Stauder zum 6:5 wurde es schnell wieder ernüchternd. Scheibenverlust im eigenen Aufbau und genau zwölf Sekunden nach Stauders Treffer fiel das Tor zum 7:5 Endstand. Zu viele eigene Fehler und die eiskalten Schweinfurter Stürmer sorgten letztendlich für die Niederlage. 

Sven Curmann fand in der Pressekonferenz gewohnt klare und deutliche Worte zum Spiel: „Wir haben heute unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt. Unser Zweikampfverhalten war heute ganz ganz schwach, vor allem in der Rückwärtsbewegung und im Spiel ohne Scheibe. Hier war es das schwächste Spiel seit ich Trainer in Kempten bin. Wir haben Zweikämpfe verloren, sind nicht über dem Mann geblieben. Schweinfurt hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht und auch klar verdient gewonnen. Trotzdem stehe ich vor der Mannschaft, es gibt solche Tage und wir gewinnen und verlieren zusammen.“

Immerhin blieb das Highlight des Spiels den Sharks vorbehalten, dies war unbestritten das Tor von Christopher Mitchell. Er versenkte ein Bully zur Überraschung des Schweinfurter Torhüters per Direktschuss zum zwischenzeitlichen 5:3 in den Winkel.

Letztendlich bleibt eine vermeidbare Niederlage zum Ende der Hinrunde, welche die Sharks aber trotzdem auf einem sehr starken dritten Tabellenplatz abschließen.

Am kommenden Wochenende bleibt der Freitag spielfrei und am Sonntag geht es dann bei der EA Schongau weiter.

Statistik:

ERV Schweinfurt – ESC Kempten 7:5 (0:0,4:1,3:4)

Tore:

1:0 Cermak (Melchior,Hood)(24.),

2:0 Hood (Cermak)(30.),

3:0 Pohl (Cermak,Hood)(32.),

4:0 Hood (Pohl,Cermak)(37.),

4:1 Rau (Oppenberger)(39.),

4:2 Oppenberger (Rau)(42.),

5:2 Cermak (Teubner,Ewald)(47.),

5:3 Mitchell (49.),

5:4 Miller (51.),

6:4 Hood (52.),

6:5 Stauder (Rau,Zimmer)(57.),

7:5 Cermak (Hood)(57.).

Strafminuten:

ERV Schweinfurt: 8

ESC Kempten: 12

Zuschauer: 407

Revanche gelungen

Revanche gelungen

ESC Kempten fertigt den EHC Königsbrunn mit 7:3 ab

 

Traf es die Gäste aus Königsbrunn bereits schon länger vor der Begegnung in Kempten, so mussten dann auch die Sharks kurz vor der Partie gegen den amtierenden Meister weitere Ausfälle hinnehmen. Mit David Mische, Nikolai Streif, Florian Höfler und Filip Kokoska fehlten Trainer Sven Curmann gleich vier seiner gesetzten Stürmer. Dazu stand Jonas Mikulic nach seinem Abschied nicht mehr im Kader. Rotation war also wieder einmal angesagt in den Sturmformationen. Um überhaupt drei komplette Reihen zu haben rückte Verteidiger Tomas Kulhanek als Center in die dritte Angriffsformation und machte seine Sache dort sehr gut. Kempten zeigte von Beginn an wer Herr im Haus ist und legte mit zwei Treffern gleich einmal vor. Erst nach gut zehn Minuten konnten sich die Gäste etwas befreien und hatten dann auch eine starke Phase, in der  sie sich mit dem Anschlusstreffer noch vor der Pause belohnten. Nach der Pause hatten die Pinguine dann die größte Gelegenheit das Spiel noch auf ihre Seite zu ziehen. Fünf gegen drei und danach fünf gegen vier Überzahl spielten sie gegen den Gastgeber, konnten aber kein Kapital daraus ziehen. Mit Ablauf einer Strafe gegen Nikolas Oppenberger wurde dann bereits zu diesem noch frühen Zeitpunkt im Spiel die Entscheidung eingeleitet. Oppenberger stürmte von der Strafbank direkt in das Drittel der Gäste, fing dort einen Pass ab und schob Stefan Vajs die Scheibe durch die Beine zum 3:1 ins Tor. Genau 94 Sekunden vergingen danach, in denen Linus Voit und Tomas Kulhanek mit zwei weiteren Treffern den Spielstand auf 5:1 hochschraubten worauf Vajs im Gästegehäuse das Eis verließ und für David Blaschta Platz machte. Das zwischenzeitliche 5:2 der Brunnenstädter änderte nichts mehr an der Überlegenheit der Sharks, sie spielten die Partie souverän nach Hause. Mit zwei weiteren Treffern im Schlussabschnitt wurde das Ergebnis dann letztendlich auch sehr deutlich, der Schlusspunkt war den Gästen vorbehalten, das 7:3 war aber lediglich noch Ergebniskorrektur.

Auch wenn Kemptens Coach Curmann nach der Partie mit der Entstehung der  Gegentore nicht glücklich war, überwog doch ganz klar die Zufriedenheit über den klaren Sieg. „Die Jungs haben sich den Sieg heute verdient, morgen ist dann Regenerieren angesagt. Am Sonntag erwartet uns eine bockschwere Aufgabe in Schweinfurt. Ich sage es auch immer wieder zu meinen Spielern: Die Punkte die Du am Freitag holst sind erst dann  wertvoll wenn Du am Sonntag nachlegen kannst.“

Dabei helfen soll dann der Neuzugang und Rückkehrer Anton Zimmer der ab Sonntag spielberechtigt ist. Er wird dem momentan ausgedünnten Sturm auf jeden Fall gut tun, seine Offensivkraft und Scoringqualitäten sind ja aus der Vergangenheit weithin bekannt. Den Abschluss der Hinrunde möchte man sich auf jeden Fall mit Punkten versüßen, zudem ist die Liga weiterhin so ausgeglichen und eng dass jeder einzelne Zähler wichtig sein wird wenn es am Ende um die Qualifikation für die Playoffs geht.

Statistik:

ESC Kempten – EHC Königsbrunn 7:3 (2:1,3:1,2:1)

Tore:

1:0 Oppenberger (Miller,Marquardt)(8.),

2:0 Miller (Schäffler,Seider)(10.),

2:1 Tausend (Reuter,Baur)(16.),

3:1 Oppenberger (Mitchell,Voit)(35.),

4:1 Voit (Stauder,Marquardt)(35.),

5:1 Kulhanek (Topol,Schirrmacher)(37.),

5:2 Kinzel (Reuter)(38.),

6:2 Landerer (Marquardt,Voit)(53.),

7:2 Mitchell (Miller,Marquardt)(55.),

7:3 Tausend (Sternheimer)(58.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 12

EHC Königsbrunn: 12

Beste Spieler:

ESC Kempten: Max Miller

EHC Königsbrunn: Dennis Tausend

Zuschauer: 912

# 71 IS BACK

# 71 IS BACK

Anton Zimmer kehrt zurück zu den Sharks

Es war ein herber sportlicher Verlust für die Kemptener als der erfolgreiche Stürmer vor der letzten Saison nach Füssen wechselte. Die Aufgabe „Oberliga“ war dann doch einfach zu reizvoll für den inzwischen 30jährigen. Mit 38 Scorerpunkten (22 Tore, 16 Vorlagen) in 49 Spielen zeigte er auch in der Oberliga seine Qualität und war damit einer der Topscorer im Team vom Kobelhang. Dort startete er auch ähnlich erfolgreich in die aktuell laufende Saison.

Sein Kontakt zum ESC war aber auch während seiner Zeit beim EVF nie abgerissen und man sah ihn immer wieder mal bei den Spielen der Sharks in der ABW Arena. Zudem wohnt er auch nur einen Puckwurf entfernt vom Kemptener Eisstadion.

Nun gelang es den Verantwortlichen an der Iller ihn zum ESC zurückzulotsen, worüber sich der sportliche Leiter Ervin Masek entsprechend freut: „ Wir freuen uns sehr dass wir Anton zurück nach Kempten holen konnten. Da er seinen Lebensmittelpunkt in Kempten hat, und auch die familiären Aufgaben mit seinem Nachwuchs nicht weniger werden haben wir mit ihm Gespräche über eine mögliche Rückkehr zu den Sharks geführt. Anton ist voll motiviert wieder vor den Kemptener Fans zu spielen und zu 100% bereit alles für die Mannschaft zu geben um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Wir bekommen mit ihm nicht nur mehr Qualität im Sturm und im Abschluss sondern sind auch für eventuelle Ausfälle im weiteren Saisonverlauf gewappnet.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch ganz herzlich beim EV Füssen und Jogi Noack für die reibungslose Abwicklung des Transfers bedanken.“

Wir heißen unsere alte und neue # 71 herzlich in Kempten willkommen und wünschen Dir alles Gute und viel Erfolg Anton.

Der Meister kommt

Der Meister kommt

Mit Königsbrunn haben die Sharks noch eine Rechnung offen, Sonntag führt die Reise nach Schweinfurt

Jeder hat noch die Viertelfinal Playoffserie aus der letzten Saison im Kopf. Spannende, hart umkämpfte und enge Spiele waren es in denen sich der Meister aus der Augsburger Vorstadt auch aufgrund seiner Erfahrung und der Einzelspieler mit hochklassiger Erfahrung letztendlich durchsetzte. Doch in diesem Jahr sind die Karten neu gemischt. Königsbrunn hat aktuell gleich eine ganze Reihe von verletzten Spieler zu beklagen, dazu kommt noch der gesperrte Toms Prokopovics, der sich beim letzten Spiel in Miesbach nach dem Abpfiff noch eine handfeste Auseinandersetzung lieferte. Nichtsdestotrotz werden die Brunnenstädter mit einem starken Kader im Allgäu aufschlagen und dem ESC ein harter Gegner sein. Aber die Jungs von Sven Curmann sind motiviert und wollen natürlich Revanche für das Viertelfinalaus nehmen.

Spielbeginn in der ABW Arena ist wie immer freitags um 19.30. Die Partie steht unter dem Motto „Blaulichtspiel“, das bedeutet alle Mitarbeiter von Hilfsorganisationen wie Polizei, Rotem Kreuz, THW, Rettungsdiensten etc. haben zum Spiel freien Eintritt.

Am Sonntag um 18.°° steht dann die schwere Aufgabe im Schweinfurter Icedome an. Die Unterfranken haben sich im Gegensatz zur Vorsaison deutlich verstärkt und stehen aktuell auf Tabellenplatz 11. In der Heimspieltabelle sogar auf Platz 7. Königstransfer zur neuen Saison sicher die Verpflichtung des ex. Memminger Ausnahmestürmers Petr Pohl. Vor allem mit den Siegen in Erding und gegen Königsbrunn setzte das Team von Semjon Bär zwei ganz dicke Ausrufezeichen. Immer wenn es gegen die Topteams der Liga geht sind die Mighty Dogs da, Kempten als aktueller Tabellenzweiter sollte also entsprechend gewarnt die Reise antreten, wenn es für Kevin Marquardt und Pascal Kröber zu ihrem ex. Verein geht. Nicht mehr mit dabei sein wird dann Jonas Mikulic, der die Sharks verlässt, wie der ESC am Donnerstag mitteilte.

Lady Sharks bitten zum absoluten Spit-zenspiel der Bayernliga

Lady Sharks bitten zum absoluten Spit-zenspiel der Bayernliga

Tabellenführer ESC Kempten empfängt die Damen vom EC Bad Tölz

Zwei lange Jahre hat sie gedauert die Dominanz des Tölzer Frauenteams und an der Isar könnte sogar schon ein wenig Langeweile eingezogen sein ob der langen Überlegenheit der Oberbayerinnen. Zwei Jahre lang verloren die Tölzerinnen kein Spiel mehr. Doch gleich im ersten Spiel der Allgäuerinnen in der aktuellen Saison  gewann man in Bad Tölz mit 6:2 und beendete die lange  Serie der schwarz/gelben. Seitdem sind beide Teams gleich erfolgreich in der Saison unterwegs und so ist es auch nicht verwunderlich dass die Spitzenreiterinnen aus Kempten nur ein Punkt von ihren Verfolgerinnen trennt.

Trainer Max Berger kann mit „voller Kapelle“ antreten, ab Sonntag sind mit Emily Haupt und Emily Echter zusätzlich zwei junge Nachwuchsspielerinnen des ESC auch für die großen Damen spielberechtigt, so dass der Kemptener Coach drei komplette Reihen zur Verfügung hat.

Berger: „Ich erwarte ein enges und intensives Topspiel in dem zwei sehr starke Mannschaften aufeinandertreffen. Solange wir unser Spiel spielen werden wir auch die Chance auf den Sieg haben. Der Schlüssel dazu wird sein, dass alle ihre Aufgaben erfüllen und sich an den Spielplan halten.“

Spielbeginn in der ABW Arena ist am Sonntag bereits um 17.°° Alle Fans und Zuschauer die nicht mit der „Ersten“ der Sharks nach Schweinfurt fahren sind herzlich dazu eingeladen die Ladies lautstark zu unterstützen und anzufeuern. Zum Spiel der Damen wird auch der Kiosk am Fanshop geöffnet sein.

U11 des ESC Kempten im heimischen Stadion erfolgreich

U11 des ESC Kempten im heimischen Stadion erfolgreich

Trotz der Niederlagen in den vergangenen Spielen gingen die Little Sharks mit drei Reihen top motiviert in das Spiel gegen den EV Ravensburg.

Die läuferisch sehr starken Gäste verlangten der Offensive der U11 alles ab. Doch durch gutes und cleveres Kombinationsspiel konnten beide Kleinfeldspiele gehalten werden.

Im dritten Drittel, jetzt auf das Großfeld, hatten die Little Shark genug Raum, um ihre Stärken zum Einsatz zu bringen. Der Knoten war geplatzt und durch sehr schönes Kombinationsspiel gewannen die Sharks deutlich. Nicht zuletzt trug auch die Torhüterin der kleinen Haie durch ihre souveränen Paraden zum Sieg bei.

Großfeld scheint, wie auch schon in anderen Spielen, den Little Sharks einfach zu liegen.

Die Freude über den ersten Sieg der Saison war auch beim Trainer Flo Hiltner riesig.

Florian Eberle (fe)

Sharks verzeichnen Abgang

Sharks verzeichnen Abgang

Jonas Mikulic verlässt den ESC Kempten

 

Eine harte Zeit liegt hinter dem jungen Stürmer.

Vor der letzten Saison aus Ulm zu den Sharks gewechselt wollte er sich im Allgäu weiterentwickeln. Doch gleich zu Saisonbeginn verletzte er sich so schwer, dass die komplette Spielzeit für ihn bereits beendet war. Es folgte ein lange Genesungsphase und über den Sommer und in der Vorbereitung kämpfte er sich wieder an die Mannschaft heran. Aktuell in der vierten Reihe eingesetzt bekommt er natürlich nicht die Einsatzzeiten die sich ein Stürmer in seinem Alter erhofft. Deshalb trat er nun an die Verantwortlichen heran, mit dem Wunsch den Verein zu wechseln.

Ervin Masek:“ Ich möchte mich im Namen des ESC bei Jonas bedanken. Er hat sich trotz seiner schweren Verletzung aus der letzten Saison wieder zurückgekämpft, sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und alles für den Verein gegeben. Jonas kam mit dem Wunsch auf uns zu den Verein zu verlassen, da wir ihm nicht die gewünschten Eiszeiten garantieren können die er sich vorstellt. Wir haben diesem Wunsch zugestimmt und den Vertrag mit Jonas in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. “.

Der ESC Kempten bedankt sich bei seiner #98  und wünscht ihm für die Zukunft und auf seinem persönlichen Weg alles Gute.

Back on Track

Back on Track

Sharks gewinnen mit 5:2 gegen Amberg

Die Nachricht des Tages gab es am Sonntagabend nicht beim Spiel, sondern in der anschließenden Pressekonferenz. Ambergs Trainer Dirk Salinger warf nach sechs Niederlagen in Serie das Handtuch und erklärte vor laufender Kamera seinen sofortigen Rücktritt. Emotional sichtbar gezeichnet möchte der in den letzten Jahren so erfolgreiche Coach der Wild Lions Platz machen für einen Nachfolger der das im Moment etwas feststeckende Schiff wieder auf Kurs bringen soll. Angesicht dieser traurigen Nachricht wollte auch Sven Curmann nicht weiter auf die Details der Partie eingehen. Trotzdem ist er natürlich glücklich über die drei gewonnenen Punkte, aber auch nicht mit allem zufrieden was er die 60 Minuten zuvor von seiner Mannschaft gesehen hatte.

Nach dem Freitagsspiel kehrte Christopher Mitchell zurück in den Kader, dafür pausierten Florian Höfler und Nikolai Streif. Die Partie war vom Start weg durchaus eng und von beiden Teams sehr intensiv geführt. Die Sharks erwischten mit der frühen Führung nach 11 Sekunden einen Traumstart, doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und lieferten über 60 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe. Amberg haderte dabei aber auch massiv mit der eigenen Chancenverwertung, Kempten konnte sich auf der anderen Seite bei einem überragenden Jakob Nerb im Tor bedanken, dem ein großer Anteil an dem Sieg gehört. Ein ebenso großes Stück gehört aber auch der neu zusammengestellten ersten Reihe, die sämtliche Scorerpunkte des Abends für sich verbuchen konnte und teilweise wunderschön herausgespielte Treffer erzielte. Curmann hatte Timo Schirrmacher zu Sergei Topol und Filip Kokoska gestellt, dazu gesellten sich Mauro Seider und Tomas Kulhanek in der Defensive. Topol mit drei Treffern und zwei Assists, Kokoska mit 4 Vorlagen, Schirrmacher 1 Treffer und 3 Assists sowie Kulhanek mit einem Tor und einer Vorlage sorgten letztendlich für den deutlichen 5:2 Erfolg. Und auch der Rest der Mannschaft präsentierte sich als eingeschworene Einheit, es wurde gearbeitet, gekämpft und gerade in Unterzahl aufopferungsvoll verteidigt. Die Stürmer arbeiteten defensiv stark mit, blockten viele Schüsse und hatten einen ebenso großen Anteil am Sieg ihrer Mannschaft.

Durch die Niederlage von Königsbrunn in Miesbach rückte man wieder auf Tabellenplatz 2 vor und empfängt die Pinguine bereits am nächsten Freitag zum direkten Duell in der ABW Arena.

Statistik
ESC Kempten – ERSC Amberg 5:2 (2:1,1:0,2:1)

Tore
1:0 Topol (Schirrmacher,Kokoska)(1.)
1:1 Plihal (Walkom,Silbermann)(7.)
2:1 Topol (Kulhanek,Schirrmacher)(16.)
3:1 Kulhanek (Topol,Kokoska)(22.)
4:1 Topol (Kokoska,Schirrmacher)(55.)
5:1 Schirrmacher (Topol,Kokoska)(56.)
5:2 Köbele (Kirchberger)(59.).

Strafminuten
ESC Kempten: 20
ERSC Amberg: 14

Beste Spieler
ESC Kempten: Sergei Topol
ERSC Amberg: Michael Kirchberger

Lady Sharks bitten zum absoluten Spit-zenspiel der Bayernliga

Gegen alle Widrigkeiten durchgesetzt

Lady Sharks gewinnen bei den Mad Dogs Mannheim mit 2:1

 

Auf in die SAP Arena. Nicht viele Mannschaften außerhalb des Profi Eishockeys haben die Ehre in diesem Tempel des deutschen Eishockeysports aufzulaufen, in der Heimspielstätte der so erfolgreichen Mannheimer Adler in der Herren DEL. Dass die Damen „nur“ in der Nebenhalle spielen fällt dabei gar nicht ins Gewicht, das Flair der großen Eishockeywelt ist auch hier deutlich zu spüren. Und dieser Geist schien die Kemptenerinnen deutlich zu beflügeln, sie legten los wie die Feuerwehr. Mit einem Pfostentreffer und einer weiteren Großchance in der ersten Minute starteten sie in das Spiel . Und die Chancen häuften sich im ersten Drittel. Deutlich überlegen erspielte man sich jede Menge guter Gelegenheiten. Ein weiterer Pfostentreffer sowie ein nicht gegebenes Tor waren das Resultat. Ein Schuss von Tamara Kajah kam aus dem Tor wieder zurück auf das Eis. Für alle sichtbar war die Scheibe im Tor, lediglich die Unparteiischen sahen dies sehr zum Ärger der Gäste anders. Auch im zweiten Abschnitt von Beginn an Dauerfeuer auf das Mannheimer Tor. Ihrer überragenden Torfrau Annika Asplundh hatten es die Hausherrinnen zu verdanken dass es nach wie vor 0:0 stand. Den Bann brach dann Sabina Kaiser, die einen Alleingang eiskalt versenkte und ihre Farben mehr als verdient in Führung schoss. Kurz nach der zweiten Pause war der Knoten dann auch bei Marie Delabre geplatzt, sie erzielte das vorentscheidende 0:2. Bis zur 55. Spielminute war es ein recht faires Spiel, dann wurde es aufgrund der Unparteiischen doch noch dramatisch. Einer der beiden Schiedsrichter musste verletzt vom Eis. Der verbleibende entschied sich, ohne die notwendige Rücksprache und Zustimmung der Trainer das Spiel alleine weiter zu führen. Ob es denn nun  die Sympathie für den Badischen Heimverein oder sein Unverständnis war sei dahingestellt. Er schickte gleich drei Spielerinnen aus dem Allgäu ohne offensichtliche Fouls auf die Strafbank dazu brummte er Trainer Max Berger noch eine Bankstrafe wegen Reklamierens auf. Höhepunkt der Show dann der Anschlusstreffer. Wegen Torraumabseits kam sein Pfiff, Mannheim schoss trotzdem noch, die Scheibe landete im Gehäuse und es wurde auf Tor entschieden. Alles Reklamieren brachte natürlich nichts und es wurde noch einmal richtig brenzlig. Doch auch mit nur drei Spielerinnen ließ man nichts mehr anbrennen, verteidigte geschickt und sicherte sich die drei hochverdienten Punkte.

Statistik:

EKU Mannheim II – ESC Kempten 1:2 (0:0,0:1,1:1)

Tore:

0:1 Kaiser  (Kullmann C,Kajah)(35.),

0:2 Delabre (Brugger.),(41.),

1:2 Gehrsitz(Anselm,Vorlicek.)(59.).

Strafminuten:

EKU Mannheim: 8

ESC Kempten: 14

Beste Spielerinnen:

EKU Mannheim: Annika Asplundh

ESC Kempten: Jennifer Russler

Zuschauer: 25

Sharks gehen erneut leer aus

Sharks gehen erneut leer aus

ESC Kempten unterliegt beim EV Dingolfing mit 5:3

Ohne den verletzten David Mische mussten die Sharks die Fahrt nach Dingolfing antreten, zusätzlich fehlte auch Christopher Mitchell im Kader. Dafür kamen Nikolas Oppenberger und Tomas Kokoska zurück ins Lineup. Das Spiel begann mit einem Schreckmoment, Filip Kokoska bekam nach nur drei Minuten einen heftigen Check Richtung Kopf und Nacken, konnte aber zum Glück das Spiel fortsetzen. Übeltäter Markus Duchenko wurde dafür mit einer Matchstrafe direkt in die Kabine geschickt. Kempten konnte allerdings kein Kapital aus der Überzahl schlagen, unter anderm auch weil man in den fünf Minuten selbst eine Strafe zog. In eigener Unterzahl musste man im Anschluss sogar noch die Führung der Hausherren hinnehmen. Doch Sergei Topol und Linus Voit drehten die Partie mit zwei Treffern noch im ersten Drittel. Dingolfing blieb dran und konnte ausgleichen, aber Max Miller brachte seine Farben erneut in Front.  Knackpunkt der Begegnung dann die letzten 90 Sekunden im Mittelabschnitt. Mit zwei Treffern nach individuellen Fehlern der Gäste drehten die Isar Rats die Partie. Kempten drängte im Schlussabschnitt auf den Ausgleich, konnte sich aber keine zwingenden Aktionen mehr erspielen. Mit dem 5:3 ins leere Tor in der 59. Minute machten die Gastgeber den Deckel drauf und entschieden die intensive, schnelle und körperbetonte Partie für sich.

Statistik:

EV Dingolfing – ESC Kempten 5:3 (1:2,3:1,1:0)

Tore:

1:0 Gagnon (Janzen,Theberge)(17.),

1:1 Topol (Kokoska,Miller) (17.),

1:2 Voit (Höfler,Stauder)(19.),

2:2 Schander (Schindlbeck,Abstreiter)(26.),

2:3 Miller (Topol,Kokoska)(33.),

3:3 Janzen(Schander,Gagnon)(39.),

4:3 Schander (Schindlbeck,Abstreiter)(40.),

5:3 Gagnon (59.).

Strafminuten:

EV Dingolfing:  8 + Matchstrafe Duchenko

ESC Kempten: 10

Zuschauer: 519