ESC Kempten verliert mit 4:2 in Amberg, hält aber Platz drei.
Es war ein blutleerer Auftritt seiner Mannschaft, so beschrieb Sven Curmann das Spiel seiner Sharks beim Tabellenletzten mit wenigen Worten. Wobei es nicht so dramatisch war wie es klingt. An Torchancen und Spielanteilen gemessen war Kempten die bessere Mannschaft. Amberg war dagegen eiskalt, brauchte nur wenige Chancen um vier Tore zu erzielen. Kempten oft zu verzettelt und ungenau, dazu mit Pech im Abschluss. Kein Beinbruch, aber vielleicht zur rechten Zeit vor den Playoffs nochmal ein Warnschuss dass es immer 100% Einsatz braucht.
Positiver Aspekt: Kevin Hu zog mit seinem Treffer und dem Assist am letzten Spieltag in der Scorerwertung der Bayernliga mit 74 Punkten noch mit Tomas Cermak aus Schweinfurt gleich und teilt sich mit ihm Platz eins. Mit 41 erzielten Toren steht er in dieser Wertung sogar mit deutlichem Vorsprung an der Spitze der Liga.
Es war gleichzeitig auch ein Fernduell mit Landsberg, die mit einem klaren 6:0 Sieg in Pfaffenhofen punktemäßig mit Kempten gleichzogen. In diesem Fall entscheidet die Tordifferenz. Mit + 29 liegen nach dem letzten Spieltag auch hier beide Kontrahenten gleichauf. Entscheidungspunkt Nr.3 ist dann der direkte Vergleich. Kempten gewann in Overtime in Landsberg, die Riverkings im Penaltyschießen in Kempten, erneut Gleichstand. Den Ausschlag zugunsten der Allgäuer geben somit die erzielten Tore, hier steht man mit 139 gegenüber 128 vor den Lechstädtern. Nach dreißig Spieltagen eine mehr als hauchdünne Entscheidung.
Und auch die Antwort auf die Frage wer der Gegner im Viertelfinale wird wurde zu einer hochspannenden und dramatischen Angelegenheit. Dingolfing gewann mit 4:2 in Waldkraiburg, was bei einer Niederlage von Klostersee Platz 5 bedeutet hätte. Grafing lag 22 Sekunden vor Spielende dann auch noch mit zwei Treffern in Schongau zurück und stand quasi schon als Gegner der Sharks fest. Innerhalb von zehn Sekunden glich das Team von Thomas Vogl aber noch aus und erzielte in Overtime dazu den Siegtreffer. Somit endet die Vorrunde mit Kempten als Drittem, Landsberg auf vier, Klostersee auf fünf und Dingolfing als sechstem.
Kempten – Dingolfing und Landsberg – Klostersee, so lauten die bereits feststehenden Serien. Gegen wen die beiden auf Platz Eins und Zwei Königsbrunn und Schweinfurt spielen entscheidet sich in den Preplayoffserien zwischen Miesbach und Ulm sowie Waldkraiburg und Miesbach.
Curmann hat nun zwei Wochen Zeit sich mit den Sharks auf den Gegner vorzubereiten. Die Isar Rats haben in den letzten Wochen sehr stark gespielt und werden ein schwerer Gegner. Doch die Sharks werden topfit und hochmotiviert in die Best of seven Serie starten.
Statistik:
ERSC Amberg – ESC Kempten 4:2 (2:0,1:1,1:1)
Tore:
1:0 Pronath (Krieger,Pressl)(5.),
2:0 Schroepfer (Eckl,Rolsing)(14.),
3:0 Baranovskis (Klughardt,Silbermann)(27.),
3:1 Hu (Kokoska,Miller)(28.),
4:1 Krieger (Pronath,Frank)(49.),
4:2 Kokoska (Miller,Hu)(58.).
Strafminuten:
ERSC Amberg: 10
ESC Kempten: 8
Beste Spieler:
ERSC Amberg: Klughardt
ESC Kempten: Kokoska
Zuschauer: 533