Sharks ringen die Piraten nieder
ESC Kempten gewinnt das Allgäuderby in Buchloe aber erst im Penaltyschießen
Nach dem Duell beim HC Landsberg am letzten Sonntag ging es für den Kemptener Coach Sven Curmann zum nächsten ex. Verein. Lange Jahre war er als Verteidiger an der Gennach aktiv.
Aber all dies blendet er, zumindest nach außen schon gut aus und geht fokussiert an die Aufgaben seiner Mannschaft heran. Verzichten musste er auf Jonas Mikulic, der junge Stürmer war nach seiner Spieldauerstrafe in Landsberg gesperrt.
Dafür stand nach seiner Verletzung zu Beginn der Vorbereitung erstmals Daniel Rau wieder im Kader.
Beide Teams von Beginn an aus einer soliden Defensive agierend, waren darauf bedacht keine Fehler zu machen. Die Unparteiischen leiteten die Partie sehr kleinlich, die Sharks hatten viel zu tun und gleich sieben Minuten Unterzahl im ersten Abschnitt zu überstehen. Doch die Defensive stand sehr gut und kaum wieder komplett hatte man selbst die Chance in Überzahl. Man ließ sich nicht lange bitten und Sergei Topol bestätigte seine aufsteigende Form mit dem Treffer zum 0:1. Keine Minute dauerte es bis Florian Stauder das 0:2 nachlegte. Auch der zweite Abschnitt wurde bestimmt von vielen Strafzeiten, vor allem Buchloe hatte immer wieder die Gelegenheit mit einem Mann mehr auf dem Eis zu agieren. Und so kam es dann auch, die Hausherren konnten eine ihrer zahlreichen Überzahlchancen zum 1:2 nutzen. Bei fünf gegen fünf waren die Kemptener spielbestimmend, aber man verbrachte unter dem Strich zu viel Zeit auf der Strafbank. Ausgeglichen die Partie dann im letzten Drittel, Buchloe versuchte den Ausgleich zu erzielen, was dann zehn Minuten vor dem Ende auch gelang. Die Overtime brachte keinen Sieger hervor, so dass es zur Entscheidung in den Shootout ging. Zum Matchwinner wurden dann Goalie Xaver Nagel der alle Penaltys parierte und Sergei Topol, der mit dem einzigen Treffer den extra Punkt für sein Team sicherte. Am Sonntag kommt es dann im Spitzenspiel gegen Erding auch darauf an unnötige Strafzeiten zu vermeiden. Der bisher ungeschlagene Tabellenführer musste am gestrigen Abend die erste Niederlage einstecken, ausgerechnet das Schlusslicht aus Klostersee gewann, ebenfalls nach Penaltyschießen, bei den Gladiators. Erding wird mit Sicherheit mit einer extra Portion Motivation antreten um die verlorenen Punkte aus dem Allgäu zu entführen.
Statistik
ESV Buchloe – ESC Kempten 2:3 n.P. (0:2,1:0,1:0,1:0))
Tore:
0:1 Topol (Oppenberger)(17.),
0:2 Stauder (Miller,Kulhanek)(18.),
1:2 Wittmann (Dropmann)(37.),
2:2 Podrezov (Schurr)(50.),
2:3 Topol (Pen)
Strafminuten:
ESV Buchloe: 8
ESC Kempten: 15
Zuschauer: 452
Dicke Brocken
Das Allgäuderby und der Spitzenreiter warten auf die die Sharks
Durchaus zufrieden kann man mit dem Saisonstart sein beim ESC Kempten. Einer Niederlage trotz starker Leistung stehen vier Siege gegenüber. Und, vor allem mit Peißenberg, Ulm und Landsberg, waren da schon richtig ansprechende Aufgaben dabei.
Und leichter wird es am bevorstehenden Wochenende ganz sicher nicht für das Team um den aktuellen Kapitän Mauro Seider.
Am Freitag gastiert man um 20.°° beim alten Weggefährten, den Pirates aus Buchloe. Das Allgäuderby sorgt seit Jahren für spannende und emotionsgeladene Spiele. Gegen die defensivstarken Ostallgäuer wird es wieder auf eine treffsichere Offensivabteilung ankommen. Hier scheint seit dem letzten Wochenende der Knoten geplatzt, mit 17 Treffern in zwei Spielen brannte man ein wahres Feuerwerk ab. Aber auch in der Defensive muss man wieder gewohnt stark stehen, mit dem gut eingespielten Trio Kraczyk, Petrak, Poderzov steht offensiv viel Stärke an Bord der Freibeuter. Dazu kommt mit Michal Telesz ein altbekannter Rückkehrer. Mit Johannes Wiedemann verlor man zwar seinen bärenstarken Rückhalt zwischen den Pfosten, dieser wurde aber mit Daniel Blankenburg von der EA Schongau gleichwertig ersetzt. Buchloe steht aktuell auf Platz 11 der Tabelle, hiermit ist man ganz sicher nicht zufrieden und wird versuchen gegen den Rivalen von der Iller zu punkten.
Das Topspiel des Wochenendes steigt dann am Sonntag um 17.30 in Kempten wenn der Dritte den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter aus Erding empfängt. Erding marschiert, wie bereits in der letzten Saison, bisher ungefährdet durch die Liga. In der letzten Saison als klarer Titelfavorit gestartet mussten die Gladiators jedoch überraschend im Halbfinale die Segel streichen. Dies möchte Thomas Daffner mit seinem Team in dieser Saison vermeiden, Ziel der Erdinger ist erneut die bayerische Meisterschaft. Auch schwere Prüfsteine wie Amberg, Miesbach oder der starke Aufsteiger aus Waldkraiburg konnten den Gladiators bisher nicht Paroli bieten. Mit 15 Punkten hat man die maximale Ausbeute an Bord. Die Sharks müssen eine Topleistung bieten um dem Favoriten Paroli zu bieten und Punkte im Allgäu zu behalten. Erding verfügt über einen geschlossen sehr starken Kader, mit Marco Deubler aus Füssen, Thomas Brandl aus Landshut und Lucas Golob aus Rosenheim konnte man hochkarätige höherklassige Spieler zur aktuellen Saison verpflichten, dazu kommt mit Kyle Brothers und Cheyne Matheson ein starkes Ausländer Duo. Ankommen wird es beim Duell gegen den Spitzenreiter auch auf die gewohnt starke Unterstützung der Fans. Der ESC hat die Mission 1000 gestartet und hofft erneut auf eine vierstellige Besucherzahl in der ABW Arena.
Sharks machen erstes 6 Punkte Wochen-ende komplett
ESC Kempten siegt mit überzeugender Leistung beim HC Landsberg mit 3:6
Was für ein Spiel, welche Emotionen.
In ganz souveräner Manier holt sich das Team von Sven Curmann allen Widrigkeiten zum Trotz den hochverdienten Sieg bei seinem ex. Club in Landsberg.
Nach dem überzeugenden Sieg am Freitag wollten die Sharks natürlich gleich nochmal nachlegen, wobei mit dem HC Landsberg ein ganz anderes Kaliber als Gegner gegenüber stand. Kempten in der gleichen Aufstellung wie gegen Pfaffenhofen, lediglich Danny Schubert rotierte zwischen die Pfosten. Es war von Beginn an das erwartete Spiel zweier starker Teams mit hoher Intensität.
Viel Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Doch leider kam die Wende im ersten Drittel dann ähnlich wie bereits in der Vorsaison. Da wurde ein Pfostenschuss von Frantisek Wagner als Tor gewertet welches das Spiel nochmals kippen lies. Dieses mal war es das 1:0 für Landsberg welches für Unmut sorgte. Danny Schubert hatte die Scheibe nach einem Schuss fest unter dem Schoner was eigentlich ein Bully nach sich zieht. Doch Jesper Bergsdorf der Schwede stocherte solange auf den Schoner von Schubert ein bis die Scheibe ins Tor trudelte. Trotz aller Proteste gaben die Unparteiischen den Treffer. Und während sich die Sharks wohl noch über die Entscheidung ärgerten reagierte Landsberg eiskalt und legte unmittelbar das 2:0 nach. Den nächsten Ärger gab es dann kurz vor der Pause. Auch Jonas Mikulic versuchte die Scheibe noch ins Tor zu stochern, diesmal lag sie aber frei auf dem Eis. Als Belohnung gab es eine völlig unverständliche 5 + Spieldauer Strafe gegen den Stürmer der Allgäuer. Sven Curmann konnte seine Spieler aber in der Kabine offensichtlich wieder in die Spur bringen. Tomas Kulhanek verkürzte kurz nach der Pause in Unterzahl auf 2:1 und man überstand die fünf Minuten somit schadlos. Und auch bei vier gegen vier trafen die Allgäuer, Sergei Topol konnte den verdienten Ausgleich erzielen. Und weiter zündeten die Special Teams der Allgäuer, in Überzahl war es dann Kevin Marquardt der einen Schuss von Florian Höfler über die Linie drückte. Ein ganz starkes Drittel der Sharks. Der bis dahin sehr starke Goalie Danny Schubert musste Mitte des Mittelabschnitts angeschlagen vom Eis, aber sein Backup Jakob Nerb machte die Sache gewohnt sicher und zeigt ebenso ein sehr starkes Spiel. Mit viel Spannung ging es in den letzten Abschnitt eines emotionsgeladenen Derbys. Kempten nun ganz souverän mit der Führung im Rücken. Und es dauerte nicht lange bis David Mische mit einem Bauerntrick die Führung auf zwei Tore ausbaute. Kempten hatte das Spiel jetzt offensichtlich im Griff. In Unterzahl musste man zwar noch den Anschlusstreffer zum 3:4 hinnehmen, aber der erneut sehr starke Topol zum 3:5 wie auch Linus Voit mit dem empty Net Goal zum 3:6 sorgten für den hochverdienten Sieg der Kemptener der ganz nebenbei Tabellenplatz drei bescherte.
Statistik
HC Landsberg: – ESC Kempten 0:0 (2:0,0:3,1:3)
Tore
1:0 Bergsdorf (Östling)(16.)
2:0 Klain (Mosler) (16.)
2:1 Kulhanek (Mische,Miller)(22.)
2:2 Topol (Kröber,Oppenberger)(29)
2:3 Marquardt (Höfler,Schirrmacher(33.)
2:4 Mische (Topol,Kulhanek)(45.)
3:4 Reichenender (Wagner,Hess)(53.)
3:5 Topol (58.)
3:6 Voit (Kröber,Oppenberger)(60.)(Eng.)
Strafminuten
HC Landsberg: 8
ESC Kempten: 11 + 5+20 Mikulic
Beste Spieler
HC Landsberg: Maximilian Herrmann
ESC Kempten: Sergei Topol
Zuschauer 1080
Knoten geplatzt
ESC Kempten deklassiert den EC Pfaffenhofen mit 11:2
Es hat ein paar Spiele gedauert bis die Tormaschine der Kemptener so richtig ins Laufen kam. In den ersten drei Spielen der Saison haderte man vor allem mit der mangelnden Chancenverwertung. Doch im Spiel gegen die Hopfenstädter gelang endlich der ersehnte Befreiungsschlag, gleich elf Buden schenkte man den Oberbayern ein. Es dauerte zunächst noch 10 Minuten in denen das Spiel ausgeglichen war. Doch spätestens mit dem Doppelschlag mit Treffer zwei und drei innerhalb dreizehn Sekunden in Minute 13. war die berühmte Ketchupflasche geöffnet. Kempten gelang nun alles, Pfaffenhofen ergab sich mehr und mehr seinem Schicksal, was auch deren Coach Stefan Teufel im Anschluss monierte. Die Sharks hatten Blut geleckt und blieben bis zum Spielende am Drücker. Chance um Chance wurde sich herausgespielt und auch verwertet. Es waren auch alle vier Reihen die trafen, gleich acht verschiedene Torschützen trugen sich in Die Liste ein. Sven Curmann war vor allem darüber sehr erfreut. Endlich wieder mit an Bord war Nikolas Oppenberger, der Routinier steuerte gleich einen Treffer und eine Vorlage zum Kantersieg bei. Eine schöne Momentaufnahme die von den gut 600 Zuschauern auch gebührend honoriert wurde. Wichtig ist es nun die Leistung beim schweren Auswärtsspiel am Sonntagabend in Landsberg zu bestätigen.
Statistik:
ESC Kempten – EC Pfaffenhofen 11:2 (4:1,4:1,3:0)
Tore:
1:0 Schirrmacher (Schäffler,Topol)(10.),
2:0 Topol (Schirrmacher,Schäffler)(13.),
3:0 Stauder (Voit,Mitchell)(13.),
3:1 Tlacil (Vrana,Hätinen)(14.),
4:1 Topol (Kulhanek,Miller)(15.),
5:1 Oppenberger (Seider,Schäffler)(26.),
6:1 Mitchell (Voit,Seider)(29.),
7:1 Miller (Mische,Landerer)(31.),
8:1 Mikulic (Oppenberger,Kröber)(34.),
8:2 Tlacil (Neubauer,Gebhardt)(37.),
9:2 Miller (Seider,Höfler)(41.),
10:2 Mikulic (Marquardt,Höfler)(49.),
11:2 Höfler (Landerer,Kröber)(56.).
Strafminuten:
ESC Kempten: 12
EC Pfaffenhofen: 8
Beste Spieler:
ESC Kempten: Sergei Topol
EC Pfaffenhofen: Jan Tlacil
Zuschauer: 623
Der Ligaalltag hat die Sharks wieder
Pfaffenhofen und Landsberg sind die Gegner am Wochenende
Kaum sind Eröffnung der Bayernligasaison und das Highlight „Ladies Night“ vorbei steht mit dem dritten Wochenende der Saison wieder „Business as usual“ angesagt. Am Freitag um 19.30 kommt mit dem EC Pfaffenhofen der Tabellenfünfzehnte ins Allgäu. Die Eishogs hatten keinen idealen Start. Einer deutlichen 8:2 Niederlage in Geretsried folgten zwei weitere verlorene Spiele, mit 5:6 n.V. gegen Waldkraiburg und 7:4 in Miesbach. Im Gegensatz zu den Sharks mit bisher sieben Treffern erzielten sie jedoch bereits zwölf Tore, dies macht das Team von Stefan Teufel auch so gefährlich. Wie zuletzt gegen Ulm wird es auf eine starke Defensive und eine konsequente Chancenverwertung bei den Kemptenern ankommen um den nächsten Sieg einzufahren.
Am Sonntag um 18.°° erwarten die Riverkings aus Landsberg das Team von Sven Curmann. Für ihn und die Stürmer Florian Stauder und Christopher Mitchell geht es somit zurück in die Vergangenheit. Und dort wartet mit Lars Grözinger ein weiterer Bekannter. Viel Zeit für Freude über das Wiedersehen wird nicht bleiben. Es ist, im Gegenteil, mit einem harten Fight zu rechnen. Beide Tabellennachbarn ( Kempten Platz 8, Landsberg Platz 9) hatten nicht den gewünschten Start in die Saison und schielen auf einen höheren Tabellenplatz der am Ende der Vorrunde die direkte Playoffqualifikation bedeutet. Bis dahin ist es natürlich noch ein sehr langer Weg, aber so eng wie sich die Bayernliga bis jetzt präsentiert könnte am Ende jeder einzelne Punkt wichtig sein, den man zu Beginn schon eingefahren hat.
Sharks fahren den ersten Dreier ein
Mit viel Kampf und Einsatz gewinnt der ESC Kempten 2:1 gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm
Es war ein hartes Stück Arbeit für das Team von Sven Curmann bis der Heimsieg unter Dach und Fach war. Dementsprechend erleichtert zeigte sich der Coach auch bei der abschließenden Pressekonferenz:“Wir sind momentan noch auf einem Weg und müssen unsere Identität finden. Die ersten 20 Minuten waren sehr glücklich für uns, das es da noch 0:0 steht. Das zweite Drittel war dann besser und wir gehen mit einer 2:1 Führung ins letzte Drittel. Ulm hat dann natürlich sehr gedrückt, aber über den Kampf und die Leidenschaft haben wir das Spiel nach Hause gebracht. Es war heute wieder ein Schritt nach vorne.“
Es war von Beginn an eine enge Partie mit Chancen auf beiden Seiten, das Momentum wechselte immer wieder zwischen beiden Seiten hin und her. Kempten hatte im Anfangsdrittel gleich sieben Minuten Unterzahl zu überstehen, konnte diese aber auch mit viel Einsatz gut verteidigen. Ulm verpasste in dieser Phase des Spiels in Führung zu gehen so dass es ohne Treffer in die erste Pause ging. Mitte des zweiten Abschnitts Kempten dann in Überzahl aber auch dies ohne Erfolg. Erst als die Devils wieder komplett waren konnten David Mische und Florian Stauder mit einem Doppelschlag innerhalb zwei Minuten schon für eine Vorentscheidung sorgen. In Überzahl durften die Gäste durch Stefan Rodrigues nur fünf Minuten später auf 2:1 verkürzen. Von den knapp 1200 Zuschauern konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen dass er hier bereits den letzten Treffer gesehen hatte. Extrem motiviert und angriffslustig schickte Martin Jainz, der Ulmer Coach sein Team dann in den letzten Abschnitt. Doch das Bollwerk der Allgäuer hielt allen Angriffsversuchen stand, und zwischen den Pfosten hatte man mit Jakob Nerb erneut einen starken Rückhalt. Es wurde gekämpft und geblockt so gut es ging, dazwischen sorgte man mit eigenen Offensivaktionen immer wieder für Gefahr vor dem Gästegehäuse. Bezeichnend für den Einsatz ein letzter Block von Mitch Limböck 3 Sekunden vor Spielende, der schmerzhaft getroffen wurde, aber mit seinem Block die drei Punkte endgültig sicherte. Ein gelungener Abend im Rahmen der Ladies Night, am kommenden Freitag empfängt man dann den EC Pfaffenhofen zum nächsten Heimspiel.
Statistik
ESC Kempten – VfE Ulm/Neu-Ulm 2:1 (0:0,2:1,0:0)
Tore
1:0 Mische (Miller,Schirrmacher)(31.)
2:0 Stauder (Höfler,Voit)(32.)
2:1 Rodrigues (Kischer,Klingler)(36.)
Strafminuten
ESC Kempten: 13
VfE Ulm/Neu-Ulm: 6
Beste Spieler
ESC Kempten: David Mische
VfE Ulm/Neu-Ulm: Valentin Der
Zuschauer 1167
Miners eiskalt
ESC Kempten unterliegt beim TSV Peißenberg 4:1
Schwierig sei es für ihn das heutige Spiel zu beschreiben sagte Sven Curmann bei der Pressekonferenz nach der Partie, unser Gameplan ist gut aufgegangen, wir standen defensiv stabil, sind zweimal in Konter gelaufen. Wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt hat Peißenberg über 60 Minuten verdient gewonnen. Die Miners sind gut eingespielt, und es ist immer schwer hier zu spielen. Wir haben uns heute nichts vorzuwerfen, außer die Torchancen besser zu nützen.
Auch vom Peißenberger Trainer Sepp Staltmayer gab es viel Lob für den Auftritt der Sharks, Mit viel Tempo, viele Torchancen hat Kempten herausgespielt, und seiner Mannschaft das Spiel sehr schwer gemacht lobte er die Gäste.
Auch an diesem Freitag musste Sven Curmann wieder auf seine Stammkräfte Kokoska, Oppenberger und Rau verzichten. Der Rest war an Bord, und Youngster Tobias Russler als Verstärkung mit dabei.
Peißenberg gegen Kempten waren eigentlich schon immer Top Spiele und spektakulär. Diesen Freitag setzten beide Teams noch einen drauf und begannen vom ersten Bully weg mit offenem Visier und Vollgas nach vorne. Hohes Tempo von beiden Teams und jede Menge Torchancen auf beiden Seiten. Die besseren hatten durchaus die Sharks zu bieten, wobei auch beide Torhüter, Jakob Nerb und Korbinian Sertl gewohnt souverän agierten. Keine Treffer im ersten Abschnitt, aber ein Spiel das die Zuschauer durchaus von den Sitzen riss. Auch nach der Pause das gleiche Bild, viel Tempo, viele Chancen, aber das Schusspech der Sharks schien sich fortzusetzen, was man auch probierte, die Scheibe fand nicht den Weg ins gegnerische Netz. Die kalte Dusche folgte dann prompt, einen zwei auf eins Konter nutzte Ryan Murphy zur schmeichelhaften Führung seiner Miners. Und es kam noch dicker, drei Sekunden vor der Sirene erhöhten die Hausherren auf 2:0. Alles nach vorne und den Puck endlich ins Tor befördern konnte nur die Devise für das letzte Drittel lauten. Und genau so machten es die Allgäuer auch, Angriff um Angriff rollte auf das Miners Gehäuse, aber es war wie schon in den letzten Spielen, die Stürmer des ESC haben das Glück zur Zeit nicht gepachtet. Erneut stand auch zweimal das Torgestänge wieder im Weg. Und erneut war es ein Konter der Hausherren der zum 3:0 führte. Linus Voit war es dann der quasi im Gegenzug Sertl verlud und sein Team endlich auf die Anzeigetafel brachte. Aus Frust flog in der Folge eine Trinkflasche von der Miners Bank auf das Eis, was eine 2 Minuten Strafe nach sich zog. Curmann nahm drei Minuten vor Ende seinen Goalie vom Eis und berannte mit sechs gegen vier das Tor, leider ohne Erfolg. Das 4:1 ins verwaiste Tor war der Endpunkt eines begeisternden Eishockeyspieles mit einem glücklichen Sieger der seine Chancen eiskalt ausnütze.
Nun gilt es für die Sharks genau so weiter zu spielen, am Sonntag muss dann endlich der Knoten platzen damit man sich auch für die guten Spiele belohnt.
Statistik
TSV Peißenberg: – ESC Kempten 4:1 (0:0,2:0,2:1)
Tore
1:0 Murphy (Vogl,Simon)(30.)
2:0 Vogl (40.)
3:0 Vogl (Murphy,Simon)(56.)
3:1 Voit (Mitchell)(56.)
4:1 Vogl (Hörndl)(59.)(ENG.).
Strafminuten
TSV Peißenberg: 10
ESC Kempten: 6
Beste Spieler
TSV Peißenberg: Dejan Vogl
ESC Kempten: Jakob Nerb
Zuschauer 1026
DIE HIGHLIGHTS
PRESSEKONFERENZ
SHARKS LADEN ZUR LADIES NIGHT
Am Sonntag gegen Ulm / Neu-Ulm gibt es Highlights speziell für die Damen
Freier Eintritt für alle weiblichen Besucher, ein Glas Prosecco umsonst beim Eingang und Aperol Spritz am Fanstand, der Sharksbay. Die Verantwortlichen des ESC Kempten haben sich was einfallen lassen um den Anteil an eishockeybegeisterten Damen im Publikum noch zu erhöhen. So wurde das Spiel der Sharks am Sonntagabend um 17.30 gegen die Donau Devils unter das Motto „Ladies Night “ gestellt. Die Derbys gegen Ulm sind traditionell immer gut besucht, so mit dürfte einiges los sein in der ABW Arena. In der Vorbereitung gab es zwei spannende Spiele gegen die Donau Devils, beide Kontrahenten konnten ihr Heimspiel für sich entscheiden. Es waren jeweils enge Begegnungen, die gezeigt haben dass Ulm in dieser Saison ein starkes Team am Start hat und in der Liga auf jeden Fall ein Wörtchen um die Top Platzierungen mitreden wird. Um die Punkte in Kempten zu behalten wird es also eine starke Leistung der Jungs von Sven Curmann bedürfen.
Doch zuvor steht noch die nicht minder schwere Aufgabe in Peißenberg an. An der Ammer ist man bei einem absoluten Top Team zu Gast. Auch hier gab es zwei Begegnungen in der Vorbereitung und diese wurden ebenfalls von den Heimteams gewonnen. Wie auch die Sharks mussten die Miners zum Saisonstart in die Overtime um den ersten Sieg einzufahren. Beim EHC Klostersee lag man bereits mit 0:3 zurück bevor man mit einer tollen Comebackmoral das Spiel noch drehte und mit 4:3 nach Verlängerung gewann. Und auch der Sonntagsgegner von der Donau musste nach einer 3:1 Führung in Miesbach Überstunden leisten, ging allerdings durch den Siegtreffer des ex. Kempteners Jakub Bitomsky als Verlierer vom Eis.
Zwei dicke Brocken warten also auf die Sharks, bei denen es nach den letzten Begegnungen vor allem auf eins ankommen wird. Die Chancenverwertung. Diese war zuletzt noch nicht optimal, aber sie wird ein wichtiger Faktor sein wenn es darum geht Punkte aus den beiden Begegnungen einzufahren.
DIE EHEMALIGEN TREFFEN
ESC Kempten gewinnt mit 4:3 nach Verlängerung gegen die EA Schongau
Das erste Bayernliga Punktspiel der Kemptener gegen Schongau war vor allem ein Treffen der ehemaligen. Angefangen vom Gästecoach Ken Latta, der in den 80er Jahren in Kempten seine erste Auslandsstation als Spieler bei der EAK hatte über Tim Mühlegger, Tobias Hoferer und Stefan Saal, die in der Vergangenheit bereits mit Förderlizenzen aus Peiting auch das ein oder andere Mal im Kader der Allgäuer standen bis hin zu Lucas Spindler und Clay Ellerbrock die im letzten Jahr noch das Trikot mit dem Hai auf der Brust trugen. Jede Menge ehemaliges Kempten also, dass da im Kader der Mammuts steht. Im Gegenzug wechselten im Sommer Torhüter Xaver Nagel und Stürmer Florian Höfler vom Lech an die Iller.
Hinein also in die erste Partie der Saison, ein Traumstart gelang dabei den Sharks, mit zwei wunderschönen Treffern durch Max Miller und Florian Stauder. Nach nicht einmal drei Minuten lag man mit 2:0 in Front. Mit der Führung im Rücken agierte Kempten weiter offensiv und mit viel Tempo. Beste Chancen wurden herausgespielt, aber nicht verwertet. Schongau mit schnellen Kontern gefährlich, aber beide Goalies ließen keinen weiteren Treffer in dieser Phase zu. Die Sharks weiter mit viel Druck und Chancen, und dem Anrennen auf das 3:0. Schongau musste in der Defensive Schwerstarbeit leisten um einen höheren Rückstand zu verhindern. Alleingänge, Topchancen, zwei Pfostentreffer. Was die Allgäuer auch versuchten, die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Und 5 Euro ins Phrasenschwein, aber wie so oft im Sport, wenn Du vorne die Treffer nicht machst wird es hinten bestraft . Und so war es ausgerechnet Ellerbrock mit einem schnellen Doppelpack der für den völlig überraschenden Ausgleich sorgte. Und schlimmer noch, bei eigener Überzahl fing man sich im letzten Drittel noch das 2:3 ein. Der Spielverlauf war nun endgültig komplett auf den Kopf gestellt. Zum Glück konnte Max Miller noch in der gleichen Überzahlsituation einen Abpraller zu seinem zweiten Treffer und dem 3:3 verwerten.
Das Spiel lebte in der Endphase vor allem von der Spannung, beide Teams wollten nicht den entscheidenden Fehler begehen. Vier Minuten vor Spielende dann noch eine Schrecksekunde, Kevin Marquardt wurde von einem gegnerischen Schläger im Gesicht getroffen und musste blutend vom Eis. Zum Glück konnte er aber gegen Spielende schon wieder zurückkommen. Zwei plus zwei Minuten Überzahl, die große Chance für Kempten auf den Siegtreffer. Doch die größte Chance hatten in dieser Phase die Gäste mit einem Alleingang, den Danny Schubert aber mit einer riesen Parade vereitelte. Letztenendes musste die Verlängerung die Entscheidung bringen, und in dieser brachten sich die Gäste einmal mehr in Unterzahl. Ex Schongauer Florian Höfler nutzte diese mit einem satten Schuss direkt in den Winkel. Unterm Strich war es jedoch aufgrund der Chancenverteilung trotz des Sieges eher ein verlorener Punkt als zwei gewonnene. Auch die Schussstatistik mit 48 : 19 zugunsten der Sharks belegt sehr deutlich, dass tatsächlich mehr drin gewesen wäre für die Truppe von Sven Curmann.
Statistik
ESC Kempten – EA Schongau 4:3 n.V. (2:0,0:2,1:1,1:0)
Tore
1:0 Miller (Höfler,Mische)(3.)
2:0 Stauder (Schäffler,Topol)(3.)
2:1 Ellerbrock (Egle)(28.)
2:2 Ellerbrock (Egle)(29.)
2:3 Egle (Ellerbrock.)(46.)
3:3 Miller (Schäffler,Marquardt)(47.)
4:3 Höfler (Seider,Schirrmacher)(63.)
Strafminuten
ESC Kempten: 4
EA Schongau: 18
Beste Spieler
ESC Kempten: Max Miller
EA Schongau: Clay Ellerbrock
Zuschauer 723
