Ein gebrauchter Abend

Ein gebrauchter Abend

ESC Kempten hat beim 2:5 gegen Klostersee keinen Auftrag

 Sven Curmann brachte es nach dem Spiel gewohnt nüchtern und sachlich auf den Punkt: „Wir haben es heute nicht geschafft unser Spiel aufs Eis zu bringen. Es sind zwei ähnliche Mannschaften die über Kampf und Leidenschaft ins Spiel kommen und wir haben es heute gar nicht geschafft mental in das Spiel zu finden. Das ist bitter und wir haben es uns anders vorgestellt. Ich mache meiner Mannschaft aber überhaupt keinen Vorwurf, wir haben in den letzten Wochen viel Kraft und Emotionen auf dem Eis gelassen. Wir hätten heute wahrscheinlich noch ewig spielen können und es wäre nicht besser geworden. Ich werde das jetzt in den nächsten Tagen aufarbeiten und dann werden wir auch die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“

Alles was die Allgäuer noch am Freitag in Miesbach zum Auswärtssieg aufs Eis brachten vermisste man am Sonntagabend in der Partie gegen den wiedererstarkten EHC Klostersee. Nikolas Oppenberger und Tomas Kulhanek mussten mit Blessuren vom Freitagsspiel pausieren. Dafür rückte Nikolai Streif wieder ins Team, er war zuletzt mit Förderlizenz beim Kooperationspartner Sonthofen unterwegs.

Die besten Chancen das Spiel zu gewinnen boten sich für die Sharks im ersten Drittel, dieses hätte man bei konsequenter Chancenverwertung mit zwei oder drei Toren Vorsprung beenden können, dann wäre es ein anderes Spiel gewesen. Stattdessen fing man sich nach der Führung durch Max Miller kurz vor Drittelende noch den 1:1 Ausgleich der Gäste ein und nur zwei Minuten nach der Pause geriet man erstmals in Rückstand. Diesen konnte Christopher Mitchell noch ausgleichen, das war es dann aber auch. Klostersee nahm die Zügel mehr und mehr in die Hand und kontrollierte das Spiel. Kempten fand zu keinem Zeitpunkt mehr in die Partie. Es lief nicht viel zusammen und drei weitere Treffer der Gäste waren die Konsequenz. Ein gebrauchter Abend den das Team von Sven Curmann erlebte endete mit der deutlichen 2:5 Niederlage. Nun gilt es unter der Woche die Begegnung aufzuarbeiten und das Team für die schwere Aufgabe am Freitag auswärts in Dingolfing einzustellen.

Statistik:

ESC Kempten – EHC Klostersee 2:5 (1:1,1:2,0:2)

Tore:

1:0 Miller (Mitchell,Schirrmacher)(17.),

1:1 Dengl (Quinlan,Bosecker)(20.),

1:2 Gaschke (Spieß,Baumhackl)(22.),

2:2 Mitchell (Kokoska,Rau)(27.),

2:3 Spies (Quinlan)(39.),

2:4 Bosecker (Haloda,Kroner)(43.),

2:5 Walz (Dengl,Haloda)(48.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 17

EHC Klostersee: 12

Beste Spieler:

ESC Kempten: Christopher Mitchell

EHC Klostersee: Kelvin Waltz

Zuschauer: 829

Big Points in Oberbayern

Big Points in Oberbayern

ESC Kempten gewinnt lange umkämpftes Spiel beim TEV Miesbach

 

Das 2:5 welches nach 60 Minuten in großen Lettern auf der Anzeigetafel prangte sieht viel deutlicher aus als die Partie tatsächlich war. Kempten gewinnt ein hochklassiges und schnelles Spiel bei starken Miesbachern und rückt nach der gleichzeitigen Niederlage von Königsbrunn auf Tabellenplatz zwei nach vorne.

Gute Nachrichten gab es unter der Woche für Trainer Sven Curmann, die erkrankten Sven Schirrmacher und Max Miller sind wieder gesund und zurück im Kader. Somit konnte man die Fahrt in Richtung Oberbayern mit vier kompletten Reihen antreten.

Miesbach startete mit viel Tempo und Druck in das Spiel und hatte die besseren Torchancen. Kempten fand dann aber mit der Zeit in die Partie, die nun ausgeglichen war. Viel Tempo, gute Chancen auf beiden Seiten. Mitte des Drittels hatten die Sharks dann eineinhalb Minuten eine doppelte Unterzahl zu überstehen, die aber gut verteidigt wurde. Wieder komplett fing man sich  dann aber doch das 1:0 der Miesbacher ein, Stefan Mechel kam im Slot frei zum Abschluss und ließ Jakob Nerb keine Chance. Sechs Minuten in Unterzahl nahmen in diesem Abschnitt den Allgäuern zu viel Zeit um der Partie den eigenen Stempel aufzudrücken.

Ins zweite Drittel startete man noch in Unterzahl, überstand aber auch diese. Doch wie bereits beim 1:0, kaum komplett verlor man die Scheibe und der schnelle Patrick Asselin konnte allein auf  Nerb zulaufen und zum 2:0 vollenden. Das Spiel weiter auf einem guten Niveau mit vielen Chancen für beide Teams. Und was bei den Sharks zur Zeit sehr gut läuft ist das Powerplay. Gleich in der ersten Überzahl für Kempten konnte Filip Kokoska auf 2:1 verkürzen. Und erneut in Überzahl bediente der tschechische Stürmer in Diensten der Allgäuer mustergültig Florian Stauder der nur noch zum inzwischen verdienten Ausgleich einschieben musste.  Spannung pur im Schlussabschnitt. Das Spiel offen und beide Teams hatten die Chance es für sich zu entscheiden. Es war so eine typische Begegnung nach dem Motto, wer das 3:2 erzielt gewinnt auch. Und es waren die Sharks die nun den Spieß umdrehten. Unmittelbar nachdem Miesbach eine Strafzeit überstanden hatte Schlug Kevin Marquardt zu und brachte seine Farben zum ersten Mal in Führung. Miesbach erhöhte den Druck und just als Torwart Ewert für einen sechsten Feldspieler vom Eis wollte reagierte Schlitzohr Mauro Seider am schnellsten und versenkte die Scheibe genau zwischen Schoner und Pfosten zur Entscheidung. Florian Höfler war es dann vorbehalten per empty net Goal für den Endstand zu sorgen.

Statistik:

TEV Miesbach – ESC Kempten 2:5 (1:0,1:2,0:3)

Tore:

1:0 Mechel (Pölt,Merl)(16.)

2:0 Asselin (21.),

2:1 Kokoska (Rau,Stauder)(29.),

2:2 Stauder (Kokoska,Kulhanek)(37.),

2:3 Marquardt (Mitchell,Miller)(52.),

2:4 Seider (Voit)(59.),

2:5 Höfler (Mitchell,Marquardt)(ENG)(60.)

Strafminuten:

TEV Miesbach: 8

ESC Kempten: 10

Beste Spieler:

TEV Miesbach: Stefan Mechel

ESC Kempten: Filip Kokoska

Zuschauer: 428

ESC Kempten 1B startet in die Saison

ESC Kempten 1B startet in die Saison

Sharks schaffen Shutout in Buchloe – zu Hause bislang keine Punkte

 

Nach Vorbereitungsspielen gegen den HC Maustadt (2:4), die Münchner Luchse (3:2 n.P.) und den EC Oberstdorf (6:2) ist die 1B der Sharks in die Punkterunde der Bezirksliga West gestartet.

ESC gegen HC Maustadt 2:4 (1:2; 0:1; 1:1)
Tore Kempten: Clermont (Jörg), Egli (Linnartz)
Strafen: Kempten: 12, Bad Wörishofen: 16

ESC gegen Münchner Luchse 3:2 (0:0; 0:1; 2:1)
Tore Kempten: Vacca (Winter), Ziegler (Clermont), Ziegler
Strafen: Kempten: 12, München: 8

ESC gegen EC Oberstdorf 6:2 (1:1; 0:1; 1:4)
Tore Kempten: Walk, Jörg (Ziegler, Gmeinder), Gmeinder (Feldmeier, Ziegler), Walk (Gaukel, Linnartz), Linnartz (Schmolke), Schmolke (Egli)
Strafen: Kempten: 23+20 Hubbauer, EC Oberstdorf: 24

Bad Wörishofen nicht zu schlagen

Gegen die zu erwarten starken Gäste aus Bad Wörishofen hatte man das Nachsehen. Mehr als ein ausgeglichenes Mitteldrittel war beim 1:7 (0:2, 0:0, 1:5) nicht drin. Zu abgeklärt präsentierten sich die Mannen um Stürmer Michael Schejbal.

Statistik: 1:7 (0:2; 0:0; 1:5)

Tore Kempten: Ziegler (Penalty)

Strafen: Kempten: 13, Bad Wörishofen: 10

Shutout auswärts gegen Buchloe

Ganz anders war der Auftritt der 1B auswärts gegen Buchloe. Den Gastgebern ließ man beim 0:9 (0:5; 0:1; 0:3) keine Chance. Auf Sturm und  Verteidigung war Verlass. Besonders auf den gut aufgelegten Schlussmann Fuhrmann, der seinen ersten Shutout in der Saison verbuchen konnte.

Statistik: 0:9 (0:5; 0:1; 0:3)

Tore: Gmeinder, Ziegler (Jörg), Schmolke (Clermont, Jörg), Walter (Winter), Clermont (Jörg), Gmeinder, Winter, Ducky, Schmolke (Egli)

Strafen: Buchloe: 2, Kempten: 10

Zuschauer: 47

Kempten startet gut, lässt Augsburg jedoch ins Spiel kommen

 

Nach einem guten ersten Drittel, überließen die Sharks Augsburg zu viel Spielanteil. Die Gäste enteilten auf 1:5. Die Messe war gelesen, die Anschlusstreffer zum 3:6 kamen zu spät, so dass die Partie nicht mehr gedreht werden konnte.

Statistik: 3:6 (1:0; 0:3; 2:3)

Tore Kempten: Ziegler (Jörg), Egli (Clermont), Kohler (Egli, Gehr)

Strafen: Kempten: 14, Augsburg: 12

NEXT GAME: Derby gegen den EC Oberstdorf

Am kommenden Freitag, den 15.11., ist um 19.30 Uhr „Derby-Time“: Die 1B des ESC empfängt die Eisbären aus Oberstdorf (Tabellenplatz 9). Die Gäste werden sicher kämpferisch stark auftreten und es den Sharks nicht einfach machen. Kempten möchte die Punkte zu Hause behalten und in der Tabelle wieder einen Schritt nach Vorne machen (aktueller Platz: 8).

Bericht: Florian Gaukel

Fotos: Bianca Ostenried

Dicke Brocken vor der Brust

Dicke Brocken vor der Brust

Mit Miesbach und Klostersee warten zwei ehemalige Oberligisten auf die Sharks

6 Punkte aus dem letzten Wochenende und Tabellenplatz 3. Alles im Soll beim ESC Kempten, jedoch es bleibt keine Zeit zum Ausruhen, vor allem ist die Liga viel zu stark und ausgeglichen für Ruhepausen. Am Freitagabend um 20.°° steht das Duell beim Tabellennachbarn in Miesbach auf dem Spielplan. (Kempten Platz 3/19 Punkte, Miesbach 5/16). Mit den Oberbayern traf man sich bereits in der Saisonvorbereitung, damals zog man mit dem 2:5 den Kürzeren. Mit zuletzt zwei Siegen gegen Amberg und den Sonntagsgegner Klostersee läuft es aktuell rund beim Team von Zdenek Travnicek. Ein Wiedersehen gibt es am Freitag auch mit dem letztjährigen Shark Jakub Bitomsky, der im Sommer an die Schlierach wechselte und dort mit aktuell 13 Scorerpunkten gleichauf mit Kemptens Sergei Topol in der Scorerliste steht.

Einen richtig verkorksten Saisonstart erlebte der EHC Klostersee. Trotz einem gut besetzten Team konnte man die aus den letzten Jahren gewohnte Leistung noch nicht auf das Eis bringen, Tiefpunkt dabei sicher die 0:7 Niederlage gegen den EC Pfaffenhofen. Erste Konsequenz war der Rücktritt von Trainer  Acker, für ihn steht nun wieder der langjährige Coach und sportliche Leiter Dominik Quinlan hinter der Bande. Seitdem geht es langsam wieder bergauf in Grafing. Mit Siegen gegen Erding und Geretsried folgte die Kehrtwende, und auch gegen die starken Waldkraiburger und gegen Miesbach lieferte man  Spiele auf Augenhöhe ab, unterlag jeweils nur knapp mit einem Tor Unterschied. Aktuell stehen die Grafinger noch punktgleich mit Landsberg am Tabellenende, bis jetzt sicher eine der größten Überraschungen der noch jungen Saison. Und gerade das macht Klostersee so gefährlich, das Team um Kapitän und Routinier Raphael Kaefer wird seinen Weg aus dem Tabellenkeller nach oben nehmen und darf auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Spielbeginn in der ABW Arena ist wie immer um 17.30 Uhr

Sharks erkämpfen sich sechs Punkte

Sharks erkämpfen sich sechs Punkte

ESC Kempten gewinnt auch beim ESC  Geretsried

 

Mit dem gleichen Aufgebot wie bereits am Freitag gegen Waldkraiburg starteten die Allgäuer nach Geretsried. Timo Schirrmacher und Max Miller weiterhin erkrankt nicht dabei.

Den perfekten Start in die Begegnung erwischten die Sharks, gerade 42 Sekunden waren gespielt da versenkte Florian Stauder die Scheibe schon im Netz. Mit der frühen Führung im Rücken spielte Kempten zunächst gefällig, Geretsried brauchte einige Zeit um sich von dem frühen Rückstand zu erholen, kam aber nach und nach immer besser in die Partie, die nun auf beiden Seiten offen war. Sven Curmann war nach der Partie nicht zufrieden mit dem ersten Abschnitt, seine Mannschaft hatte nach der frühen Führung versäumt dem Gegner das eigene Spiel aufzudrücken. Ein intensives Drittel mit vielen Zweikämpfen, es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Der Ausgleich der Riverrats in Minute 15 dann auch durchaus verdient. Kempten nahm sich selbst auch durch zu viele Strafen den Schwung, ärgerlich vor allem dass man zweimal in eigener Überzahl selbst in die Kühlbox musste.

Das Mitteldrittel entwickelte sich mehr und mehr zu einem sehr intensiven Spiel mit einer ordentlichen Portion gesunder Härte. Kempten tat sich schwer im Spielaufbau aus dem eigenen Drittel, bedingt durch den sehr aggressiven Forecheck der Hausherren. Chancen gab es trotzdem genügend, dies aber ausgeglichen auf beiden Seiten. Es war in diesem Abschnitt vor allem auch das Spiel zweier starker Torhüter. Jakob Nerb auf Kemptener Seite und Dominik Gräubig im Tor der Rats standen sich in nichts nach und ließen keine weiteren Treffer zu.

Im Schlussabschnitt war weiterhin alles offen, das Momentum wechselte hin und her und es war lange offen welches Team als Sieger vom Eis gehen sollte. Auch wenn Kempten durch ein von Sergei Topol wunderschön heraus gespieltes Tor durch Filip Kokoska schnell wieder in Führung ging, so steckten die Hausherren nie auf. Routinier Stefano Rizzo glich zum 2:2 aus und das Spiel lebte weiter von der Spannung. Ein genialer Moment von Stauder bescherte Kempten auch die dritte Führung. Maximilian Schäffler gewann ein Bully legte nach hinten ab und der Stürmer drosch den Puck ansatzlos in den Winkel. Geretsried warf nochmals alles nach vorne, schaffte es aber nicht mehr richtig gefährlich zu werden. Sergei Topol mit dem empty Net Treffer machte sehr zur Freude der mitgereisten Sharks Anhänger den Sack endgültig zu und das perfekte Wochenende komplett.

Statistik
ESC Geretsried – ESC Kempten 2:4 (1:1,0:0,1:3)

Tore
0:1 Stauder (Seider,Höfler)(1.)
1:1 Fuchs (Popelka,Rizzo)(15.)
1:2 Kokoska (Topol)(42.)
2:2 Rizzo (Hüsken,Popelka)(48.)
2:3 Stauder (Schäffler)(53.)
2:4 Topol (Höfler,Kokoska)(ENG)(60.).

Strafminuten
ESC Geretsried: 8
ESC Kempten: 8

Zuschauer 419

Lady Sharks behalten ihre weiße Weste

Lady Sharks behalten ihre weiße Weste

Kempten lässt Regensburg beim 1:6 Auswärtssieg keine Chance

 

Mit zwei Siegen in Bad Tölz und gegen Mannheim legten die Allgäuerinnen einen perfekten Saisonstart hin. Beim Damenteam in Regensburg sollte die Serie ausgebaut, und die weiße Weste behalten werden. Trainer Max Berger hatte allerdings mit deutlichen Aufstellungssorgen zu kämpfen, nur gerade einmal zwei Reihen konnte er aufgrund verletzter und kranker Spielerinnen am Samstagabend an den Start bringen. Regensburg schickte dagegen drei komplette Blöcke ins Rennen. Spielbeginn an der Donau war  zur ungewohnten Spielzeit um 20.20 Uhr. Es sollte also ein langer Abend werden für die Lady Sharks. Mit dem klaren Sieg und den drei Punkten im Gepäck war die Heimreise für die Allgäuerinnen aber auch eine gut gelaunte Fahrt.

Kempten war von Beginn an die deutlich überlegene Mannschaft und blieb dies über das gesamte Spiel. Regensburg  hatte trotz numerischer Überlegenheit auf der Spielerbank nie wirklich eine Chance das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. Sabina Kaiser und Carolina Kullmann sorgten für eine frühe zwei Tore Führung aus der heraus sich ruhig und besonnen spielen ließ.  Sollte es überhaupt einen Kritikpunkt am Kemptener Spiel geben, dann wäre es die Chancenverwertung. Zu viele all zu klare Einschussmöglichkeiten ließ man liegen. Ihr Visier am besten eingestellt hatte am Samstagabend Carolina Kullmann, die junge Stürmerin konnte gleich vier der sechs Treffer erzielen. Und auch Mama Sonja setze sich ein ums andere Mal in Szene, sie hatte vor allem an den Schlagschüssen von der blauen Linie Gefallen gefunden, diese schickte sie in deutlich zweistelliger Zahl immer wieder in Richtung des Tores der Oberpfälzerinnen. Ein Doppelschlag durch die beiden Kullmanns innerhalb von 12 Sekunden zur Mitte des zweiten Drittels baute den Vorsprung auf vier Tore aus, Die Gastgeberinnen konnten zum Drittelende zumindest den Ehrentreffer erzielen. Der Schlussabschnitt war geprägt von vielen Undiszipliniertheiten der Regensburgerinnen, zu häufig fanden sie sich auf der Strafbank wieder um dem Spiel nochmals eine Wendung zu geben. Erneut Caroline Kullmann sowie Mama Sonja sorgten mit zwei Treffern für den Endstand. Alles richtig gemacht, dieses Lob gebührt den Allgäuer Mädels an diesem Abend. Mit den eigenen Kräften haushalten, den Gegner nie zur Entfaltung kommen lassen, in den richtigen Momenten die eigenen Tore schießen, sich nicht auf die harte Gangart des Gegners einlassen und das Spiel souverän gewonnen.   

Statistik
EV Regensburg – ESC Kempten 1:6 (0:2,1:2,0:2)

Tore
0:1 Kaiser (5.)
0:2 Kullmann C. (Kullmann S.)(7.)
0:3 Kullmann C. (Kullmann S.)(34.)
0:4 Kullmann S. (Kullmann C.)(34.)
1:4 Fabig (Mesch)(39.)
1:5 Kullmann S. (Brugger)(50.)
1:6 Kullmann C. (Kajah,Kaiser)(53.)

Strafminuten
EV Regensburg: 14
ESC Kempten: 4

Zuschauer 51

Sharks trotzen starken Löwen

Sharks trotzen starken Löwen

ESC Kempten besiegt den EHC Waldkraiburg erst in den letzten zwei Minuten

 

Die positive Nachricht des Abends, und gleichzeitig auch eine spielentscheidende: Filip Kokoska ist wieder zurück im Team. Nach seiner langwierigen Verletzung stand der Ausnahmestürmer endlich wieder im Aufgebot der Allgäuer. Und um es vorwegzunehmen, mit vier Assists und einem Treffer zeigte er warum er so wichtig für sein Team ist und feierte ein perfektes Comeback.

Aber trotz des 5:3 Sieges war noch nicht alles Gold was glänzt. Trainer Sven Curmann haderte nach der Partie nämlich vor allem mit der Chancenverwertung seines Teams: „Nach dem ersten Drittel muss das Spiel eigentlich schon entschieden sein, da muss es schon vier oder fünf zu eins stehen. Dann machen wir uns wieder selbst das Leben schwer und nehmen uns das Momentum, und dann bist Du 2:3 hinten. Da dürfen wir uns dann auch nicht beschweren wenn das Spiel andersherum ausgeht. Wir machen immer noch zu viele individuelle Fehler die dann zu Gegentoren führen. Wir haben aber auch an uns geglaubt und bis zum Schluss nicht aufgegeben. Wir sind natürlich super happy die drei Punkte behalten zu dürfen.“

Einen starken und unangenehmen Gegner hatten die Sharks am Freitagabend zu Gast. Die Innstädter waren nach Ihrem Abstieg in der Saison 22/23 sofort wieder aufgestiegen und zeigen bisher eine beeindruckende Saisonleistung. Kempten begann mit Tempo und zielstrebig, ließ aber die ein oder andere hochkarätige Chance liegen. Trotzdem ging man in einer doppelten Überzahl durch Florian Stauder in Führung, musste aber nach einem Fehler im eigenen Aufbau noch den Ausgleich vor Drittelende hinnehmen. Auch der erstmaligen Gästeführung ging ein Fehler im Spielaufbau voraus, die Scheibe kam zum freistehenden Tomas Vrba der mit einem satten Onetimer seinen zweiten Treffer markierte. Von Pascal Kröber wunderbar angespielt konnte Kokoska die Partie mit einem satten Schuss ins Kreuzeck schnell wieder ausgleichen. Die Löwen blieben in diesem Abschnitt aber weiter sehr aktiv und konnten noch vor der Pause erneut in Führung gehen. Die Sharks drückten im letzten Abschnitt deutlich aufs Tempo darauf bedacht den Ausgleich zu erzielen. Doch die Minuten verronnen und Waldkraiburg verteidigte die knappe Führung mit Mann und Maus. Nur noch sechs Minuten standen auf der Uhr als Kapitän Daniel Rau einen seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie auspackte. Sergei Topol hielt den Schläger rein und fälschte den Puck unhaltbar für den starke Lode im Gästetor ab. Und als die Gäste eine gute Minute vor Ende noch eine Strafe nahmen dachten sich die beiden Kemptener, das probieren wir doch gleich nochmal. Rau mit einem Hammer von der Blauen, Topol hält den Schläger rein und es steht 4:3, das Spiel war doch noch gedreht. Schlusspunkt unter einer spannenden und unterhaltsamen Partie dann das empty Net Tor von Maximilian Schäffler. Drei wichtige und letztendlich auch verdiente Punkte bleiben somit im Allgäu und sichern den vierten Tabellenplatz ab. Bereits am Sonntag in Geretsried besteht die Möglichkeit nachzulegen.

Statistik
ESC Kempten – EHC Waldkraiburg 5:3 (1:1,1:2,3:0)

Tore
1:0 Stauder (Kokoska,Kröber)(17.)
1:1 Vrba (Vogl,Cejka)(19.)
1:2 Vrba (24.)
2:2 Kokoska (Mitchell,Kröber)(29.)
2:3 Sramek (Hora,Vogl)(38.)
3:3 Topol (Rau,Kokoska)(55.)
4:3 Topol (Rau,Kokoska)(59.)
5:3 Schäffler (Höfler,Kokoska)(ENG.)(60.)

Strafminuten
ESC Kempten: 6
EHC Waldkraiburg: 8

Beste Spieler
ESC Kempten: Daniel Rau
EHC Waldkraiburg: Tomas Vrba

Zuschauer 634

Löwen und Ratten

Löwen und Ratten

Waldkraiburg und Geretsried lauten die nächsten Gegner der Sharks

Nach der eher mageren Ausbeute von nur 2 Punkten trotz guter Leistungen am letzten Wochenende möchte man in Kempten nun nachlegen. Zwei schwere Aufgaben die da auf das Team von Sven Curmann warten. Am Freitag um 19.30 schlägt der Punktgleiche Tabellennachbar aus Waldkraiburg in der ABW Arena auf. Bereits in der Saisonvorbereitung ließ der Wiederaufsteiger mit starken Leistungen aufhorchen. Nach dem souveränen Auswärtssieg in Miesbach am letzten Sonntag dürfte das Team von Jürgen Lederer vor Selbstbewusstsein strotzend auftreten. Mit Daniel Hora und Jakub Sramek hat man den Topscorer sowie den drittplatzierten dieser prestigeträchtigen Wertung an Bord, dazu kommt mit Nico Vogl noch der neunt beste Bayernliga Scorer. Gemeinsam kommt das Trio bereits auf überragende 53 Punkte nach nur sieben Spielen. Vor allem diese drei gilt es also zu stoppen in ihrem Offensivdrang, eine anspruchsvolle Aufgabe für die Defensive um Kapitän Daniel Rau.

Am Sonntag um 17.30 warten dann die Riverrats aus Geretsried auf die Allgäuer. Gleich 12 Abgänge hatte Trainer Hans Tauber über den Sommer mit seinen Verantwortlichen zu ersetzen, was den Rats aber ordentlich gelungen ist. Einer soliden Vorbereitung folgte ein ordentlicher Saisonstart, aktuell rangiert das Team von der Isar mit 4 Punkten Rückstand zu den Sharks auf Platz 10 der Tabelle. Geretsried wird alles daran setzen um die Punkte am Sonntag zuhause zu behalten und ein sehr unangenehmer Gegner werden.

Für die Sharks gilt es mit voller Konzentration und Einsatz in die beiden Spiele zu gehen um möglichst viele Punkte zu ergattern. Der aktuelle vierte Tabellenplatz soll nach Möglichkeit zumindest verteidigt werden.

Sharks liefern Gladiators einen starken Fight

Sharks liefern Gladiators einen starken Fight

ESC Kempten verliert trotzdem gegen den TSV Erding

 Auch wenn am Ende ein deutlich aussehendes 2:5 auf der Anzeigetafel prangte so waren sich doch alle nach der Begegnung einig. Das Ergebnis klingt viel deutlicher als es die Partie war. Kempten hielt das Spiel lange offen und spannend und musste sich erst in den Schlussminuten geschlagen geben.

Spitzenspiel, Dritter gegen Erster, volle Hütte, so sollte es am Sonntagabend in der ABW Arena sein, beim Spiel der Sharks gegen die Gladiators aus Erding. Beide Mannschaften hatten mit 5 Siegen aus den ersten sechs Spielen einen sehr guten Saisonstart hingelegt, allein die Niederlage Erdings gegen den bis dahin Letzten aus Klostersee vom Freitagabend sorgte im Vorfeld doch für einiges Erstaunen. Nichtsdestotrotz die Favoritenrolle lag klar bei den Gästen. Mit einem stark besetzten Kader nimmt man den nächsten Anlauf auf die bayerische Meisterschaft. Und die Mannschaft von ex. Nationalspieler Thomas Daffner zeigte von Beginn auch warum. Mit viel Tempo ging es von der ersten Minute an Richtung Sharks Gehäuse und Jakob Nerb musste gleich mehrmals sein ganzes Können auspacken und seine Mannschaft mit spektakulären Saves vor einem frühen Rückstand bewahren. Die knapp 1100 Zuschauer bekamen von Beginn an eine temporeiche und hochklassige Bayernligapartie zu sehen. Beide Teams erspielten sich in der Folge hochkarätige Chancen, doch auch Nerbs Gegenüber Leon Meder im Erdinger Gehäuse zeigte sich in Bestform. Das Chancenplus lag aber auch weiterhin deutlich bei den Gästen. Bis eine Minute vor Drittelende hielt Kempten dem Druck stand, dann war es ein unmittelbar vor dem Tor abgefälschter Schuss von Elia Ostwald, der unhaltbar zur verdienten Gästeführung einschlug. Doch Kempten ließ sich nicht beeindrucken und so konnte Routinier Florian Stauder schnell nach der Pause eiskalt zum Ausgleich einnetzen. Erding aber weiterhin überlegen, mit viel Druck und starkem Forecheck. Die erneute Gästeführung dann quasi eine Blaupause des 0:1, der ehemalige Landshuter Ostwald zieht von der blauen Linie ab und direkt vor dem Tor fälscht ein Stürmer die Scheibe ab.  Doch erneut waren es die Allgäuer die das Spiel ausglichen, Tomas Kulhanek nahm sich aus spitzem Winkel ein Herz und zimmerte die Scheibe unter die Latte. Mit dem Unentschieden ging es auch in den letzten Abschnitt. Die Spannung war zum Greifen, wer würde die entscheidende Idee zum Sieg in der Tasche haben. Und es waren die Gäste, die das Schlussdrittel dann souverän und abgeklärt für sich entschieden. Die erneute Führung konnten sie 13 Minuten vor Ende erzielen, und auch wenn die Sharks alles daran setzten das Spiel erneut auszugleichen, jetzt setzte sich die Klasse der Gäste dann durch. Kempten musste mehr und mehr aufmachen, dies gab Erding mehr Raum und so fiel in der vorletzten Minute die endgültige Entscheidung. Das empty Net Tor zum 2:5 spielte letzten Endes keine Rolle mehr.

Statistik
ESC Kempten – TSV Erding 2:5 (0:1,2:1,0:3)

Tore
0:1 Brandl (Ostwald,Pfenninger)(20.)
1:1 Stauder (Schirrmacher,Mitchell)(23.)
1:2 Matheson (Ostwald,Forster)(30.)
2:2 Kulhanek (Schäffler,Oppenberger)(37.)
2:3 Ostwald (Forster,Matheson)(47.)
2:4 Forster (Modlmayr)(59.)
2:5 Matheson (Michl,Deubler)(ENG)(60.)

Strafminuten
ESC Kempten: 8
TSV Erding: 8

Beste Spieler
ESC Kempten: Jakob Nerb
TSV Erding: Leon Meder

Zuschauer 1076

Kampfgeist der Sharks Ladies wird belohnt

Kampfgeist der Sharks Ladies wird belohnt

Kempten gewinnt gegen Mannheim auch das zweites Saisonspiel

 

Es war ein hartes Stück Arbeit, bis die Damen aus dem Allgäu die drei Punkte am Samstagabend gesichert hatten. Dies sah auch Coach Max Berger dementsprechend: „Das war heute ein Arbeitssieg, was unsere Mannschaft mit nur zwei Reihen geleistet hat war absolut klasse. Besonders im letzten Drittel haben sie alles gegeben und sich gemeinsam gegen die Mannheimerinnen gestellt.“

Mit gerade einmal 11 Feldspielerinnen und zwei Goalies musste der Kemptener Coach Vorlieb nehmen, zu viele Verletzte und Ausfälle stehen aktuell zu Buche. Gegen 18 Kurpfälzerinnen musste die Devise also lauten: Von Beginn an Druck machen und möglichst eine Führung herausspielen aus der es sich dann kontrolliert agieren lässt. Druck und Tempo waren da, ebenso  jede Menge Großchancen. Doch die glänzend aufgelegte Torfrau der Gäste sollte die Sharks an diesem Abend reihenweise zur Verzweiflung bringen. Mit einem Doppelschlag innerhalb von  zwanzig Sekunden gelang zur Mitte des ersten Abschnitts aber dann doch die ersehnte Führung. Mannheim zeigte sich unbeeindruckt und erzielte schnell den Anschlusstreffer. Das Spiel von nun an eng und spannend. Chancen hüben wie drüben und mit zunehmender Zeit drängten die Maddogs mehr und mehr auf den Ausgleich. Vor allem im letzten Abschnitt verlegte sich das Geschehen immer weiter in Richtung des Kemptener Tores. Doch Carina Bartsch stand ihrer Gegenüber in Nichts nach und rettete mehrfach in höchster Not. Der Kräfteverschleiß machte sich immer weiter bemerkbar. Die Gäste mit einer Reihe mehr hatten durchaus den längeren Atem. Berger nahm zur Entlastung eine Auszeit um seinen Mädels etwas Luft zu verschaffen. Mit viel Wille wurde weiter verteidigt, bis Sonja Kullmann zeigte dass sie nichts verlernt hat. Mitten in die Vorwärtsbewegung Mannheims stach sie die Scheibe aus und startete ein sehenswertes Solo welches sie auch eiskalt mit dem viel umjubelten Treffer zum 3:1 Endstand abschloss. Zweiter Sieg im zweiten Spiel der neuen Liga, weiße Weste, besser hätte der Start in die Bayernliga für die Lady Sharks nicht laufen können. Am nächsten Samstag geht es zu den Damen des aktuellen DEL2 Meisters nach Regensburg. Auch hier wollen die Sharks wieder zubeißen und sich den nächsten Sieg holen. Die Stimmung in der Truppe ist auf jeden Fall prächtig und so möchte man auch in der Oberpfalz bestehen.

Statistik:

ESC Kempten – EKU Mannheim 1b 3:1 (2:1,0:0.1:0)

Tore:

1:0 Eisenschmid (Kullmann C.)(8.),

2:0 Kullmann C. (Kullmann S.)(9.),

2:1 Gehrsitz C. (Vorlicek,Halbgewachs)(12.),

3:1 Kullmann S. (56.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 6

EKU Mannheim 1b: 8

Zuschauer: 30