Starker Kampf bleibt unbelohnt

Starker Kampf bleibt unbelohnt

ESC Kempten verliert Playoffauftakt beim EHC Königsbrunn mit 4:1

 

Das Warten auf die Playoffs hatte endlich ein Ende als am Freitagabend um 20.°° der erste Puck in der Königsbrunner Pharmapur Arena fiel. Die Sharks reisten mit Personalsorgen in die Augsburger Vorstadt, Neben den Langzeitverletzten fehlten der erkrankte Filip Kokoska sowie der gesperrte Nikolai Streif. Nachverpflichtet wurden in Kempten keine Spieler mehr, man vertraut voll und ganz auf das Team dass die Qualifikation für die Playoffs selbst auch geschafft hat.

Kempten begann sichtbar nervös, nach nur 20 Sekunden flatterte die Scheibe, unglücklich abgefälscht von der Brust eines eigenen Spielers, zur Führung der Pinguine ins Netz. Unmittelbar danach die erste von vier Strafzeiten in diesem Drittel gegen Kempten. In einer eigentlich fairen, temporeichen und intensiven Playoffbegegnung zogen die Sharks die ein oder andere Strafzeit zu viel. Eine gut einminütige doppelte Überzahl zu eigenen Gunsten konnte man im Gegenzug nicht nutzen, baute in dieser Phase aber viel Druck auf. Über 20 Minuten war es ein ausgeglichenes Drittel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Treffen konnten aber erneut nur die Pinguine, die ein weiteres Überzahlspiel kurz vor Drittelende nutzten. Ausgeglichen auch der zweite Abschnitt, beide Teams mit starken Momenten. Den einzigen Treffer des Mittelabschnitts erzielte Ondrej Zelenka zum verdienten Anschluss. Brenzlig wurde es für die Allgäuer als man sich erneut auf der Strafbank wiederfand und eine doppelte Unterzahl überstehen musste. Mit einem starken Jakob Nerb gelang dies aber souverän so dass es mit dem knappen Rückstand in die zweite Pause ging. Auch im letzten Abschnitt Königsbrunn etwas cleverer und mit dem nötigen Scheibenglück. Folgerichtig erzielten die Pinguine das vorentscheidende 3:1. Das 4:1 ins empty Net war der Schlusspunkt eines tollen Eishockeyspieles, welches letztendlich um das ein oder andere Tor zu hoch ausfiel. Überragend die Unterstützung durch weit über 200 Kemptener Anhänger die ihr Team begleiteten und über 60 Minuten lautstark unterstützten. Jetzt heißt es  das Ergebnis abzuhaken und den Blick sofort auf Spiel zwei am Sonntag zu lenken. Es sind nur ein paar Kleinigkeiten die es braucht um den ersten Sieg der Serie einzufahren.

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Statistik
EHC Königsbrunn: – ESC Kempten 4:1 (2:0,0:1,2:0)

Tore
1:0 Szegedin (Reuter, Bullnheimer)(1.)
2:0 Prokopovics (Trupp, Bullnheimer)(19.)
2:1 Zelenka (Bitomsky,Kröber)(26.)
3:1 Hartl (Petzold, Tausend)(47.)
4:1 Reuter (Eng)(58.)

Strafminuten
EHC Königsbrunn: 10
ESC Kempten: 17

Zuschauer 911

DIE HIGHLIGHTS

Auf geht’s in die fünfte Jahreszeit

Auf geht’s in die fünfte Jahreszeit

ESC Kempten startet in Königsbrunn in die Playoffs

Auch wenn für die Narren und Faschingsbegeisterten landauf und landab deren fünfte Jahreszeit am Aschermittwoch gerade erst zu ende ging so beginnt sie jetzt für die Eishockeyteams und Fans. Playoffs heißt das Zauberwort. Darauf hat man die ganze Vorrunde über hingearbeitet. Hier belohnt man sich für die monatelange Schinderei. Und hier werden Helden geboren und Meister gemacht. Kein taktieren mehr, keine Zurückhaltung. Alles oder nichts, es zählt nur noch der Erfolg. „Do or die“ werden diese Spiele im englischen so treffend bezeichnet. Und auch wenn das doch sehr martialisch klingt,  drückt es doch den Kern der Sache perfekt aus. Entweder Du gewinnst oder Du stirbst sportlich, so einfach ist das in den Ausscheidungsspielen.

Mit dem amtierenden Meister der Bayernliga, dem EHC Königsbrunn haben die Kemptener natürlich einen richtig dicken Brocken vor der Brust. Allerdings gibt es in der jetzigen Saisonphase eh keine leichten Gegner, jeder der es in dieser starken Liga unter die besten acht geschafft hat ist eine top Mannschaft. Auf dem Papier ist das Duell zwischen den Augsburger Vorstädtern und den Allgäuern sehr ausgeglichen. Gerade mal ein einziger Punkt (61 / 60) trennen die beiden Teams nach der Vorrunde. Königsbrunn hat ein paar Tore mehr erzielt, Kempten dafür weniger kassiert. Bei den special Teams ist es sowohl bei den Überzahl wie auch bei den Unterzahlformationen fast exakt ausgeglichen. Auf der Torhüterposition steht mit Jakob Nerb der aktuell beste Bayernligakeeper zwischen den Kemptener Pfosten. Bei den Brunnenstädtern scheint die ehemalige Kaufbeurer DEL2 Legende Stefan Vajs rechtzeitig zu den Playoffs wieder fit zu sein, er musste in der Vorrunde immer wieder angeschlagen aussetzen. Auch bei den Begegnungen in der Vorrunde steht es unentschieden. Kempten konnte sein Heimspiel mit 4:1 gewinnen, Königsbrunn hielt sich beim 5:3 zuhause schadlos.

Was wird also den Ausschlag geben? Für Königsbrunn spricht die Erfahrung aus den Playoffs im letzten Jahr, die mit dem Titel gekürt wurden. Auch im Kader gab es im Vergleich zum Vorjahr nur wenig Veränderung ,so dass eine eingespielte Mannschaft auf das Team von Sven Curmann wartet. Der Coach der Sharks hat im Laufe der Saison gezeigt wie wichtig er für das Team ist und aus einer neu zusammengestellten Truppe ein eingeschworenes Team geformt. Sein Gegenüber Robert „Bobby“ Linke kennt die Sharks aus unzähligen Spielen bereits als Trainer in Bad Wörishofen und Ulm bestens.

Letztendlich wird es auf das Momentum ankommen. Wer kommt nach den zwei Wochen Wettkampfpause zuerst wieder in den Flow? Wer ist heiß genug darauf die Serie zu gewinnen und wer ist bereit auch über die berühmten 100 Prozent zu gehen. Maximal sieben Spiele haben die beiden Kontrahenten Zeit die erforderlichen vier Siege bis zum Erreichen des Halbfinales zu holen. Viele Experten sprechen von einer ausgeglichenen und vermutlich langen und engen Serie.

Die Wahrheit liegt aber wie immer auf dem Eis und allerspätestens am fünften März, dem Termin für Spiel sieben, werden es alle wissen.

5 Punkte Wochenende der LADIES

5 Punkte Wochenende der LADIES

Ein hartes Stück Arbeit

 

Lady Sharks bezwingen die Wildcats aus  Lustenau mit 3:2 nach Penaltyschießen

 

 

International wurde es am Freitagabend in der ABW Arena zu Kempten. Zwar reicht es für die Allgäuer Damen noch nicht ganz für die Champions League, aber durch den Vergleich mit dem EHC Lustenau aus Österreich  wehte doch ein gewisses internationales Flair durch die altehrwürdige Eishalle an der Memminger Straße. Das Team aus Vorarlberg ist über den BEV auch in der Verzahnungsrunde der Landesliga Bayern vertreten.

Die Intensität der Partie war auf jeden Fall sehr hoch. Die Gäste aus dem Nachbarland zeigten sich sehr lauf- und zweikampfstark und legten auch eine gesunde Härte und Bissigkeit an den Tag. Kempten musste alles aufbieten um dagegen zu halten. Über 60 Minuten konnte man keine der beiden Mannschaften als die bessere ausmachen, zu ausgeglichen die Partie. Das so gerne zitierte Momentum wechselte fast im Minutentakt hin und her. Vor allem war es ein Spiel zweier starker Torhüterinnen, Alexandra Barmasev im Kemptener Gehäuse sowie Ihr Gegenüber  Sabrina Anderle standen sich in nichts nach und überzeugten mit etlichen starken Paraden. So war auch bereits mehr als die Hälfte des Spiels absolviert bis der erste Treffer fiel. Laura Zingerle brachte die Gäste in Führung. Es dauerte allerdings nicht lange da brachte Tamara Kajah ihre Farben mit dem Ausgleich auch auf die Anzeigetafel. Unglücklich dann die erneute Führung der Österreicherinnen durch Celyn Minoiu mit einem Konter unmittelbar vor der zweiten Pause. Melanie Zobatschew konnte im Schlussdrittel erneut ausgleichen, dabei blieb es dann aber nach 60 Minuten. Unter dem Strich eine gerechte Punkteteilung zweier starken Mannschaften. Im Penaltyschießen konnte Barmasev dann alle drei Penaltys parieren während ex Nationalspielerin Tanja Eisenschmid für den viel umjubelten Siegtreffer sorgte. Dieser bringt nebenbei auch die Tabellenführung der Lady Sharks in der Landesliga Verzahnungsrunde.

Statistik:

ESC Kempten – EHC Lustenau 3:2 (0:0,1:2,1:0,1:0)

Tore:

0:1 Zingerle (33.),

1:1 Kajah (Kullmann S.)(37.)

1:2 Minoiu (Schoch)(40.),

2:2 Zobatschew (Eisenschmid)(45.),

3:2 Eisenschmid (P)

Strafminuten:

ESC Kempten: 8

EHC Lustenau: 10

Zuschauer: 35

5 Punkte Wochenende und ein Shutout 

Lady Sharks überzeugen beim 4:0 Sieg in Dingolfing

 

Rückspiel an der Isar, erst vor einer Woche waren die Niederbayerinnen zu Gast im Allgäu. Und wenn es auch nicht erneut zweistellig wurde wie beim 10:4 vor Wochenfrist so gab es doch während der 60 Minuten kaum Zweifel wer das Eis als Sieger verlassen würde.

Gerade mal 22 Stunden nach der kräftezehrenden Partie der Allgäuerinnen gegen den EHC Lustenau stand die Partie an der Isar auf dem Plan. Von Müdigkeit allerdings gar keine Spur, von der ersten Minute an ging es mit viel Tempo in Richtung des Tores der Hausherrinnen. Tanja Eisenschmid, Manuela Geiger und Sonja Kullmann sorgten mit drei Treffern im Startdrittel auch schnell für klare Verhältnisse auf dem Scorebord. Und wenn Kempten auch ob der klaren Überlegenheit und zum Kräfte sparen nun nicht mehr ganz so offensiv zu Werke ging hatte man das Spiel gut unter Kontrolle. Carolina Kullmann sorgte im Schlussdrittel noch für den Endstand von 0:4, damit ließ man es dann auch beruhen. Ein Extralob gab es für Torhüterin Alexandra Barmasev, die hinten nichts anbrennen ließ und sich dafür mit einem Shutout belohnte. Ein 5 Punkte Wochenende und der dritte Sieg in Folge festigen die Tabellenführung. Die Allgäuerinnen gegen somit gut gerüstet in das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten ETC Crimmitschau am nächsten Samstag in Kempten.

Statistik:

Dingolfinger EC – ESC Kempten 0:4  (0:3,0:0,0:1)

Tore:

0:1 Eisenschmid (Russler J.)(7.),

0:2 Geiger (Eisenschmid,Kullmann C.)(16.),

0:3 Kullmann S. (Kullmann C.)(18.),

0:4 Kullmann C. (Kullmann S.)(47.).

Strafminuten:

Dingolfinger EC: 12

ESC Kempten: 8

Zuschauer: 40

ESC Kempten 1B unterliegt gestärkten Mammuts

ESC Kempten 1B unterliegt gestärkten Mammuts

Sharks noch auf Platz 4 

Nach dem klaren Sieg der Sharks im Hinspiel war die 1B der Schongauer Mammuts auf Revanche aus. Mit Keil, Saal und Weber hatte man sich aus dem Bayernligakader verstärkt.

Von Beginn an waren die Hausherren gefährlich. Kempten konnte dagegenhalten. Im Mittelabschnitt nutzten die Mammuts einen Konter zur 1:0-Führung. Wenig später folgte das 2:0 und in Unterzahl wieder per Konter das 3:0.

Auf Seiten der Sharks lief es nicht wie gewünscht. Das nötige Glück im Abschluss blieb aus und Chancen sowie Überzahlsituationen ungenutzt. Abgeklärtere Schongauer holten sich verdient die Punkte.

Für die 1B ist damit die Saison beendet. Aktuell mit einem guten 4. Platz. Allerdings können der HC Maustadt und der ESV Bad Bayersoien Kempten überholen – beide haben noch zwei Spiele ausstehen.

Das Team der Sharks bedankt sich bei Trainer Martin von Sigriz, allen Betreuern und ehrenamtlichen Helfern für die ausgezeichnete Unterstützung – nur so war eine gute Saison möglich und oft Spitzenpositionen in der Tabelle.

Statistik:

EA Schongau 1B: ESC Kempten 1B 3:0 (0:0,3:0,0:0)

Tore:

1:0 Halmbachrer (Conhoff, Schade)(25.),

2:0 Conhoff (Saal, Halmbacher)(32.),

3:0 Garber (Keil)(39.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 6

EA Schongau: 10

Zuschauer: 18

Bericht: Florian Gaukel

Fotos: Bianca Ostenried

Der Chef bleibt an Bord

Der Chef bleibt an Bord

ESC Kempten trifft bereits die wichtigste Personalentscheidung für die kommende Saison

 

Auch wenn am Freitag gerade einmal die erste Partie einer hoffentlich langen Playoff Phase in der Eishockey Bayernliga ansteht so geht der Blick der ESC Verantwortlichen doch weit voraus. Wie es die Allgäuer Zeitung bereits exklusiv vermeldete, wurde der Vertrag mit Trainer Sven Curmann bereits jetzt um ein Jahr verlängert. An der Iller ist man absolut zufrieden mit der ersten Saison des Landsbergers als „Chef“ hinter der Bande. Auch wenn Curmann immer wieder betont das es ein Team ist welches gemeinsam die Erfolge wie auch die „wenigen“ Misserfolge erringt, so braucht es doch als wichtigsten Part den Mann der das System und die Richtung vorgibt, Entscheidungen auch während des Spiels trifft, aus erfahrenen Topspielern und jungen Talenten eine Einheit formt und gerade die jungen Spieler fördert und weiterentwickelt.

All dies vereint der 40 jährige Coach perfekt, so dass es laut sportlichem Leiter Ervin Masek jr. gar keine große Frage war den Vertrag bereits jetzt zu verlängern. Auch Curmann selbst hat Gefallen gefunden an seiner Aufgabe, die wie er zugibt am Anfang etwas holprig war. Aus vielen neuen Spielern mit einem neuen Trainer eine Einheit zu formen dauert einfach etwas. In der Vorbereitung lief es noch nicht so rund, aber sein Team hat von Spiel zu Spiel dazugelernt und sich gefunden. Mit der Vorrunde ist der Coach sehr zufrieden, in der wohl stärksten Bayernliga der letzten Jahre steht sein Team am Ende auf Rang 5 und hat die direkte Playoff Qualifikation geschafft . Mit dem besten Torhüter, der zweitbesten Defensive und Platz drei bei den Zuschauerzahlen zeigt man was in Kempten möglich ist. Sein großer Wunsch für die Playoffs sind noch mehr Zuschauer im Stadion, welche die Mannschaft als siebter Mann lautstark unterstützen. Dann sollte es auch damit klappen das in Kempten in diesem Frühjahr noch möglichst lange Eishockey gespielt wird.

Dem Verein und der Mannschaft tut die Konstanz auf der Trainerposition gut. Zu viele Trainerwechsel und zu viel Unruhe um die Position der Übungsleiter in den letzten Jahren übertrugen sich immer wieder auf das Team. Der eingeschlagene und vorgegebene Weg, in Kempten langfristig etwas erfolgreiches auf die Beine zu stellen, kann somit in Ruhe weiter beschritten werden. und vielleicht ist es für die anstehenden Playoffs auch von Vorteil wenn die Trainerfrage bei allen Beteiligten nun bereits aus dem Kopf ist.