MATCHBALL ABGEWEHRT

MATCHBALL ABGEWEHRT

Sharks zeigen Comebackqualitäten und schlagen Erding nach Verlängerung.


Dienstag das entscheidende Spiel in Erding

Die größte Aufregung gab es am Sonntag bereits lange vor dem Spiel als Trainer Harry Waibel am Vormittag die Verantwortlichen des ESC über seinen sofortigen Rücktritt als Trainer der Sharks informierte. Nach der deutlichen Niederlage am Freitagabend in Erding hatte er viele Gespräche mit Spielern und Verantwortlichen geführt und über das weitere Vorgehen gegrübelt. Letztendlich führte auch sein Gefühl zu der Entscheidung, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht. Zu oft in den Wochen zuvor saß Waibel schon nach den Spielen bei der Pressekonferenz, teilweise ratlos, warum das Team seine Vorgaben nicht oder nur Zeitweise umsetzte. Somit gab er der Mannschaft auch die Verantwortung in die Hand zu zeigen was in ihr steckt. Die Telefonleitungen innerhalb der Vereinsführung glühten natürlich, innerhalb kürzester Zeit musste ja eine Lösung für das Spiel am Abend gefunden werden. Oftmals ist dann auch die am naheliegendste die Beste und so übernimmt Co Trainer Markus Russler nun die Verantwortung für den Rest der Saison. Ihm zur Seite steht jetzt mit Peter Henninger der Nachwuchskoordinator der Sharks, der über reichlich Erfahrung als Trainer verfügt. Premiere erfolgreich bestanden hieß es dann um 19.°°. Bei der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Russler ruhig und bescheiden, viel hat man gar nicht ändern können so kurz vor dem Spiel. Kleine Umstellungen in den Reihen, der Mannschaft Mut zusprechen und den Druck nehmen, das war eigentlich schon das ganze Erfolgsrezept. Der Rest kam von den Spielern auf dem Eis die dann eindrucksvoll zeigten zu was sie tatsächlich fähig sind.

Es war wieder einmal das letzte Drittel, in dieser Saison eine Stärke der Sharks in dem sie zuerst zurück ins Spiel kamen, dann kurz vor Spielende ausglichen und in Overtime den Sieg holten. Für die Zuschauer auf den Tribünen einmal mehr ein Spektakel, für die Trainer wieder mal zum Haare raufen. Passend hierzu auch der Spruch von Kemptens Kultreporter Gerti Schneider bei Sprade TV nach dem zwischenzeitlichen 1:3 der Gäste: „ Es ist zum Haare ausreißen wenn ich noch welche hätte“. Kempten war absolut auf Augenhöhe, nach der schnellen Führung in der zweiten Spielminute auch immer wieder offensiv gefährlich, aber wie schon so oft klappte es (noch) nicht mit der Chancenverwertung und im Gegenzug traf der Gegner. 1:3 hieß es nach zwei Dritteln und Erding war drauf und dran das Halbfinale schon nach zwei Partien zu buchen. Doch die Kemptener besannen sich ihrer Qualitäten, legten nach zwei richtig guten Dritteln noch eine Schippe drauf und gingen „all in“. Kodi Schwarz überraschte den starken Christoph Schedlbauer mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss und Raphael Gosselin sorgte nach einem Konter im Zusammenspiel mit Rostislav Martynek für den viel umjubelten Ausgleich. Allerdings, Erding zeigte sich wenig beeindruckt und legte erneut zwei Treffer vor, 5 Minuten vor Spielende war die Aufgabe nach dem 3:5 nicht wirklich leichter für die Allgäuer. Unbeeindruckt gingen sie jedoch weiter ihren Weg nach vorne und wurden belohnt, Eric Nadeau schob die Scheibe nach einem wunderbaren Solo durch die Schoner des Gästekeepers zum erneuten Anschluss. Russler zog dann in der letzten Minute den Torhüter, brachte den sechsten Feldspieler, zudem zogen die Gäste noch eine Strafe wegen Spielverzögerung. Sechs gegen vier also in den letzten Sekunden der Partie. Die Scheibe lief gut und zügig durch die Reihen bis Routinier Daniel Rau an der blauen Linie freigespielt war und die Scheibe mit aller Wucht zum 5:5 in die Maschen drosch. 33 Sekunden vor Spielende der perfekte Zeitpunkt. In der Arena gab es nun kein Halten mehr, die Zuschauer auf den Sitzplätzen standen sowieso schon längst. Und in der Verlängerung war es erneut Rau, der mit seinem Hammer für die Entscheidung sorgte, sein Schlagschuss wurde von Kapitän Eric Nadeau, der einmal mehr ein überragendes Spiel ablieferte, unhaltbar zum euphorisch bejubelten Siegtreffer abgefälscht. Nun also der große Showdown am Dienstag Abend in Erding, all or nothing, Siegen oder Fliegen heißt es dann. Ein Spiel entscheidet über den Einzug ins Halbfinale, beste Voraussetzungen als für ein spannendes Spiel.

Statistik
ESC Kempten – TSV Erding 6:5 n.V. (1:1,0:2,4:2,1:0)

Tore
1:0 Martynek (Gosselin,Nadeau)(2.)
1:1 Maier (Franz,Zimmermann)(20.)
1:2 Maier (Franz,Michel)(29.)
1:3 Modlmayer (Franz)(36.)
2:3 Schwarz (Rau,Oppenberger)(42.)
3:3 Gosselin (Martynek)(44.)
3:4 Maier (Busch)(49.)
3:5 Zimmermann (Waldhausen)(55.)
4:5 Nadeau (Gosselin,Kröber)(56.)
5:5 Rau (Gosselin,Grözinger)(60.)
6:5 Nadeau (Rau)(63.).

Strafminuten
ESC Kempten: 10
TSV Erding: 16

Zuschauer 642

HIGHLIGHTS

PRESSKONFERENZ

SHARKS VERLIEREN ERSTES VIERTELFINALE

SHARKS VERLIEREN ERSTES VIERTELFINALE

ESC Kempten kassiert beim TSV Erding derbe 9:3 Klatsche

Viele Gäste fahren nach Erding um dort in Deutschlands größter Therme baden zu gehen.

Das man dies auch im Erdinger Eisstadion machen kann mussten die Sharks am Freitagabend schmerzlich erfahren. Einem Gegner in bester Playoff Verfassung hatte man nicht wirklich viel entgegenzusetzen. Dabei hatte sich die Mannschaft eingeschworen und wollte mit einem Auswärtssieg in die Serie starten. Kein Glück hatte man wohl schon mit der Auswahl des Einsatzfahrzeugs. Kempten fährt mit dem gleichen Busunternehmen wie der ESV Kaufbeuren und reiste zum ersten Mal in dieser Saison mit dem Teambus der Buron Joker zu einem Auswärtsspiel.

Vor der stattlichen Kulisse von gut 1200 Zuschauern begann Kempten eigentlich recht flott, spielte offensiv und brachte viele Scheiben aufs Tor. Doch mit der fünften Spielminute riss der Faden im Spiel der Allgäuer komplett. Das 1:0 nach einem Puckverlust im eigenen Drittel schien die Sharks tief zu treffen. Fehler im Spielaufbau, mangelnde Defensivarbeit, Chancen die nicht verwertet wurden, es lief nichts mehr. Dazu minimierte man sich durch Strafen noch zusätzlich was konsequente Erdinger auszunutzen wussten. 4:0 lautete der Stand nach 20 Minuten. Trainer Waibel wechselte den Keeper um der Mannschaft  nochmal ein Zeichen zu setzen. Man begann das Drittel auch durchaus aggressiv, spielte wieder nach vorne und war auch physisch präsent. Anton Zimmer erzielte folgerichtig endlich den ersten Treffer der Allgäuer. Doch schnell nahm man die nächste Strafzeit und kassierte in Unterzahl das 5:1. Somit war der ganze Schwung wieder dahin, zwei weitere Treffer der Gladiators und ein Überzahltor durch Eric Nadeau bescherten das 7:2 zur zweiten Pause. Die zahlreichen mitgereisten Fans aus dem Allgäu forderten lautstark den Einsatz der vierten Reihe, die von Waibel auch regelmäßig Eiszeit bekam. Doch es änderte sich nicht wirklich viel im letzten Abschnitt, auch dieser ging mit 2:1 an die Hausherren die damit den ersten Sieg in der Serie einfuhren. Waibel analysierte in der Pressekonferenz ruhig und sachlich die Fehler seiner Mannschaft, musste auch eingestehen das sein Team kein Playoff Hockey gespielt hat und der Sieg von Erding klar verdient war. Wie er die Mannschaft für das Spiel am Sonntag wieder in die Spur bringen will wird er im Laufe des Wochenendes festlegen. Der Vorteil an den Playoffs ist zumindest dass die Höhe des Erdinger Sieges keine Rolle spielt. Gewinnen die Sharks am Sonntag zu Hause auch nur mit einem Tor Unterschied ist die Serie wieder ausgeglichen und es kommt am Dienstag zu Spiel drei. Dazu bedarf es aber auch einer deutlichen Leistungssteigerung der Truppe um Eric Nadeau, das Team muss sich jetzt an der eigenen Ehre gepackt fühlen und den Fans daheim zeigen das die deutliche Niederlage am Freitagabend nur ein Ausrutscher war

Statistik
TSV Erding – ESC Kempten: 9:3 (4:0,3:2,2:1)

Tore
1:0 Franz (Trox,Michl)(5.)
2:0 Krzizok (Waldhausen,Plihal)(7.)
3:0 Modlmayr (Waldhausen)(19.)
4:0 Zimmermann (Franz,Modlmayr)(20.)
4:1 Zimmer (Revaj,Nadeau)(24.)
5:1 Modlmayr (Busch,Zimmermann)(29.)
6:1 Modlmayr (35.)
6:2 Nadeau (Martynek)(37.)
7:2 Rukajärvi (Franz,Lorenz)(38.)
7:3 Zimmer (Schirrmacher,Maaßen)(49.)
8:3 Modlmayr (Waldhausen)(50.)
9:3 Franz (Krzizok,Plihal)(52.) 

Strafminuten
TSV Erding: 6
ESC Kempten: 10

Zuschauer 1203

PLAYOFFS – MISSION 1000

PLAYOFFS – MISSION 1000

ESC Kempten will im Viertelfinale gegen Erding das Stadion füllen 

Wenn nicht jetzt wann dann, so lautet die Aufforderung der Sharks in den sozialen Netzwerken.

Und nachdem zum Hockey Classic gegen Buchloe im Dezember schon fast 2000 Zuschauer ins Stadion strömten erscheint es doch zum Beginn der Playoffs im Viertelfinale fast wie ein Klacks, geht es doch ab jetzt um alles. Ab sofort sind Vor und Meisterrunde nur noch Geschichte. Alles beginnt bei 0 und jeder hat die gleichen Chancen.

Die schönste Zeit in der Saison beginnt, die Crunchtime, in der es in jedem Spiel um alles geht, jede Niederlage das Saisonaus bedeuten kann. In der die Playoffbärte sprießen, wer rasiert verliert, so lautet der Aberglaube unter den Eishockeycracks. Die Zeit in der aus Männern Helden werden, in der Mannschaften zusammenrücken zu echten Teams, jeder für jeden kämpft und den extra Schritt mehr läuft. In der voller Einsatz und Leidenschaft gefragt sind.

Bis zum letzten Spieltag war nicht klar wer der Gegner der Kemptener im Viertelfinale sein wird, und nach dem Spielabbruch durch einen Schaden am Eis in Schongau mussten alle sogar noch zwei Tage länger warten. Doch seit dem letzten Sonntag ist es fix, mit den Gladiators vom TSV Erding bekommt es das Team um Kapitän Eric Nadeau zu tun. Zwei Spiele gab es in der Vorrunde gegen die Oberbayern, beide gingen an den TSV. Doch viel ist seitdem passiert, in Erding übernahmen nach einem holprigen Start ex Profi und Olympia Silbermedaillengewinner Felix Schütz und Ales Jirik die sportliche Verantwortung, mit Erfolg. Im Laufe der Saison führte der Weg konstant nach oben. In der Meisterrunde schloss man dann mit Platz eins ab. Ein Wiedersehen gibt es gegen Erding auch mit dem ehemaligen Verteidiger und Publikumsliebling bei den Sharks, Roni Rukajärvi.

Für den Kemptener Trainer Harry Waibel sind die Erdinger eine noch unbekannte Mannschaft, als er die Sharks übernahm waren bereits beide Partien absolviert. Trotzdem hat er sich mit seiner Mannschaft natürlich akribisch auf den kommenden Gegner vorbereitet, was im heutigen Video Zeitalter auch normal ist. Gute Erinnerungen hat er aus seiner Zeit in Sonthofen, als er bereits eine Finalserie gegen Erding für sich entscheiden konnte. Bei den Sharks sollten bis auf den verletzten Jakob Nerb alle an Bord sein. Die Vorfreude ist groß, die meisten Spieler konnten ja bereits in der letzten Saison im Halbfinale Bayernliga Playoff  Luft schnuppern und wollen dies auch so lange wie möglich wieder erleben.

Zunächst geht es am Freitag um 20.°° in Erding zum ersten Spiel aufs Eis. Am Sonntag dann um 17.30 das Rückspiel in der ABW Arena. Für Stimmung dürfte gesorgt sein, Erding hat bereits zwei Fanbusse angekündigt, aber die Allgäuer wollen mit der Mission 1000 auch akustisch dagegenhalten und ihr Stadion in einen Hexenkessel verwandeln. Sollte in der „Best of three“ Serie ein drittes Spiel nötig sein um den Halbfinalist zu ermitteln findet dies am Dienstag erneut um 20.°° in Erding statt. In Kempten würde man diesen Erfolg aber lieber schon am Sonntag zuhause feiern.

STARKE LEISTUNG WIRD NICHT BELOHNT

STARKE LEISTUNG WIRD NICHT BELOHNT

ESC Kempten muss sich dem  EHC Königsbrunn mit 1:3 geschlagen geben

Alles in die Waagschale geworfen, vollen Einsatz gezeigt, eine tolle Partie abgeliefert.

Die Zuschauer und Offiziellen in der Kemptener ABW Arena waren sich nach den 60 Minuten gegen Königsbrunn einig. Sie hatten einen hochklassigen Auftritt ihrer Mannschaft gesehen. Auch vom Gästetrainer Robert Linke gab es ein Lob in der Pressekonferenz für einen starke Partie der Sharks. Einzig Punkte gab es dafür keine . Gründe dafür: Zum einen wurden viele gute Chancen nicht verwertet oder der starke Stefan Vajs im Gästetor rettete sein Team. Zum anderen: Die gnadenlose Effizienz des Königsbrunner Paradestücks, der ersten Reihe mit Marco Sternheimer, Tim Bullnheimer und Max Lukes. Wann immer die drei auf dem Eis waren strahlten sie Gefahr aus. Diese Reihe ist eingespielt, da sitzen Lauf und Passwege und mit ihrer Schnelligkeit stellen sie jeden Gegner vor Schwierigkeiten. So ist es nicht verwunderlich das Lukes alle drei Treffer auf Vorarbeit seiner Reihe erzielte. Während Kempten ein sehr gutes erstes Drittel spielte, aber versäumte in Führung zu gehen fälschte Lukes einen Schuss unmittelbar vor Drittelende zur Gästeführung ab. Nach dem 0:2 in Minute 24 nahm Harry Waibel seine Auszeit um die Jungs wieder in die Spur zu bringen. Dies gelang auch und nach dem 1:2 Anschlusstreffer durch Max Schäffler keimte wieder Hoffnung auf im Lager der Allgäuer. Doch wie schon oft in dieser Saison fing man sich nur eine Minute danach das 1:3 ein, den Endstand. Kempten gab im letzten Drittel nochmals ordentlich Gas, konnte das Ergebnis aber nicht mehr korrigieren. Alles in allem trotzdem ein starker Auftritt der Vorfreude auf die am Freitag beginnenden Playoffs macht. Eigentlich sieht es nach Erding als Viertelfinalgegner aus, da die Partie Schongau gegen Ulm aber wegen Problemen mit dem Eis abgebrochen werden musste ist nun alles noch offen. Theoretisch könnte Schongau mit einem hohen Sieg im Nachholspiel am Sonntag noch auf Platz eins klettern und dann würde es für die Sharks gegen die Mammuts gehen. Als bleibt es weiter spannend und heißt somit: Warten auf Sonntagabend.

Statistik
ESC Kempten – EHC Königsbrunn 1:3  (0:1,1:2,0:0)

Tore
0:1 Lukes (Sternheimer,Veisert)(20.)
0:2 Lukes (Bullnheimer,Sternheimer)(24.)
1:2 Schäffler (Seider,Grözinger)(31.)
1:3 Lukes (Bullnheimer,Sternheimer)(32.).

Strafminuten
ESC Kempten: 4
EHC Königsbrunn: 6

Beste Spieler
ESC Kempten: Maximilian Schäffler
EHC Königsbrunn: Max Lukes

Zuschauer 538

DIE HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ

BLICK IN DIE GLASKUGEL

BLICK IN DIE GLASKUGEL

Sharks warten auf ihren Gegner fürs Viertelfinale und empfangen dabei Königsbrunn

Eine Hellseherin könnte beim Blick in ihre Glaskugel vielleicht schon sehen oder zumindest erahnen wer der Gegner in der ersten Playoff Runde für den ESC Kempten wird.

Da wir uns aber nicht auf dem Jahrmarkt befinden sondern in der  Eishockey Bayernliga gelten andere Bedingungen, nämlich die nackten Zahlen der Tabelle. Und die lässt vor dem letzten Spieltag der Meisterrunde allerlei Zahlenspiele und Konstellationen zu. In der Gruppe B können sich sowohl Amberg wie auch Erding und Schongau noch Hoffnung auf Platz eins machen. Lediglich Ulm kann den Platz an der Sonne nicht mehr erreichen. Platz zwei ist für die Devils aber noch drin, dafür braucht es am Freitagabend einen Sieg der Donaustädter in Schongau und eine gleichzeitige Niederlage von Amberg gegen Erding. Sollte das so eintreten wäre sogar das Derby Ulm – Kempten noch möglich, sollte Kempten auf dem dritten Platz ins Ziel kommen. Für die Fans und Kassierer beider Teams natürlich das Wunschlos. Hierzu braucht es allerdings auch einen Sieg der Allgäuer gegen den aktuellen Ersten Königsbrunn und eine Heimniederlage der Miesbacher gegen Peißenberg. Dabei muss auch noch das vier Tore schlechtere Torverhältnis gegenüber Miesbach aufgeholt werden. Und das Team von Dino Baindl möchte natürlich selbst mit einem Sieg über die Miners Platz zwei und das damit verbundene Heimrecht  holen.

Viel zu viele Hätte, Wenn und Aber also um auch nur irgendeine Vorhersage zu treffen. Immer noch kann Kempten auf alle vier Teams der Gruppe B treffen. Wunschgegner gibt es eh keine, jedes Team das in der Meisterrunde steht hat das Zeug jeden anderen zu schlagen, siehe der Sieg über den Vorrundenprimus Miesbach am letzten Sonntag. Wenn Einsatz, Willen und Teamgeist stimmen ist alles drin.

Zum Abschluss empfängt man am Freitagabend um 20.°° den EHC Königsbrunn in der ABW Arena. Der Spielbeginn eine halbe Stunde später als in Kempten üblich wird vom BEV für alle Partien zwecks der Chancengleichheit so festgelegt.

Ein dicker Brocken, der da auf die Sharks wartet. Mit 4 Siegen aus 5 Spielen steht man souverän auf Platz eins, die Heimniederlage gegen Peißenberg am letzten Freitag kam für viele überraschend. Zweimal wurde der TEV Miesbach besiegt, was die Stärke der Mannschaft von „Bobby“ Linke unterstreicht. Der Kader der Brunnenstädter ist über jeden Zweifel erhaben, mit jungen ehemaligen Profispielern hat man sehr viel Tempo und Technik im Team, dazu kommen erfahrene Cracks und mit Stefan Vajs ein starker Rückhalt im Tor. Um solch eine Mannschaft zu schlagen muss alles passen. Und genau dies möchten die Jungs von Harry Waibel am Freitagabend schaffen, vor allem auch um mit einem Erfolgserlebnis in die am darauffolgenden Wochenende beginnenden Playoffs zu starten.

Spätestens um 22.30 wird man auch endlich wissen welchen Gegner die Glaskugel dann für Kempten ausgespuckt hat.

U17 GEGEN EHC KLOSTERSEE

U17 GEGEN EHC KLOSTERSEE

Die Kemptener U 17 traten mit reduziertem Kader am Samstag zu Hause gegen Klostersee an.

Niklas Lipp war noch gesperrt. Nikolaj Obornik fällt den Rest der Saison verletzungsbedingt aus und die Hochspieler aus der U 15 David Strohscherer und Dominik Dörfler hatten selbst ein Spiel am Samstag.

Klostersee konnte früh in Führung gehen. Fabian Mayer kämpfte sich alleine vors gegnerische Tor und glich aus. Klostersee kam wieder in Führung. Kempten geriet in doppelte Unterzahl und verteidigte mit nur noch drei Feldspielern. Trotz der Unterzahl findet Roman Schwarz den Weg zum Tor und gleicht wieder aus. Klostersee ging kurz darauf wieder in Führung. Kempten war wieder in Unterzahl und Klostersee zog auf 2:4 davon. Nun war die ESC – Mannschaft konfus und kassierte zum Drittelende noch das 2:5.

Im zweiten Drittel war die Kemptener Mannschaft wieder hoch konzentriert. Dennoch trifft Klostersee nach einer sehr ausgeglichenen Drittelhälfte zum 2:6. Kempten trotzt dennoch der vermeintlichen Übermacht und spielt sehenswerte Kombinationen. Lediglich das Tor will nicht fallen. Zum Drittelende zieht Klostersee mit 2:7 davon.

Trotz des Spielstands nahmen die jungen SHARKS im letzten Drittel den Kampf wieder auf. Fabian Mayer dengelte den Puck unhaltbar ins gegnerische Tor. 3:7. Das Spiel wurde ruppiger. Markus Walter lieferte sich mit dem Mannschaftskapitän von Klostersee einen handfesten Faustkampf. In Überzahl erhöhte Klostersee auf 3:8. Fabian Mayer belohnte sich selbst mit einem Hattrick und schoss das 4:8. Maxim Enders traf den Pfosten. Wieder war Kempten in doppelter Unterzahl und Klostersee machte den Endstand mit einem umstrittenen Tor zum 4:9 fix.

Die Zuschauer sahen ein schnelles Eishockeyspiel und eine Kemptener Mannschaft, die trotz des hohen Rückstands den Kampf bis zum Ende führte.

VIERTE REIHE BRINGT DIE WENDE

VIERTE REIHE BRINGT DIE WENDE

Sharks drehen einen 0:4 Rückstand gegen Miesbach in einen 7:6 Sieg in der Overtime

Was für ein Abend in der Kemptener ABW Arena.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle für alle Zuschauer, Trainer und Spieler. Und wenn ein Spiel perfekt in die aktuelle Faschingszeit passt, dann dieses. Nein, Narren standen da ganz sicher nicht auf dem Eis. Aber es war wirklich alles drin was ein Topspiel und eine geile Party ausmachen. Eine Gastmannschaft welche die ersten 30 Minuten fast nach Belieben dominiert. Ein bärenstarker Ausnahmestürmer Patrick Asselin, den man keine Sekunde aus den Augen verlieren darf und der kaum eine Chance liegenlässt und drei Tore erzielte. Ein Trainer Harry Waibel, der ab dem zweiten Drittel Risiko ging, seine vierte Reihe mit Linus Voit, Phillip Zeiske und Jakub Revaj durchgängig zum Einsatz brachte um den ersten drei Reihen zu zeigen, es geht doch was, und damit Recht hatte. Eine Kemptener Mannschaft die 0:4 und 2:5 Rückstände wegsteckte und je länger das Spiel ging immer mehr die Oberhand gewann. Wunderschön herausgespielte und abgeschlossene Treffer. Einen Verteidiger Kodi Schwarz der vor Spielfreude sprühte und mit zwei Treffern und drei Assists großen Anteil am Erfolg hatte. Endlich der erste Sieg in der Meisterrunde. Eine Verlängerung in der Miesbach in den gesamten 68 Sekunden nicht einmal in Puckbesitz kam und die von Raphael Gosselin nach seinem alleingang mit einem traumhaften Treffer entschieden wurde. Und zwei Trainern, die bei der Pressekonferenz sichtlich noch nicht ganz verarbeitet hatten was in den 62 Minuten zuvor alles auf dem Kemptener Eis passiert war. Einziger wirklicher Kritikpunkt an diesem Abend war der Zuschauerzuspruch, lediglich 354 Besucher fanden den Weg in die ABW Arena zu einem Spiel das wesentlich mehr verdient hätte.

Kempten begann nach dem starken Spiel am Freitag in Miesbach deutlich zurückhaltender und lag schnell mit 0:2 in Rückstand. Grund genug für Harry Waibel bereits jetzt den Torhüter zu wechseln, David Blaschta musste für Danny Schubert Platz machen. Miesbach weiterhin im Vorwärtsgang, die Sharks oft einen Schritt zu spät und nicht nah genug am Gegner. Eine Top Mannschaft wie Miesbach nutzt diese Räume gnadenlos aus und nach 21 Minuten stand ein ernüchterndes 0:4 auf der Anzeigetafel. Waibel zog seinen Joker, die vierte Reihe. Der Auftrag war klar, Vollgas geben, Miesbach beschäftigen und die ersten drei Reihen mitreißen, so seine Aussage nach dem Spiel. Und dies klappte auch prima, die drei Stürmer zeigten sich laufstark und einsatzfreudig. Als Lohn für den starken Auftritt bekamen sie bis Spielende ihre Einsatzzeit. Und nachdem Max Schäffler endlich den ersten Kemptener Treffer erzielt hatte legte Phillip Zeiske wunderbar für Linus Voit auf der kein Problem hatte die Scheibe ins leere Tor zu versenken. Doch der nie zu bremsende Asselin stellte den Gästevorsprung wieder auf drei Treffer. Doch Kempten hatte längst Blut geleckt und gespürt das da noch was geht. Das Spiel ging jetzt zum größten Teil nur noch in Richtung Gästetor. Kodi Schwarz mit dem 3:5 und nur kurz darauf erneut Schäffler mit einem Hammer Onetimer zum 4:5 brachten die Halle zum kochen, nun waren auch die Fans wieder da und trieben ihr Team nach vorne. Der Knoten schien endlich geplatzt, denn auch Rostislav Martynek trug sich in die Liste der Torschützen ein. 5:5 nach 52 Minuten, damit hatte nach dem 0:4 wohl keiner in der Arena gerechnet. Und es kam noch besser, nachdem Michel Maaßen an Janik Engler im Miesbacher Gehäuse scheiterte hob Kodi Schwarz die Scheibe fast von der Torlinie mit der Rückhand sehenswert unter die Latte. Der Jubel kannte keine Grenzen, aber wie es in diesem Spiel fast sein musste glich Miesbach nur eine Minute später wieder aus. Im vierten Spiel der beiden Gegner musste also bereits zum dritten Mal die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Und hier zeigte es sich wie wichtig ein Bullygewinn ist. Von der ersten Sekunde an die Sharks im Puckbesitz. Gosselin war es dann der aus dem Mitteldrittel sein Solo startete, den Torhüter verlud und die Scheibe in den rechten Winkel hob. Endlich der erste Sieg, endlich der Lohn für gute Spiele und viel Einsatz. Auch wenn vor dem letzten Spiel am nächsten Freitag gegen Königsbrunn kaum eine Verbesserung in der Tabelle möglich ist, zeigt der Weg so kurz vor dem Playoff Viertelfinale in die richtige Richtung.

 

Statistik
ESC Kempten – TEV Miesbach  7:6 n.V. (0:3,2:2,4:1,1:0)

Tore
0:1 Feuerreiter (Slavicek,März)(2.)
0:2 Nowak (9.)
0:3 Asselin (Endress,März)(14.)
0:4 Asselin (März,Feuerreiter)(21.)
1:4 Schäffler (Oppenberger,Schwarz)(28.)
2:4 Voit (Zeiske)(29.)
2:5 Asselin (Deml)(33.)
3:5 Schwarz (Grözinger,Schäffler)(45.)
4:5 Schäffler (Oppenberger,Schwarz)(48.)
5:5 Martynek (Gosselin,Zimmer)(52.)
6:5 Schwarz (Maaßen,Schirrmacher)(54.)
6:6 Slavicek (Grabmaier,Mechel)(55.)
7:6 Gosselin (Grözinger,Schwarz)(62.)

Strafminuten
ESC Kempten: 6
TEV Miesbach: 2

Beste Spieler
ESC Kempten: Kodi Schwarz
TEV Miesbach: Sebastian Deml

Zuschauer 354

HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ

SHARKS VOM PECH VERFOLGT

SHARKS VOM PECH VERFOLGT

ESC Kempten unterliegt dem TEV Miesbach nach starkem Spiel mit 4:3 nach Verlängerung

Wie nicht anders zu erwarten kamen die Hausherren mit ordentlich Dampf aus der Kabine und setzten sich ein ums andere Mal im Kemptener Drittel fest, ohne allerdings gute Chancen zu kreieren. Die größte Chance hatte dagegen nach zwei Minuten Raphael Gosselin, völlig frei vor dem Tor scheiterte er am Schlussmann Janik Engler. Besser machte es eine Minute später Nikolas Oppenberger, von Mauro Seider mit einem Traumpass auf die Reise geschickt zog er allein auf und davon und erzielte die Führung für die Sharks. Kempten nun besser im Spiel, trotzdem blieb der TEV druckvoll und gefährlich. Schreckmoment dann zur Mitte des ersten Drittels, Jakob Nerb im Kemptener Tor musste verletzt vom Eis. Doch David Blaschta war sofort hellwach und entschärfte alle weiteren Chancen der Miesbacher im ersten Abschnitt. Auf der anderen Seite konnte Max Schäffler die Führung der Sharks aus dem Gewühl heraus sogar auf 0:2 ausbauen.

Miesbach kam wieder mit Druck aus der Kabine und nutzte nach nur einer Minute einen Scheibenverlust der Sharks zum Anschlusstreffer. Als gleich zwei Kemptener auf der Strafbank saßen dann der Ausgleich zum 2:2. Immer noch mit einem Mann in Unterzahl startete Nikolas Oppenberger alleine auf und davon und konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den verhängten Penalty brachte er dann leider nicht im Tor unter. Und quasi im Gegenzug die erstmalige Führung der Oberbayern. Doch Kempten ließ sich nicht beeindrucken und nutzte sein erstes Überzahlspiel zum 3:3 durch Eric Nadeau, der einen Abpraller nach einem Schuss von Raphael Gosselin über die Linie drückte. Das Spiel nun wieder offen mit Chancen auf beiden Seiten aber keinen Toren mehr vor dem Schlussabschnitt. Auch im letzten Drittel ein ausgeglichenes Spiel mit viel Tempo und Gelegenheiten für beide Teams, aber nichts zählbares mehr so dass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Und hier war einmal mehr das Glück auf der Seite des Gegners. Matthias Bergmann schlenzte die Scheibe einfach mal aufs Tor und Patrick Asselin fälschte unhaltbar ab.

Harry Waibel war im großen und ganzen auch zufrieden mit seiner Mannschaft. Vieles wurde richtig gemacht, einzig im zweiten Drittel machte es man den Miesbachern bei den ersten beiden Treffern zu leicht. Kempten lieferte eine tolle Begegnung ab. Mit dem Primus der Vorrunde hatte man einen starken Gegner, kämpfte mit viel Herz und Einsatz, blockte Schüsse, fuhr Checks. Und nahm zumindest einen Punkt mit nach Hause. Es war wieder ein guter Schritt vorwärts der Hoffnung für die nächsten Spiele macht. Bereits am Sonntag gibt es die Chance Revanche zu nehmen wenn Miesbach in der ABW Arena antritt

Statistik
TEV Miesbach – ESC Kempten: 4:3 n.V. (0:2,3:1,0:0,1:0)

Tore
0:1 Oppenberger (Seider)(4.)
0:2 Schäffler (Grözinger,Landerer)(14.)
1:2 März (22.)
2:2 Endress (Bergmann,Asselin)(24.)
3:2 Feuerreiter (31.)
3:3 Nadeau (Gosselin,Schwarz)(34.)
4:3 Asselin (Bergmann)(61.) 

Strafminuten
TEV Miesbach: 10
ESC Kempten: 10

Beste Spieler
TEV Miesbach: Patrick Asselin
ESC Kempten: Eric Nadeau

Zuschauer 393

DIE HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ

TOP TEAM IM DOPPELPACK

TOP TEAM IM DOPPELPACK

ESC Kempten bekommt es zweimal mit Miesbach zu tun

Als vor kurzem die U17 des ESC gegen den Nachwuchs des TEV Miesbach ran musste war auch Michael „Dino“ Baindl, Trainer der Miesbacher Ersten mit im Allgäu. Wenn es Zeit und Spielplan zulassen fungiert er dort bei der U 17 als Coach. Beim Fachsimpeln nach der Begegnung kam das Gespräch natürlich auch auf die anstehenden Begegnungen seines Teams gegen Kempten in der Meisterrunde. Nachdem man sich bereits in der letzten Saison sechsmal gegenüberstand kommt es in dieser Spielzeit auch schon wieder zu den Duellen Nummer 3 und 4. Zehnmal trifft man also innerhalb von nur zwei Jahren aufeinander und für Baindl ist Kempten auch die Mannschaft gegen die er als Coach der Miesbacher mit Abstand am öftesten gespielt hat. Man kennt sich also schon gut im Vorfeld des Doppelwochenendes. Weiß die Stärken und Schwächen seines Gegners gut einzuschätzen. Wobei das Team von der Schlierach nicht wirklich Schwächen aufweist, zu souverän marschierten sie durch die Vorrunde. Eine eingespielte Truppe mit etlichen Leistungsträgern, dazu noch starke Kontingentspieler. Nachdem Bobby Slavicek sich in der Vorrunde verletzte wurde kurzerhand Patrick Asselin wieder reaktiviert. Nun ist Slavicek wieder fit. Dazu kommt mit Ales Furch ein weiterer starker Konti, so dass Baindl die Qual der Wahl hat wen er zum Einsatz bringt.

Während man in der letzten Saison zwei Heimsiege gegen Miesbach feiern konnte gab es in dieser Saison bis jetzt zwei Niederlagen. Wobei man beim Spiel in Miesbach bis zur 45. Minute mit 4:0 in Führung lag und das Spiel eigentlich über die Zeit hätte bringen müssen. Dem Sturmlauf der Hausherren zum Spielende konnte man aber nicht komplett standhalten und musste mit einer 5:4 Niederlage nach Verlängerung mit nur einem Punkt den Heimweg antreten.   

Miesbach hat am letzten Wochenende beide Spiele gegen das „Starensemble“ aus Königsbrunn verloren und wird mit Sicherheit mit viel Engagement gegen die Sharks auflaufen um die verlorenen Punkte wieder gut zu machen.

Kempten wird seinerseits dagegenhalten um endlich die ersten Punkte in der Meisterrunde einzufahren. Große Hoffnung liegt dabei auch auf Nikolas Oppenberger.

„Wir sind sehr froh das er wieder zurück im Kader ist. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Übersicht ist er eine deutliche Verstärkung für uns. Er kurbelt das Spiel nach vorne unermüdlich an und arbeitet zusätzlich auch sehr gut nach hinten. Mit seiner Unberechenbarkeit bindet er häufig zwei gegnerische Verteidiger und entlastet so auch seine Mitspieler. Er hat uns in den letzten Wochen sichtbar gefehlt“

Jetzt muss es nur noch mit dem Tore schießen klappen. Am letzten Wochenende haperte es in Peißenberg einzig und allein am Abschluss, sonst wäre das Spiel zu gewinnen gewesen. Wenn dieser Knoten auch endlich mal platzt sind endlich Punkte drin. Warum nicht gerade gegen Miesbach, die Oberbayern haben die Favoritenrolle und das Team von Harry Waibel kann befreit aufspielen. Am Freitag ist um 20.°° Spielbeginn im Miahelfnzam Stadion. Das Rückspiel findet dann am Sonntag um 17.30 in der Kemptener ABW Arena statt.

Eine interessante Partie steht in Kempten  auch am Samstag um 17.°° auf dem Programm wenn die U17 der Sharks in der Bayernliga den EHC Klostersee empfängt.

SHARKS LADIES HABEN EINEN LAUF

SHARKS LADIES HABEN EINEN LAUF

7:0 Sieg gegen EV Ravensburg

Dritter Sieg in Serie bringt die Tabellenführung

Es könnte kaum besser laufen für die Allgäuerinnen, dreimal in Folge als Sieger vom Eis, dreimal in Folge zu Null gespielt und dabei selbst 29 Treffer erzielt. Als Lohn steht dafür aktuell Platz eins nach vier Spielen in der Landesliga Platzierungsrunde. Eigentlich Gründe genug um rundum zufrieden zu sein, doch Trainer wären keine Trainer wenn sie nicht immer noch Potential zur Verbesserung sehen würden. So auch das Kemptener Trainergespann Rainer Nittel und Max Berger, die sich gegen die mit nur neun Feldspielerinnen angereisten Oberschwäbinnen eine konsequentere Umsetzung ihrer Vorgaben gewünscht hatten. Doch angesichts des klaren Sieges ist das natürlich auch Jammern auf hohem Niveau.

Von Beginn an die Lady Sharks klar überlegen.

Schon nach zehn Minuten stand eine 3:0 Führung auf der Anzeigetafel , herausgeschossen durch Carolina und Sonja Kullmann sowie Daniela Grajewski. Mit der klaren Führung im Rücken und angesichts des schmalen Ravensburger Kaders riefen die Kemptenerinnen nicht 100% ab, hatten die Partie aber jederzeit im Griff.  Geli Fischer mit einem Doppelpack im zweiten Drittel sowie Jenny Russler mit ebenfalls zwei Treffern im letzten Abschnitt schraubten das Resultat auf 7:0 hinauf. Ravensburg fiel mehr und mehr durch eine ruppige Gangart auf, mit gleich drei Strafen wegen Bandenchecks allein im letzten Drittel dezimierten sie sich immer wieder zusätzlich.

Unterm Strich stehen weitere drei Punkte und nur lachende Gesichter ob des klar verdienten Sieges. Bereits am 26.02 kommt es zum Rückspiel in Ravensburg. Mit einem Sieg dort könnten die Lady Sharks einen großen Schritt zur Verteidigung der Tabellenführung machen bevor es dann im letzten Spiel zuhause gegen München wohl ein Finale um den Gruppensieg gibt.

Statistik
ESC Kempten – EV Ravensburg:7:0 (3:0,2:0,2:0)

Tore
1:0 Kullmann C. (Kullmann S.)(4)
2:0 Grajewski (Kullmann C.)(6.)
3:0 Kullmann S. (Kullmann C.)(10.)
4:0 Fischer (König)(23.)
5:0 Fischer (Schmid,Russler J.)(40.)
6:0 Russler J. (Kullmann C.)(45.)
7:0 Russler J. (46.).

Strafminuten
ESC Kempten: 10
EV Ravensburg: 14

Zuschauer  ca. 40