Hüttenzauber zeigt sich wenig zauberhaft

Hüttenzauber zeigt sich wenig zauberhaft

ESC Kempten zieht vor toller Kulisse mit 1:3 den Kürzeren gegen Landsberg

 

Es war angerichtet in und um die ABW Arena in Kempten. Aus einem Hüttendorf auf dem Parkplatz vor der Arena wurden die zahlreichen Besucher mit leckerem Essen und Getränken versorgt.

Die Sharks luden zum Derby gegen Landsberg unter dem Motto „Hüttenzauber Game“ und die Eishockeyfans kamen in Vorfreude auf eine spannendes Match gegen den alten Rivalen vom Lech. Auch die  ca. 250 Anhänger der Riverkings sorgten für einen tollen Rahmen, insgesamt konnten die Sharks über 1300 Besucher begrüßen.

Einzig das folgende Bayernligaspiel konnte den Erwartungen nur bedingt standhalten. Kempten war bemüht und kämpfte über 60 Minuten, was aber gegen ein gut eingestelltes Gästeteam nicht ausreichte. Die Geschichte dieses Spieles ist schnell erzählt. Die Führung aus der siebten Minute durch Linus Voit sollte eigentlich Rückenwind geben, aber bereits in der ersten Unterzahlsituation fing man sich den Ausgleich ein. Ein weiterer Treffer vor der Pause stellte bereits die Weichen in Richtung Landsberger Sieg. Das 1:3, erneut in Kemptener Unterzahl bedeutete bereits nach den 29 Minuten den Endstand in der Partie. Kempten hatte an diesem Abend nicht die richtigen Mittel parat gegen eine gut und diszipliniert spielende Landsberger Mannschaft. 30 Minuten hätte man noch Zeit gehabt das Spiel zu drehen, aber es war der Wurm drin an diesem Abend. Landsberg nahm die drei Punkte verdient mit nach Hause, waren sie doch in allen Belangen überlegen. Für die Sharks war es nun die vierte Niederlage aus den letzten sechs Spielen und damit verbunden nur noch Tabellenplatz vier. Das Programm in den nächsten Tagen mit dem Derby gegen Buchloe und den Auswärtsspielen in Erding und Waldkraiburg ist mehr als knackig, es ist an der Zeit wieder einen Schritt vorwärts zu machen um nicht noch weiter abzurutschen und die Playoffquali zu gefährden.

Statistik
ESC Kempten – HC Landsberg 1:3(1:2,0:1,0:0)

Tore
1:0 Voit (Mische,Schäffler)(7.)
1:1 Wagner (Östling,Schadel)(12.)
1:2 Grözinger (Wagner,Wedl)(17.)
1:3 Wagner (Östling,Schadel)(29.) 

Strafminuten
ESC Kempten: 14
HC Landsberg: 10

Beste Spieler
ESC Kempten: Linus Voit
HC Landsberg: Moritz Borst

Zuschauer 1337

Die Seuche reißt nicht ab

Die Seuche reißt nicht ab

Kemptener Rumpftruppen holt wichtige drei Punkte in Pfaffenhofen

Es ist schwierig zu beschreiben welche Probleme die Sharks zur Zeit mit ihren Ausfällen haben ohne in ein ständiges Jammern zu verfallen. Aber auch Trainer Sven Curmann, der die fehlenden Spieler normalerweise nicht thematisiert kam nicht daran vorbei in der Pressekonferenz nach dem Spiel zu bemerken dass er eine solche Situation noch nicht erlebt hat. Unter der Woche mit 5 bis 8 Spielern im Training entscheidet sich  immer erst nach den Abschlusstrainings am Donnerstagabend wer tatsächlich bei den Spielen im Kader steht. Die gute Nachricht an diesem Wochenende: Max Miller und David Mische sind zurück aus dem Krankenlager. Aber kein Licht ohne Schatten, jetzt hat es Nikolas Oppenberger und Mauro Seider erwischt. Die Rotation in den Reihen geht also unvermindert weiter, dazu fehlen die schon langer fehlenden Nikolai Streif, Tomas Kulhanek und Filip Kokoska. Gerade die beiden Kontis werden zur Zeit schmerzlich vermisst, auch wenn der Rest des Kaders eine gute Qualität aufweist. Also los ins Auswärtsspiel vor gerade einmal 100 Zuschauern bei den unbequemen Pfaffenhofenern, wieder mit geänderter Aufstellung. Die Hogs haben in dieser Saison schon mehr als einen der arrivierten Bayernligisten geärgert, durften also auf keinen Fall unterschätzt werden. Der erste Abschnitt verlief auch offen und ausgeglichen. Anton Zimmer brachte seine Farben zwar in Führung, doch in Unterzahl musste man noch unmittelbar vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Vorentscheidend dann eine 5 Minuten Strafe gegen Pfaffenhofen nach einem harten Bandencheck gegen Linus Voit. Die Special Teams lieferten und Sergei Topol sowie Florian Stauder  nutzten die Überzahl um Kempten mit

zwei Treffern in Führung zu schießen. Die Sharks spielten die Partie nun clever nach Hause, Daniel Rau und Timo Schirrmacher legten zwei weitere Treffer nach, hinten hielt der überragende Danny Schubert seinen Laden dicht und ließ keinen Treffer der Hausherren mehr zu.

Aufgrund der dünnen Spielerdecke und der engen Tabellensituation drei ganz wichtige Punkte die den Weg mit ins Allgäu nehmen. Bereits am Sonntag um 17.30 wartet mit dem Hüttenzauber Spiel gegen den HC Landsberg eine weitere schwere Aufgabe auf das Team um Kapitän Daniel Rau.

Statistik:

EC Pfaffenhofen – ESC Kempten 1:5(1:1,0:2,0:2)

Tore:

1:0 Zimmer (Miller,Marquardt)(12.),

1:1 Eckl (Neubauer,Hätinen)(20.),

1:2 Topol (Zimmer)(34.),

1:3 Stauder (Topol,Rau)(36.),

1:4 Rau (Höfler)(46.),

1:5 Schirrmacher (Marquardt)(58.).

Strafminuten:

EC Pfaffenhofen:15

ESC Kempten:6

Zuschauer: 100

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Doch bevor die Eventgames rund um Weihnachten anstehen wartet noch der EC Pfaffenhofen

Die Eishogs sind eines der Teams welches man auf keinen Fall unterschätzen darf. Wohin das führen kann haben die Auftritte der Kemptener bei den Mannschaften vom Tabellenende gezeigt, In Schweinfurt gab es eine vermeidbare Niederlage und auch gegen Klostersee zog man zuhause den Kürzeren. Und auch wenn man das Hinspiel gegen Pfaffenhofen in der ABW Arena zweistellig gewonnen hatte so sagt dies doch gar nichts aus über deren Stärke, bereits im nächsten Spiel schickten sie selbst die Grafinger mit einem 7:0 Sieg nach Hause. Aber Sven Curmann ist erfahren genug und wird seine Jungs entsprechend einstellen und vorbereiten auf das Spiel an der Ilm.

Am Sonntag um 17.30 steigt dann das erste von zwei Mottospielen in der Weihnachtswoche. Der Kracher gegen den altbekannten HC Landsberg steht unter dem Motto „Hüttenzauber“. Sportlich gibt es nicht viel zu sagen zum Derby zwischen Iller- und Lechstädtern. Es darf ein heißer Fight erwartet werden wenn die Riverkings mit sicher stattlichem Anhang im Schlepptau im Allgäu aufschlagen. Ab 15.°° startet das Hüttendorf auf dem Parkplatz vor dem Stadion unter dem Motto: Von Fans für Fans. Von Bier, Glühwein Alkoholfreiem und Punsch über Schupfnudeln, Steak, Wurst, Waffeln und Popcorn gibt es reichlich Leckereien für alle Fans aus nah und fern.

Für die Sharks ein richtungsweisendes Wochenende, nach dem man am vorherigen nur einen Punkt ergattern konnte ist der Vorsprung auf die Mittelfeldplätze dahingeschmolzen. Aktuell steht immer noch Platz 3 zu Buche, es sind aber auch nur 6 Punkte Vorsprung auf den letzten Preplayoffplatz 10.

Bayernligahockey gibt es auch am Samstag in der ABW Arena zu sehen. Die Lady Sharks empfangen den ETC Crimmitschau um 17.°° zum Rückspiel. Erst vor zwei Wochen hatte man die Partie bei den Westsachsen zweistellig für sich entscheiden können. Aufgrund einer heftigen Grippewelle wurde die Mannschaft von Max Berger aber danach stark dezimiert, am letzten Wochenende konnte man nicht genügend Spielerinnen aufbieten und musste die Begegnung gegen Kaufbeuren absagen. Nun sollte aber wieder eine spielfähige Truppe auf dem Eis stehen und die nächsten Punkte im Kampf um die Tabellenführung einfahren.

Bereits jetzt laufen schon die Vorbereitungen für das Warrior Hockey Classic am 27.12 auf Hochtouren. Beim Allgäu Derby gegen den ESV Buchloe wird ebenfalls das Hüttendorf vor der Arena bewirtschaftet. Dazu gibt es aber noch weitere Highlights rund um die Begegnung die für einen guten Zweck ausgetragen wird. Das Charity Game veranstaltet man gemeinsam mit den langjährigen Freunden der berühmten Kemptener Rockband Sub-Zero sowie Hockey for Hope für die Allgäuer Behinderten und die Lebenshilfe. Bereits am 21.12. findet im Jugendhaus Kempten ein Rockkonzert ebenfalls für den guten Zweck statt. Und auch am 27.12. werden in der ABW Arena Spenden für den guten Zweck gesammelt. Gemeinsam mit 2024 Zuschauern wollen die Sharks das Jahr in ihrer Heimatstadt beenden und dabei einen dicken Batzen für den guten Zweck sammeln. Und jeder der eines der Hockey Classics rund um Weihnachten in den letzten Jahren besucht hat weiß was geboten ist, Toller Sport bei bester Stimmung in einem vollen Stadion. Und alles für den guten Zweck, Eishockeyherz was willst Du mehr.

Derby bietet Hochspannung bis zur letzten Sekunde

Derby bietet Hochspannung bis zur letzten Sekunde

ESC Kempten unterliegt beim VfE Ulm/Neu-Ulm mit 3:2

Kemptens Coach Sven Curmann ging mit dem gleichen Kader in das Derby der bereits am Freitag gegen Peißenberg auf dem Eis stand. Die Gastgeber mussten nach einer handfesten Massenkeilerei am Freitagabend bei ihrem Spiel in Klostersee gleich auf drei gesperrte Akteure verzichten, darunter auch Stammtorhüter David Heckenberger.

Von Beginn an entwickelte sich ein flottes Spiel mit Chancen für beide Teams. Ulm hatte die etwas besseren Gelegenheiten, aber auch die Sharks tauchte immer wieder gefährlich vor dem Devils Tor auf. Der einzige Treffer fiel dann auch für Ulm zur verdienten 1:0 Pausenführung. Martin Podesva war es, der mit einem Penalty Sharks Keeper Jakob Nerb verlud und eiskalt abschloss. Hohes Tempo von beiden Mannschaften bestimmte das Mitteldrittel, beide Goalies standen immer wieder im Mittelpunkt. Und auch die Strafzeiten häuften sich, so dass die Special Teams für die entscheidenden Momente verantwortlich waren. Zunächst konnte Anton Zimmer in eigener Unterzahl nach schönem Zusammenspiel mit Florian Höfler den Ausgleich erzielen. Aber auch die erneute Führung der Gastgeber musste man mit einem Mann weniger auf dem Eis hinnehmen. Jakob Nerb konnte einen gefährlich abgefälschten Schuss noch abwehren, hatte gegen den Nachschuss aber keine Chance mehr. Mit dem knappen Rückstand ging es für das Team von Sven Curmann in den Schlussabschnitt. Auch im letzten Drittel war es von beiden Teams ein Spiel mit offenem Visier. Mit viel Tempo nach vorne waren Beide darauf aus das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Turm in der Schlacht war auf Kemptener Seite immer wieder Jakob Nerb, auf der anderen Seite scheiterten die Angreifer der Sharks aber auch immer wieder an Maximilian Güssbacher im Devils Tor. Podesva mit seinem zweiten Treffer sorgte bereits für die Vorentscheidung in der engen Partie. Nikolas Oppenberger gelang mit einer Energieleistung zwar noch der Anschluss zum 3:2 aber allen weiteren Bemühungen zum Trotz schaffte man den Ausgleich nicht mehr. Auch mit einem zusätzlichen Angreifer reichte es in den letzten beiden Minuten nicht zum 3:3. In allerletzter Sekunde streifte ein Schuss von Daniel Rau noch knapp am Tor vorbei. Ulm feierte den Derbysieg ausgelassen während die Allgäuer sich zum ersten Mal mit nur einem Punkt an einem Wochenende zufriedengeben müssen. Der Ausfall zu vieler Spieler macht sich auf Dauer doch bemerkbar, gerade die Kontingentspieler fehlen in solch engen Spielen. Heute gegen Ulm, am Freitag gegen Peißenberg und auch zuvor in Schweinfurt machten beim Gegner die Kontis den Unterschied und entschieden die Spiele. Kempten muss seit Wochen ohne Imports auskommen und leistet mit dem verbliebenen Kader Woche für Woche tolle Spiele ab. Auch in Ulm wurde aufopferungsvoll gekämpft, letztendlich fehlte dann aber auch das letzte Quäntchen Glück im Abschluss. Nun heißt es wieder regenerieren, unter der Woche gut arbeiten um am nächsten Wochenende in Pfaffenhofen wieder angreifen zu können. Und vielleicht schafft es ja der ein oder andere Spieler aus dem Krankenlager zurück aufs Eis.

Statistik
VfE Ulm/Neu-Ulm – ESC Kempten 3:2(1:0,1:1,1:1)

Tore
1:0 Podesva (Pen)(12.)
1:1 Zimmer (Höfler)(25.)
2:1 Wirz (Miller)(30.)
3:1 Podesva (Kischer)(43.)
3:2 Oppenberger (Marquardt,Zimmer)(46.)

Strafminuten
VfE Ulm/Neu-Ulm: 6
ESC Kempten: 12

Beste Spieler
VfE Ulm/Neu-Ulm: Martin Podesva
ESC Kempten: Jakob Nerb

Zuschauer 973

Sharks holen zumindest einen Punkt

Sharks holen zumindest einen Punkt

ESC Kempten verliert gegen den TSV Peißenberg mit 3:4 nach Verlängerung

 

Nichts ist so alt wie die Nachrichten von gestern. Gerade war noch zu lesen wie die Peißenberger Trainer ihr Team gegen die Sharks heiß machen werden, da trudelte auch schon die Meldung herein dass Stefan Ihsen und Josef Staltmayr Ihrer Ämter enthoben wurden. Trotz dem Halbfinaleinzug 2023 und dem Finaleinzug 2024 trennen sich der Wege der Erfolgscoaches und der Mannschaft. Vorübergehend übernehmen Teammanager Andy Pfleger und Armin Dallmayr die Miners.

Bei den Sharks kehrten Maximilian Schäffler und Mitch Limböck nach überstandener Krankheit ins Team zurück, dafür musste David Mische passen. Immerhin drei komplette Reihen hatte Sven Curmann zur Verfügung.

Und das Spiel begann gut aus Kemptener Sicht, bereits nach 30 Sekunden hatte Sergei Topol die riesen Chance zum 1:0 auf dem Schläger, scheiterte aber an Xaver Nagel im Miners Gehäuse. Besser machte es Sturmkollege Nikolas Oppenberger der sein Team nach vier Minuten in Führung brachte. Topol erhöhte zu Beginn des Mittelabschnitts auf 2:0 und Kempten schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Die Wende begann mit der ersten Strafzeit gegen Kempten, wie aus dem Nichts gelang den Gästen in Überzahl der Anschlusstreffer. Und eine Minute vor der zweiten Pause legten sie den Ausgleich nach. Peißenberg nun wesentlich besser im Spiel  konnte im letzten Abschnitt erstmals in Führung gehen. Doch die Sharks drängten auf den Ausgleich und der gelang Anton Zimmer auch. Der erste Punkt war gesichert, den Zusatzpunkt nahmen aber die Gäste mit nach Hause, Mit einer schönen Einzelleistung sorgte Ryan Murphy für den ersten Sieg der Miners unter dem neuen Trainergespann. Sven Curmann war aufgrund der aktuellen Krankheitswelle im Team zufrieden mit dem Punkt. Aktuell hangelt sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel und hofft weiter auf Rückkehrer aus dem Krankenlager.

Statistik:

ESC Kempten – TSV Peißenberg 3:4 n.V. (1:0,1:2,1:1,0:1)

Tore:

1:0 Oppenberger (Schäffler)(4.),

2:0 Topol (Rau,Schirrmacher)(24.),

2:1 Engel (Simon,Vogl)(29.),

2:2 Vogl (Murphy)(40.),

2:3 Murphy (Hörndl)(47.),

3:3 Zimmer (Kröber)(56.),

3:4 Murphy (Vogl)(64.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 4

TSV Peißenberg: 4

Beste Spieler:

ESC Kempten: Nikolas Oppenberger

TSV Peißenberg: Anton Engel

Zuschauer: 813