Mission erfüllt, Bayernliga wir kommen

Mission erfüllt, Bayernliga wir kommen

Sharks Ladies sichern sich mit 5:3 Sieg in Bietigheim den Aufstieg

 

Der entscheidende Sieg ist immer der schwierigste.

5 Euro ins berühmte Phrasenschwein für diese immer wieder gern zitierte Aussage, die sich am Samstagabend auch für die Kemptener Damen  bewahrheitete. Spielerisch deutlich überlegen schaffte man es aber nicht die Partie frühzeitig zu entscheiden. Es blieb bis in den letzten Spielabschnitt spannend bevor Sonja Kullmann mit dem Treffer ins leere Tor der Gastgeberinnen den Sack endgültig zu machte und für viel Freude auf dem Eis und der Spielerbank sorgte. Während das Dameneishockey in Bayern immer mehr an Attraktivität gewinnt und sich Jahr für Jahr neue Teams etablieren scheint der Stellenwert in Baden Württemberg nicht sehr hoch zu sein. Anders lässt es sich nicht erklären dass man in Bietigheim zwar über eine topmoderne Arena verfügt, diese aber lieber für den Publikumslauf nutzt und die Damen gleichzeitig in der veralteten Nebenhalle spielen lässt. Für den Ausgang der Partie spielte dies natürlich keine Rolle, aber schade ist es schon, auch die Damen haben den Auftritt auf der großen Bühne verdient.

Während Kemptens Coach Max Berger mit drei vollen Reihen agieren konnte standen im Kader der Steelers Frauen gerade mal neun Feldspielerinnen und eine Torhüterin. Die Gastgeber also zwei Drittel lang müde spielen und dann spätestens im letzten Abschnitt die Partie entscheiden, so der Plan. Doch Bietigheim hielt sich wacker und konnte die erste Führung Kemptens ausgleichen. Die in einem sehr fair geführten Spiel einzige Strafzeit, wegen einem Wechselfehler der Sharks, nutzten sie zum 1:1. Fast im direkten Gegenzug stellte Tamara Kajah den knappen Vorsprung aber umgehend wieder her. Genau die richtige Antwort. Auch im zweiten Abschnitt die Allgäuerinnen deutlich überlegen, lediglich die Chancenverwertung war nicht optimal, auch beste Einschussmöglichkeiten wurden nicht genutzt. Mit dem erneuten Ausgleich wie aus dem Nichts stellte Bietigheim die Partie auf den Kopf. Nur kurz nach der zweiten Pause machten die Lady Sharks dann Ernst und gingen durch einen Doppelschlag von Viktoria Barmasev und Tanja Eisenschmid innerhalb 58 Sekunden mit zwei Toren in Front. Auch ein geschenktes Tor der Unparteiischen half den Gastgeberinnen nicht mehr. Der Puck lag spielbar und frei vor Theresa Neumann, wurde vom Schiedsrichter plötzlich als Tor angezeigt, auch zur Überraschung Bietigheims, die erst mal gar keinen Grund zum Jubeln erkannten. Die Allgäuerinnen hatten die Partie jedoch im Griff und drängten auf weitere Treffer, der letzte fiel dann eben kurz vor Spielende ins empty Net. Großer Jubel bei Spielende. Die Lady Sharks können nicht mehr von Platz eins der Verzahnungsrunde verdrängt werden und haben so das Ziel Aufstieg in die Bayernliga erreicht. Am kommenden Samstag steht um 17.°° noch das Rückspiel in der ABW Arena an, das Ergebnis hat aber keinen Einfluss mehr auf die Tabelle. Das Ziel ist auch für diese Partie klar gesteckt, Ein weiterer Sieg soll her, vor möglichst vielen Zuschauern will man den Saisonabschluss und das erreichte Ziel gemeinsam mit den Fans feiern.

 

Statistik
SC Bietigheim/Bissingen – ESC Kempten 3:5  (1:2,1:0,1:3)

Tore
0:1 Eisenschmid (Kullmann S.,Kullmann C.))(12.)
1:1 Richter (Kormanik)(16.)
1:2 Kajah (Kullmann C.)(17.)
2:2 Richter (Westrick,Kormanik.)(30.)
2:3 Barmasev (Buhl)(44.)
2:4 Eisenschmid (Kullmann C.,Kaiser)(45.)
3:4 Chatzigeorgiou (Kürten, Kormanik)(46.)
3:5 Kullmann S. (60.)  

Strafminuten
SC Bietigheim/Bissingen: 0
ESC Kempten: 2

Erster Turniersieg der U9 des ESC Kempten

Erster Turniersieg der U9 des ESC Kempten

Hieß es am 24.02.2024 im Turnier in Memmingen gegen Ulm, Sonthofen und Memmingen noch Platz drei für die U9 des ESC-Kempten, so konnte am vergangenen Wochenende der erste Turniersieg der Saison erspielt werden. Gratulation!

Trotz Anfangsschwierigkeiten – die kleinen Haie hatten Turnierstart 12 Uhr anstatt 10 Uhr im Kalender und kamen zu spät zum Turnier, legten die little Sharks in Burgau gleich richtig los.

Mit tollen Kombinationen und viel Teamgeist spielten sich die Haie in einen Rausch und gewannen gegen Ulm deutlich.

Auch das Spiel gegen Sonthofen konnten die kleinen Haie dieses Mal mit viel Kampfgeist für sich gewinnen.

Das Finale gegen Burgau war hart umkämpft und trotz Gleichstand in diesem Spiel gewannen die little Sharks das Gesamtturnier nach Punkten und holten sich dadurch den ersten Turniersieg der Saison.

Großes Lob an alle Spieler und besonders an die Torhüterin Issy, die kurzfristig für den erkrankten Stammtorhüter eingesprungen war.

Zum Ende der Saison haben sich die kleinsten Haie des ESC Kempten als Team gefunden und man kann gespannt sein, wie das letzte Turnier der U9 am 17.03.2024 im heimischen Stadion ausgehen wird (nmw).

© Niki Hiltner

Spitzenreiter Spitzenreiter Hey Hey

Spitzenreiter Spitzenreiter Hey Hey

Auch Österreich kann die Lady Sharks nicht aufhalten. 

 

Kemptener Damen holen sich die Tabellenführung mit 3:2 Sieg in Lustenau zurück.

 

Laut schallte der Siegesruf aus der Kabine der Kemptenerinnen. Gerade hatte man das Topspiel beim Tabellenersten gewonnen und sich selbst wieder den Platz an der Sonne gesichert. In einer sehr intensiven und teilweise überharten Partie waren es die ehemaligen Nationalspielerinnen Tanja Eisenschmid mit drei Toren und Sonja Kullmann mit drei Assists die ihren maßgeblichen Anteil am schwer erkämpften Sieg hatten. Doch das Lob gehört nicht den Beiden allein. Das ganze Team von Max Berger gab alles im so wichtigen Spitzenspiel und nahm den Kampf von der ersten Minute an. Lustenau kam mit viel Tempo aus der Kabine und brachte jede Menge Scheiben auf das Tor von Terry Neumann. Beim 1:0 hatten sie das Glück auf ihrer Seite als die Scheibe unglücklich ins Tor rutschte. Doch Tanja Eisenschmid konnte mit einem satten Schuss in den Winkel den Ausgleich für die Allgäuerinnen erzielen, mit dem 1:1 ging es auch zum ersten Mal in die Kabine. Berger hat bei der Ansprache zu seinen Mädels in der Pause wohl die richtigen Worte gefunden, mit Beginn des zweiten Abschnitts rollte der „Allgäu Express“ mehr und mehr in Richtung Lustenauer Tor. Die Lady Sharks nun deutlich überlegen machten das Spiel und generierten Chance auf Chance. Die Vorarlbergerinnen verlegten sich aufs Kontern, aber mit wenig Erfolg, die rot blaue Defensive stand sehr sicher. Lustenau legte parallel auch an Härte zu, mit spielerischen Mitteln war Kempten kaum zu knacken.

Die Unparteiischen in Österreich zeigten dabei eine deutlich andere Regelauslegung als man es aus Bayern gewohnt ist. Es werden viel weniger Fouls gepfiffen, das Spiel wird laufen gelassen und die Teams auf dem Eis sollen es selbst entscheiden. Prinzipiell wünscht man sich das natürlich so, wenn allerdings die Härte dermaßen  zunimmt dass Spielerinnen immer wieder verletzt auf dem Eis liegen und klare Stockfouls nicht geahndet werden so endet das auch, gerade bei so einem Spitzenspiel, in viel zu harter Gangart. Spielentscheidend war dies glücklicherweise nicht, aber irgendwo sind die Unparteiischen ja auch zum Schutz der Spielerinnen da, und hier hätte man sich, auf beiden Seiten, etwas mehr Feingefühl erhofft.

Wie auch immer, Kempten nahm den Kampf an und ging im Mittelabschnitt erstmals in Führung. Erneut war es Eisenschmid, bei einem Konter schob sie die Scheibe der Torhüterin frech durch die Beine. Auch im letzten Abschnitt das gleiche Bild, die Allgäuerinnen spielerisch überlegen, Lustenau darauf aus, das Kemptener Spiel physisch einzubremsen. Das 1:3 dann bereits die Vorentscheidung. Die Gastgeberinnen blieben immer wieder in der gut gestaffelten Verteidigung der Gäste hängen. Das 2:3 kam für sie viel zu spät und änderte nichts mehr am durchaus verdienten Auswärtssieg.

Nur noch ein Sieg bis zum Aufstieg

 

Die Verzahnungsrunde verläuft bis jetzt fast perfekt für Kempten. Bis auf die Niederlage nach Penaltyschießen in Crimmitschau wurden alle Partien gewonnen. Zum Aufstieg in die Bayernliga fehlt jetzt nur noch ein einziger Sieg aus den letzten beiden Spielen, am 16.03. in und am 23.03. in Kempten gegen Bietigheim. In der aktuellen Verfassung sollten das die Allgäuerinnen durchaus schaffen und sich für eine starke Saison belohnen. Die Jubelschreie aus der Kabine dürften dann um einiges lauter ausfallen.

Statistik:

EHC Lustenau – ESC Kempten 2:3  (1:1,0:1,1:1)

Tore:

1:0 Schoch (Knoll)(7.),

1:1 Eisenschmid (Kullmann S.,Kullmann C.)(15.)

1:2 Eisenschmid (Kullmann S.)(34.),

1:3 Eisenschmid (Kullmann S.)(43.),

2:3 Schoch (Gehrer)(58.).

Strafminuten:

EHC Lustenau: 6

ESC Kempten: 8

Zuschauer: 30

SHARKS SAISONABSCHLUSS

SHARKS SAISONABSCHLUSS

Save the Date

Freitag, 08.03.2024 ab 19Uhr
Fanfest zum Saisonabschluss
Bratwurst-/ Steaksemmel
– ⁠Getränke an der Sharksbay
– ⁠Meet and Greet mit Spielern
– ⁠Kabinenbesichtigung
– ⁠Trikotversteigerung
– ⁠Fanshop Ausverkauf
Eishockey ist auch geboten, ab 19:30 Uhr, spielt unsere U17 gegen Peissenberg
Standing Ovations

Standing Ovations

Kempten scheidet im Viertelfinale aus, wird aber von den Fans frenetisch gefeiert

 

Es war das Bild des Abends in der Augsburger Vorstadt. Während Königsbrunn gerade das Halbfinale erreicht hatte, war das Team bereits komplett in der Kabine und die Heimzuschauer hatten das Stadion verlassen. Die Sharks dagegen standen geschlossen auf dem Eis und wurden von den über 200 mitgereisten Zuschauern lautstark und anhaltend bejubelt. Es war der Lohn für eine tolle Saison die man seinen Fans beschert hat. Am Ende hatte der neue Trainer Sven Curmann Wort gehalten mit seiner Versprechung vor der Saison. „Es ist ein Projekt welches auf mehrere Jahre angelegt ist und wir wollen gemeinsam in Kempten etwas aufbauen. Wir wollen ein Team  welches für sich und für Kempten kämpft. Und wenn wir nach Niederlagen in den Spiegel schauen können und wissen wir haben alles gegeben, dann haben wir es richtig gemacht.“

Und genau so lief es während der Vorrunde und den Playoffs. Wenn auch der Serienstand von 4:1 zugunsten von Königsbrunn eine einseitige Serie vermuten lässt so war es doch ganz anders. Jedes einzelne der  fünf Spiele war hart umkämpft und eng. Es waren Kleinigkeiten die immer wieder den Ausschlag gaben wer das Eis am Ende als Sieger verlässt.

So auch am Freitagabend als die Sharks überlegen in die Begegnung starteten und nach 10 Minuten bereits mit zwei Toren in Führung lagen. Unnötige Strafzeiten waren es dann die Königsbrunn zurück ins Spiel holten. Gleich drei Spieler der Sharks mussten zum Ende des ersten Abschnitts in die Kühlbox und dies nutzten die Hausherren eiskalt aus. Mit gleich zwei Treffern in doppelter Überzahl drehten sie das Spiel und fanden zurück in die Begegnung. Mit der 3:2 Führung im Rücken fanden sie zu ihrer Stärke zurück, standen defensiv stabil und nutzten vorne ihre Chancen, auch mit dem nötigen Quäntchen Glück, um bis auf 6:2 davon zu ziehen. Den Schlusspunkt setzte Kempten mit dem 6:3, dies kam aber zu spät um in der intensiven Aufholjagd noch eine Schippe daraufzulegen. Die Begeisterung der Fans im Allgäu honoriert den Einsatz und zeigt dass man auf dem richtigen Weg ist.

Auch wenn es jetzt, wie Curmann in der PK konstatierte, erst mal wehtut und eine gewisse Leere vorherrscht kann man stolz auf das Erreichte sein. In den nächsten Tagen wird man realisieren was man in der stärksten Bayernliga seit Jahren erreicht hat und auch die Freude darüber zurückkommen. Die Basis für die nächsten Jahre wurde erfolgreich gelegt und in Kempten darf man sich schon jetzt auf den Herbst freuen wenn es wieder losgeht. Bis dahin sei aber allen erst mal die Erholung und das Abschalten vom Ligabetrieb gegönnt.

Statistik:

EHC Königsbrunn: – ESC Kempten 6:3 (2:2,2:0,2:1,)

Tore:

0:1 Voit (Mitchell)(3.),

0:2 Oppenberger (Rau,Schäffler)(8.)

1:2 Brückner (Hartl Fettinger)(11.),

2:2 Bullnheimer (Trupp,Beslic)(20.)

3:2 Trupp (Sternheimer,Vajs)(21.),

4:2 Sternheimer (Beslic,Petzold)(34.),

5:2 Prokopovics (Petzold,Beslic)(41.),

6:2 Fettinger (Hartl,Tausend)(48.),

6:3 Bitomsky (Kokoska,Zelenka)(51.).

Strafminuten:

EHC Königsbrunn: 6

ESC Kempten: 10

Zuschauer: 1047

DIE HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ