Revanchegelüste im Haifischbecken

Revanchegelüste im Haifischbecken

Dingolfing und Königsbrunn lauten die Gegner für die Sharks am Wochenende

 

Es dürfte allen noch gut in Erinnerung sein, das aus Kemptener Sicht zu frühe Saisonaus im Viertelfinale der letzten Saison. Dingolfing, der Gegner am kommenden Freitag um 20.°° in der Kemptener Dewart Arena zeigte sich eiskalt, besser vorbereitet und cleverer, und zog mit 4:1 Siegen verdient ins Halbfinale ein. Viel Wasser ist seitdem die Iller hinabgeflossen. Die Verantwortlichen haben lange analysiert und gehandelt, der Kader wurde punktuell verstärkt, so dass man mit viel Selbstvertrauen in die neue Spielzeit starten konnte. Nach den ersten fünf Spieltagen steht man auf Platz drei, das letzte Wochenende wurde gegen Geretsried und Waldkraiburg mit sechs Punkten abgeschlossen und auch bei den beiden Auswärtsniederlagen war man nicht chancenlos.  Nun also das erste Aufeinandertreffen mit den Isar Rats in dieser Saison. Man hat noch etwas gutzumachen gegen Dingolfing. Die Gäste haben aufgrund von Umbauarbeiten an ihrem Stadion erst drei Spiele absolviert, Platz 12 in der Tabelle ist somit nicht aussagekräftig und es darf ein enges und spannendes Spiel erwartet werden. Am Sonntag gilt es dann um 18.°° in Königsbrunn gegen den Serienmeister der letzten Jahre zu bestehen. Königsbrunn hatte einen größeren Umbruch im Kader vor allem der Abgang von Meistercoach Robert Linke war zu verkraften. Kein Wiedersehen wird es mit dem letztjährigen Kemptener Topscorer Kevin Hu geben. Im Vorbereitungsspiel war der kanadische Stürmer noch gegen seinen Ex Club im Einsatz. Inzwischen hat er Königsbrunn aus privaten Gründen verlassen und ist schon zurück in seine Heimat gereist.

Zwei schwere Gegner, die das Team von Sven Curmann vor der Brust hat, doch man ist zuversichtlich im Lager der Allgäuer und möchte in beiden Spielen Punkte einfahren.

Der erste Auswärtssieg ist eingefahren

Der erste Auswärtssieg ist eingefahren

 

ESC Kempten gewinnt beim Spitzenreiter in Geretsried

 

Trainer Sven Curmann analysierte in seiner gewohnt ehrlichen und sachlichen Art die Begegnung seiner Mannschaft: „ Glückwunsch an Geretsried für diese Leistung , das schnelle, harte und faire Spiel. Brutal wie Geretsried uns vor allem im ersten Drittel unter Druck gesetzt hat, da muss es nicht zwingend nur 1:1 stehen. Da haben sie die besseren Torchancen und deutlich mehr Tempo  gehabt.

Aber ich bin heute auch mega stolz auf meine Mannschaft, wir haben jetzt einschließlich der Vorbereitung doch einige Spiele gehabt in denen wir die Führung abgegeben haben. Und dann ist es vom Kopf her nicht leicht wenn man mit einem 3:1 in die Drittelpause geht und Geretsried dann raus kommt wie die Feuerwehr. Aber die Jungs haben es dann auch gut zu Ende gespielt und hart gekämpft. Das ist das was ich auch sehen will.“

 

Begonnen hatte die Partie tatsächlich mit einem frühen Rückstand für die Allgäuer, den Pascal Dopatka nach einer herrlichen Kombination über Milan Pfalzer und Mika Salo zum Ausgleich abschloss. Nach der ersten Pause Kempten dann immer besser im Spiel, vorne wurden die Chancen genutzt und defensiv stand man sicher. Und endlich wurde eine Führung auch clever nach Hause gespielt. Martin Hlozek und Filip Kokoska mit einem Doppelpack sorgten für das Endergebnis von 1:4 und somit den ersten Sieg auf fremdem Eis in der noch jungen Saison. Was dieser wert ist wird sich am Sonntag zeigen wenn der neue Spitzenreiter aus Waldkraiburg in der Kemptener Dewart Arena zu Gast ist.

Statistik:

ESC Geretsried – ESC Kempten 1:4 (1:1,0:2,0:1)

Tore:

1:0 Skvorcovs (Soukup,Huber)(4.),

1:1 Dopatka (Pfalzer,Salo)(17.),

1:2 Hlozek (Kokoska,Elo (25.),

1:3 Kokoska (Elo,Hlozek)(39.),

1:4 Kokoska (Hlozek,Dopatka)(53.).

Strafminuten:

ESC Geretsried: 6

ESC Kempten: 6

Beste Spieler:

ESC Geretsried: Gunars Skvorcovs

ESC Kempten: Jakob Nerb

Zuschauer: 551

Bittere Niederlage in Peißenberg

Bittere Niederlage in Peißenberg

Sharks verspielen drei Tore Vorsprung

Du kannst in Peißenberg verlieren, das ist gar keine Frage, Peißenberg hat eine bockstarke Mannschaft. Das wussten wir auch, aber die Art und Weise wie wir das Spiel aus der Hand geben, das geht überhaupt nicht. Das haben wir jetzt schon angesprochen, und das wird für die Jungs eine harte Woche werden. Es ist in dieser noch jungen Saison nicht zum ersten Mal passiert, dass wir eine Führung aus der Hand geben. Da muss sich schon auch jeder an die eigene Nase fassen. Wo sind wir dann nicht mehr bereit die Kleinigkeiten richtig zu machen. Was mir Mut macht sind heute wieder die ersten dreißig Minuten, aber wir müssen es schaffen auch über 60 Minuten in unserem Gameplan zu bleiben.

Deutliche Worte, die der Kemptener Trainer Sven Curmann nach der enttäuschenden Niederlage bei den Miners in der abschließenden Pressekonferenz fand. Zu abgeklärt hatte sein Team die ersten beiden Drittel gestaltet. Die drei Tore Führung war absolut verdient, die Sharks machten sehr viel richtig, standen defensiv hervorragend organisiert und nutzten vorne die Chancen. Erst im letzten Drittel gab man den Gastgebern zuviel Raum und Möglichkeiten, die ein so hochbesetztes Team dann natürlich auch dankend annimmt und eiskalt ausnutzt. Und so wurde aus der komfortablen drei Tore Führung dann eben doch noch die 5:3 Niederlage. Ganze elf Minuten reichten Peißenberg um fünf Tore zu erzielen und den Sharks ihre Problemstellen deutlich aufzuzeigen. Curmann hat das Defensivverhalten angesprochen, 15 Gegentreffer aus drei Spielen sind deutlich zu viel und zeigen woran es im Verlauf der „harten“ Woche zu arbeiten gilt.

Statistik:

TSV Peißenberg – ESC Kempten 5:3 (0:1,0:2,5:0)

Tore:

0:1 Elo (Hlozek,Schirrmacher S.)(20.),

0:2 Kokoska (Elo,Kulhanek)(27.),

0:3 Salo (Dopatka,Pfalzer)(29.),

1:3 Höfler (Zheltakov,Vogl)(50.),

2:3 Zheltakov (Höfler)(56.),

3:3 Vogl (Höfler,Murphy)(58.),

4:3 Vogl (Zheltakov,Höfler)(60.),

5:3 Hörndl (Murphy,Parrish)(60.).

Strafminuten:

TSV Peißenberg: 8

ESC Kempten: 8

Zuschauer: 1023

Der Kapitän geht voran

Der Kapitän geht voran

Mauro Seider schießt die Sharks zum last Minute Sieg

 

Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Verläufen welches die Zuschauer am Freitagabend in der Kemptener Dewart Arena zu sehen bekamen. Gut 50 Minuten lang egalisierten sich die heimischen Sharks und der EHC Klostersee mit sehr starker Defensivarbeit fast komplett. Lange stand es 1:1 zwischen den beiden Teams. Sven Curmann hatte unter der Woche mit seinen Jungs nach den zu vielen Gegentreffern in Amberg massiv am Defensivverhalten gearbeitet. Mit Erfolg, wie man im Spiel gegen die Grafingern deutlich sehen konnte. Die Gästeführung konterte Max Miller noch im ersten Drittel, danach blieb es lange ruhig auf der neuen Videowall im Kemptener Stadion. Tatsächlich nahm das Spiel erst in den letzten acht Minuten so richtig Fahrt auf, beide Mannschaften suchten die Entscheidung dann doch in der regulären Spielzeit. Klostersee ging zweimal in Führung, doch Tomas Kulhanek und Martin Hlozek konnten diese immer wieder egalisieren. 5 Sekunden waren noch zu spielen als sich jeder im Stadion bereits auf die Verlängerung eingestellt hatte, Nicht so Eetu Elo und Mauro Seider, die beiden hatten einen anderen Plan. Eine Ablage von Elo hämmerte der Kapitän der Sharks unhaltbar in die Maschen des Gästegehäuses, sehr zum Jubel des Teams und vor allem der Zuschauer. Drei Punkte im ersten Spiel in der heimischen Arena sind ein mehr als guter Start bevor es am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel nach Peißenberg.

Statistik:

ESC Kempten – EHC Klostersee 4:3.(1:1,0:03:2)

Tore:

0:1 Drothen (Gagnon,Quinlan)(13.),

1:1 Miller (18.),

1:2 Braccini (Gagnon)(53.),

2:2 Kulhanek (Elo,Kokoska)(55.),

2:3 Gagnon (Braccini)(55.),

3:3 Hlozek (Kokoska,Salo) (59.),

4:3 Seider (Salo)(60.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 4

EHC Klostersee: 8

Beste Spieler:

ESC Kempten: Mauro Seider

EHC Klostersee: Alexandre Gagnon

Zuschauer: 626

Große Aufgaben vor der Brust

Große Aufgaben vor der Brust

Gleich zwei starke Gegner warten am Wochenende auf die Sharks

 

Auch wenn Sven Curmann bei der Partie am vergangenen Sonntag in Amberg das erste seiner beiden Spiele mit Sperre nur von der Tribüne anschauen konnte, fand der Coach trotzdem kritische Worte für den Auftritt seiner Jungs. Defensiv nicht immer gut organisiert, zu viele Scheibenverluste und zu weit vom Gegner weg. An diesen Punkten arbeitet er mit dem Team seit der Vorbereitung und ist zuversichtlich dies von Spiel zu Spiel besser in den Griff zu bekommen.

Das ist auch absolut notwendig, die Offensive hat zwar bereits gezeigt was in ihr steckt, aber hinten gilt es eben stabiler zu stehen.

Mit dem EHC Klostersee, der am Freitagabend um 20.°° in der heimischen Dewart Arena zu Gast ist und dem TSV Peißenberg am Sonntag um 17.30 in Peißenberg warten nämlich zwei harte Brocken auf die Allgäuer.

Klostersee konnte im Spiel gegen den TEV Miesbach einen klaren 5:1 Heimsieg feiern und die Miners behielten beim engen 5:4 gegen Ulm/Neu-Ulm die Oberhand.

Zurück im Kader wird Pascal Dopatka sein, der Angreifer darf nach seiner Sperre aus der Vorbereitung wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

Zumindest am Freitagabend wird Curmann erneut auf der Tribüne Platz nehmen, bevor er am Sonntag dann endlich wieder den gewohnten Platz hinter der Bande einnehmen kann.

Aber egal aus welcher Position, er will auf jeden Fall starke Spiele und Siege seiner Mannschaft sehen.