SHARKS VERLIEREN ERSTES VIERTELFINALE

SHARKS VERLIEREN ERSTES VIERTELFINALE

ESC Kempten kassiert beim TSV Erding derbe 9:3 Klatsche

Viele Gäste fahren nach Erding um dort in Deutschlands größter Therme baden zu gehen.

Das man dies auch im Erdinger Eisstadion machen kann mussten die Sharks am Freitagabend schmerzlich erfahren. Einem Gegner in bester Playoff Verfassung hatte man nicht wirklich viel entgegenzusetzen. Dabei hatte sich die Mannschaft eingeschworen und wollte mit einem Auswärtssieg in die Serie starten. Kein Glück hatte man wohl schon mit der Auswahl des Einsatzfahrzeugs. Kempten fährt mit dem gleichen Busunternehmen wie der ESV Kaufbeuren und reiste zum ersten Mal in dieser Saison mit dem Teambus der Buron Joker zu einem Auswärtsspiel.

Vor der stattlichen Kulisse von gut 1200 Zuschauern begann Kempten eigentlich recht flott, spielte offensiv und brachte viele Scheiben aufs Tor. Doch mit der fünften Spielminute riss der Faden im Spiel der Allgäuer komplett. Das 1:0 nach einem Puckverlust im eigenen Drittel schien die Sharks tief zu treffen. Fehler im Spielaufbau, mangelnde Defensivarbeit, Chancen die nicht verwertet wurden, es lief nichts mehr. Dazu minimierte man sich durch Strafen noch zusätzlich was konsequente Erdinger auszunutzen wussten. 4:0 lautete der Stand nach 20 Minuten. Trainer Waibel wechselte den Keeper um der Mannschaft  nochmal ein Zeichen zu setzen. Man begann das Drittel auch durchaus aggressiv, spielte wieder nach vorne und war auch physisch präsent. Anton Zimmer erzielte folgerichtig endlich den ersten Treffer der Allgäuer. Doch schnell nahm man die nächste Strafzeit und kassierte in Unterzahl das 5:1. Somit war der ganze Schwung wieder dahin, zwei weitere Treffer der Gladiators und ein Überzahltor durch Eric Nadeau bescherten das 7:2 zur zweiten Pause. Die zahlreichen mitgereisten Fans aus dem Allgäu forderten lautstark den Einsatz der vierten Reihe, die von Waibel auch regelmäßig Eiszeit bekam. Doch es änderte sich nicht wirklich viel im letzten Abschnitt, auch dieser ging mit 2:1 an die Hausherren die damit den ersten Sieg in der Serie einfuhren. Waibel analysierte in der Pressekonferenz ruhig und sachlich die Fehler seiner Mannschaft, musste auch eingestehen das sein Team kein Playoff Hockey gespielt hat und der Sieg von Erding klar verdient war. Wie er die Mannschaft für das Spiel am Sonntag wieder in die Spur bringen will wird er im Laufe des Wochenendes festlegen. Der Vorteil an den Playoffs ist zumindest dass die Höhe des Erdinger Sieges keine Rolle spielt. Gewinnen die Sharks am Sonntag zu Hause auch nur mit einem Tor Unterschied ist die Serie wieder ausgeglichen und es kommt am Dienstag zu Spiel drei. Dazu bedarf es aber auch einer deutlichen Leistungssteigerung der Truppe um Eric Nadeau, das Team muss sich jetzt an der eigenen Ehre gepackt fühlen und den Fans daheim zeigen das die deutliche Niederlage am Freitagabend nur ein Ausrutscher war

Statistik
TSV Erding – ESC Kempten: 9:3 (4:0,3:2,2:1)

Tore
1:0 Franz (Trox,Michl)(5.)
2:0 Krzizok (Waldhausen,Plihal)(7.)
3:0 Modlmayr (Waldhausen)(19.)
4:0 Zimmermann (Franz,Modlmayr)(20.)
4:1 Zimmer (Revaj,Nadeau)(24.)
5:1 Modlmayr (Busch,Zimmermann)(29.)
6:1 Modlmayr (35.)
6:2 Nadeau (Martynek)(37.)
7:2 Rukajärvi (Franz,Lorenz)(38.)
7:3 Zimmer (Schirrmacher,Maaßen)(49.)
8:3 Modlmayr (Waldhausen)(50.)
9:3 Franz (Krzizok,Plihal)(52.) 

Strafminuten
TSV Erding: 6
ESC Kempten: 10

Zuschauer 1203

PLAYOFFS – MISSION 1000

PLAYOFFS – MISSION 1000

ESC Kempten will im Viertelfinale gegen Erding das Stadion füllen 

Wenn nicht jetzt wann dann, so lautet die Aufforderung der Sharks in den sozialen Netzwerken.

Und nachdem zum Hockey Classic gegen Buchloe im Dezember schon fast 2000 Zuschauer ins Stadion strömten erscheint es doch zum Beginn der Playoffs im Viertelfinale fast wie ein Klacks, geht es doch ab jetzt um alles. Ab sofort sind Vor und Meisterrunde nur noch Geschichte. Alles beginnt bei 0 und jeder hat die gleichen Chancen.

Die schönste Zeit in der Saison beginnt, die Crunchtime, in der es in jedem Spiel um alles geht, jede Niederlage das Saisonaus bedeuten kann. In der die Playoffbärte sprießen, wer rasiert verliert, so lautet der Aberglaube unter den Eishockeycracks. Die Zeit in der aus Männern Helden werden, in der Mannschaften zusammenrücken zu echten Teams, jeder für jeden kämpft und den extra Schritt mehr läuft. In der voller Einsatz und Leidenschaft gefragt sind.

Bis zum letzten Spieltag war nicht klar wer der Gegner der Kemptener im Viertelfinale sein wird, und nach dem Spielabbruch durch einen Schaden am Eis in Schongau mussten alle sogar noch zwei Tage länger warten. Doch seit dem letzten Sonntag ist es fix, mit den Gladiators vom TSV Erding bekommt es das Team um Kapitän Eric Nadeau zu tun. Zwei Spiele gab es in der Vorrunde gegen die Oberbayern, beide gingen an den TSV. Doch viel ist seitdem passiert, in Erding übernahmen nach einem holprigen Start ex Profi und Olympia Silbermedaillengewinner Felix Schütz und Ales Jirik die sportliche Verantwortung, mit Erfolg. Im Laufe der Saison führte der Weg konstant nach oben. In der Meisterrunde schloss man dann mit Platz eins ab. Ein Wiedersehen gibt es gegen Erding auch mit dem ehemaligen Verteidiger und Publikumsliebling bei den Sharks, Roni Rukajärvi.

Für den Kemptener Trainer Harry Waibel sind die Erdinger eine noch unbekannte Mannschaft, als er die Sharks übernahm waren bereits beide Partien absolviert. Trotzdem hat er sich mit seiner Mannschaft natürlich akribisch auf den kommenden Gegner vorbereitet, was im heutigen Video Zeitalter auch normal ist. Gute Erinnerungen hat er aus seiner Zeit in Sonthofen, als er bereits eine Finalserie gegen Erding für sich entscheiden konnte. Bei den Sharks sollten bis auf den verletzten Jakob Nerb alle an Bord sein. Die Vorfreude ist groß, die meisten Spieler konnten ja bereits in der letzten Saison im Halbfinale Bayernliga Playoff  Luft schnuppern und wollen dies auch so lange wie möglich wieder erleben.

Zunächst geht es am Freitag um 20.°° in Erding zum ersten Spiel aufs Eis. Am Sonntag dann um 17.30 das Rückspiel in der ABW Arena. Für Stimmung dürfte gesorgt sein, Erding hat bereits zwei Fanbusse angekündigt, aber die Allgäuer wollen mit der Mission 1000 auch akustisch dagegenhalten und ihr Stadion in einen Hexenkessel verwandeln. Sollte in der „Best of three“ Serie ein drittes Spiel nötig sein um den Halbfinalist zu ermitteln findet dies am Dienstag erneut um 20.°° in Erding statt. In Kempten würde man diesen Erfolg aber lieber schon am Sonntag zuhause feiern.

STARKE LEISTUNG WIRD NICHT BELOHNT

STARKE LEISTUNG WIRD NICHT BELOHNT

ESC Kempten muss sich dem  EHC Königsbrunn mit 1:3 geschlagen geben

Alles in die Waagschale geworfen, vollen Einsatz gezeigt, eine tolle Partie abgeliefert.

Die Zuschauer und Offiziellen in der Kemptener ABW Arena waren sich nach den 60 Minuten gegen Königsbrunn einig. Sie hatten einen hochklassigen Auftritt ihrer Mannschaft gesehen. Auch vom Gästetrainer Robert Linke gab es ein Lob in der Pressekonferenz für einen starke Partie der Sharks. Einzig Punkte gab es dafür keine . Gründe dafür: Zum einen wurden viele gute Chancen nicht verwertet oder der starke Stefan Vajs im Gästetor rettete sein Team. Zum anderen: Die gnadenlose Effizienz des Königsbrunner Paradestücks, der ersten Reihe mit Marco Sternheimer, Tim Bullnheimer und Max Lukes. Wann immer die drei auf dem Eis waren strahlten sie Gefahr aus. Diese Reihe ist eingespielt, da sitzen Lauf und Passwege und mit ihrer Schnelligkeit stellen sie jeden Gegner vor Schwierigkeiten. So ist es nicht verwunderlich das Lukes alle drei Treffer auf Vorarbeit seiner Reihe erzielte. Während Kempten ein sehr gutes erstes Drittel spielte, aber versäumte in Führung zu gehen fälschte Lukes einen Schuss unmittelbar vor Drittelende zur Gästeführung ab. Nach dem 0:2 in Minute 24 nahm Harry Waibel seine Auszeit um die Jungs wieder in die Spur zu bringen. Dies gelang auch und nach dem 1:2 Anschlusstreffer durch Max Schäffler keimte wieder Hoffnung auf im Lager der Allgäuer. Doch wie schon oft in dieser Saison fing man sich nur eine Minute danach das 1:3 ein, den Endstand. Kempten gab im letzten Drittel nochmals ordentlich Gas, konnte das Ergebnis aber nicht mehr korrigieren. Alles in allem trotzdem ein starker Auftritt der Vorfreude auf die am Freitag beginnenden Playoffs macht. Eigentlich sieht es nach Erding als Viertelfinalgegner aus, da die Partie Schongau gegen Ulm aber wegen Problemen mit dem Eis abgebrochen werden musste ist nun alles noch offen. Theoretisch könnte Schongau mit einem hohen Sieg im Nachholspiel am Sonntag noch auf Platz eins klettern und dann würde es für die Sharks gegen die Mammuts gehen. Als bleibt es weiter spannend und heißt somit: Warten auf Sonntagabend.

Statistik
ESC Kempten – EHC Königsbrunn 1:3  (0:1,1:2,0:0)

Tore
0:1 Lukes (Sternheimer,Veisert)(20.)
0:2 Lukes (Bullnheimer,Sternheimer)(24.)
1:2 Schäffler (Seider,Grözinger)(31.)
1:3 Lukes (Bullnheimer,Sternheimer)(32.).

Strafminuten
ESC Kempten: 4
EHC Königsbrunn: 6

Beste Spieler
ESC Kempten: Maximilian Schäffler
EHC Königsbrunn: Max Lukes

Zuschauer 538

DIE HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ

BLICK IN DIE GLASKUGEL

BLICK IN DIE GLASKUGEL

Sharks warten auf ihren Gegner fürs Viertelfinale und empfangen dabei Königsbrunn

Eine Hellseherin könnte beim Blick in ihre Glaskugel vielleicht schon sehen oder zumindest erahnen wer der Gegner in der ersten Playoff Runde für den ESC Kempten wird.

Da wir uns aber nicht auf dem Jahrmarkt befinden sondern in der  Eishockey Bayernliga gelten andere Bedingungen, nämlich die nackten Zahlen der Tabelle. Und die lässt vor dem letzten Spieltag der Meisterrunde allerlei Zahlenspiele und Konstellationen zu. In der Gruppe B können sich sowohl Amberg wie auch Erding und Schongau noch Hoffnung auf Platz eins machen. Lediglich Ulm kann den Platz an der Sonne nicht mehr erreichen. Platz zwei ist für die Devils aber noch drin, dafür braucht es am Freitagabend einen Sieg der Donaustädter in Schongau und eine gleichzeitige Niederlage von Amberg gegen Erding. Sollte das so eintreten wäre sogar das Derby Ulm – Kempten noch möglich, sollte Kempten auf dem dritten Platz ins Ziel kommen. Für die Fans und Kassierer beider Teams natürlich das Wunschlos. Hierzu braucht es allerdings auch einen Sieg der Allgäuer gegen den aktuellen Ersten Königsbrunn und eine Heimniederlage der Miesbacher gegen Peißenberg. Dabei muss auch noch das vier Tore schlechtere Torverhältnis gegenüber Miesbach aufgeholt werden. Und das Team von Dino Baindl möchte natürlich selbst mit einem Sieg über die Miners Platz zwei und das damit verbundene Heimrecht  holen.

Viel zu viele Hätte, Wenn und Aber also um auch nur irgendeine Vorhersage zu treffen. Immer noch kann Kempten auf alle vier Teams der Gruppe B treffen. Wunschgegner gibt es eh keine, jedes Team das in der Meisterrunde steht hat das Zeug jeden anderen zu schlagen, siehe der Sieg über den Vorrundenprimus Miesbach am letzten Sonntag. Wenn Einsatz, Willen und Teamgeist stimmen ist alles drin.

Zum Abschluss empfängt man am Freitagabend um 20.°° den EHC Königsbrunn in der ABW Arena. Der Spielbeginn eine halbe Stunde später als in Kempten üblich wird vom BEV für alle Partien zwecks der Chancengleichheit so festgelegt.

Ein dicker Brocken, der da auf die Sharks wartet. Mit 4 Siegen aus 5 Spielen steht man souverän auf Platz eins, die Heimniederlage gegen Peißenberg am letzten Freitag kam für viele überraschend. Zweimal wurde der TEV Miesbach besiegt, was die Stärke der Mannschaft von „Bobby“ Linke unterstreicht. Der Kader der Brunnenstädter ist über jeden Zweifel erhaben, mit jungen ehemaligen Profispielern hat man sehr viel Tempo und Technik im Team, dazu kommen erfahrene Cracks und mit Stefan Vajs ein starker Rückhalt im Tor. Um solch eine Mannschaft zu schlagen muss alles passen. Und genau dies möchten die Jungs von Harry Waibel am Freitagabend schaffen, vor allem auch um mit einem Erfolgserlebnis in die am darauffolgenden Wochenende beginnenden Playoffs zu starten.

Spätestens um 22.30 wird man auch endlich wissen welchen Gegner die Glaskugel dann für Kempten ausgespuckt hat.

VIERTE REIHE BRINGT DIE WENDE

VIERTE REIHE BRINGT DIE WENDE

Sharks drehen einen 0:4 Rückstand gegen Miesbach in einen 7:6 Sieg in der Overtime

Was für ein Abend in der Kemptener ABW Arena.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle für alle Zuschauer, Trainer und Spieler. Und wenn ein Spiel perfekt in die aktuelle Faschingszeit passt, dann dieses. Nein, Narren standen da ganz sicher nicht auf dem Eis. Aber es war wirklich alles drin was ein Topspiel und eine geile Party ausmachen. Eine Gastmannschaft welche die ersten 30 Minuten fast nach Belieben dominiert. Ein bärenstarker Ausnahmestürmer Patrick Asselin, den man keine Sekunde aus den Augen verlieren darf und der kaum eine Chance liegenlässt und drei Tore erzielte. Ein Trainer Harry Waibel, der ab dem zweiten Drittel Risiko ging, seine vierte Reihe mit Linus Voit, Phillip Zeiske und Jakub Revaj durchgängig zum Einsatz brachte um den ersten drei Reihen zu zeigen, es geht doch was, und damit Recht hatte. Eine Kemptener Mannschaft die 0:4 und 2:5 Rückstände wegsteckte und je länger das Spiel ging immer mehr die Oberhand gewann. Wunderschön herausgespielte und abgeschlossene Treffer. Einen Verteidiger Kodi Schwarz der vor Spielfreude sprühte und mit zwei Treffern und drei Assists großen Anteil am Erfolg hatte. Endlich der erste Sieg in der Meisterrunde. Eine Verlängerung in der Miesbach in den gesamten 68 Sekunden nicht einmal in Puckbesitz kam und die von Raphael Gosselin nach seinem alleingang mit einem traumhaften Treffer entschieden wurde. Und zwei Trainern, die bei der Pressekonferenz sichtlich noch nicht ganz verarbeitet hatten was in den 62 Minuten zuvor alles auf dem Kemptener Eis passiert war. Einziger wirklicher Kritikpunkt an diesem Abend war der Zuschauerzuspruch, lediglich 354 Besucher fanden den Weg in die ABW Arena zu einem Spiel das wesentlich mehr verdient hätte.

Kempten begann nach dem starken Spiel am Freitag in Miesbach deutlich zurückhaltender und lag schnell mit 0:2 in Rückstand. Grund genug für Harry Waibel bereits jetzt den Torhüter zu wechseln, David Blaschta musste für Danny Schubert Platz machen. Miesbach weiterhin im Vorwärtsgang, die Sharks oft einen Schritt zu spät und nicht nah genug am Gegner. Eine Top Mannschaft wie Miesbach nutzt diese Räume gnadenlos aus und nach 21 Minuten stand ein ernüchterndes 0:4 auf der Anzeigetafel. Waibel zog seinen Joker, die vierte Reihe. Der Auftrag war klar, Vollgas geben, Miesbach beschäftigen und die ersten drei Reihen mitreißen, so seine Aussage nach dem Spiel. Und dies klappte auch prima, die drei Stürmer zeigten sich laufstark und einsatzfreudig. Als Lohn für den starken Auftritt bekamen sie bis Spielende ihre Einsatzzeit. Und nachdem Max Schäffler endlich den ersten Kemptener Treffer erzielt hatte legte Phillip Zeiske wunderbar für Linus Voit auf der kein Problem hatte die Scheibe ins leere Tor zu versenken. Doch der nie zu bremsende Asselin stellte den Gästevorsprung wieder auf drei Treffer. Doch Kempten hatte längst Blut geleckt und gespürt das da noch was geht. Das Spiel ging jetzt zum größten Teil nur noch in Richtung Gästetor. Kodi Schwarz mit dem 3:5 und nur kurz darauf erneut Schäffler mit einem Hammer Onetimer zum 4:5 brachten die Halle zum kochen, nun waren auch die Fans wieder da und trieben ihr Team nach vorne. Der Knoten schien endlich geplatzt, denn auch Rostislav Martynek trug sich in die Liste der Torschützen ein. 5:5 nach 52 Minuten, damit hatte nach dem 0:4 wohl keiner in der Arena gerechnet. Und es kam noch besser, nachdem Michel Maaßen an Janik Engler im Miesbacher Gehäuse scheiterte hob Kodi Schwarz die Scheibe fast von der Torlinie mit der Rückhand sehenswert unter die Latte. Der Jubel kannte keine Grenzen, aber wie es in diesem Spiel fast sein musste glich Miesbach nur eine Minute später wieder aus. Im vierten Spiel der beiden Gegner musste also bereits zum dritten Mal die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Und hier zeigte es sich wie wichtig ein Bullygewinn ist. Von der ersten Sekunde an die Sharks im Puckbesitz. Gosselin war es dann der aus dem Mitteldrittel sein Solo startete, den Torhüter verlud und die Scheibe in den rechten Winkel hob. Endlich der erste Sieg, endlich der Lohn für gute Spiele und viel Einsatz. Auch wenn vor dem letzten Spiel am nächsten Freitag gegen Königsbrunn kaum eine Verbesserung in der Tabelle möglich ist, zeigt der Weg so kurz vor dem Playoff Viertelfinale in die richtige Richtung.

 

Statistik
ESC Kempten – TEV Miesbach  7:6 n.V. (0:3,2:2,4:1,1:0)

Tore
0:1 Feuerreiter (Slavicek,März)(2.)
0:2 Nowak (9.)
0:3 Asselin (Endress,März)(14.)
0:4 Asselin (März,Feuerreiter)(21.)
1:4 Schäffler (Oppenberger,Schwarz)(28.)
2:4 Voit (Zeiske)(29.)
2:5 Asselin (Deml)(33.)
3:5 Schwarz (Grözinger,Schäffler)(45.)
4:5 Schäffler (Oppenberger,Schwarz)(48.)
5:5 Martynek (Gosselin,Zimmer)(52.)
6:5 Schwarz (Maaßen,Schirrmacher)(54.)
6:6 Slavicek (Grabmaier,Mechel)(55.)
7:6 Gosselin (Grözinger,Schwarz)(62.)

Strafminuten
ESC Kempten: 6
TEV Miesbach: 2

Beste Spieler
ESC Kempten: Kodi Schwarz
TEV Miesbach: Sebastian Deml

Zuschauer 354

HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ

SHARKS VOM PECH VERFOLGT

SHARKS VOM PECH VERFOLGT

ESC Kempten unterliegt dem TEV Miesbach nach starkem Spiel mit 4:3 nach Verlängerung

Wie nicht anders zu erwarten kamen die Hausherren mit ordentlich Dampf aus der Kabine und setzten sich ein ums andere Mal im Kemptener Drittel fest, ohne allerdings gute Chancen zu kreieren. Die größte Chance hatte dagegen nach zwei Minuten Raphael Gosselin, völlig frei vor dem Tor scheiterte er am Schlussmann Janik Engler. Besser machte es eine Minute später Nikolas Oppenberger, von Mauro Seider mit einem Traumpass auf die Reise geschickt zog er allein auf und davon und erzielte die Führung für die Sharks. Kempten nun besser im Spiel, trotzdem blieb der TEV druckvoll und gefährlich. Schreckmoment dann zur Mitte des ersten Drittels, Jakob Nerb im Kemptener Tor musste verletzt vom Eis. Doch David Blaschta war sofort hellwach und entschärfte alle weiteren Chancen der Miesbacher im ersten Abschnitt. Auf der anderen Seite konnte Max Schäffler die Führung der Sharks aus dem Gewühl heraus sogar auf 0:2 ausbauen.

Miesbach kam wieder mit Druck aus der Kabine und nutzte nach nur einer Minute einen Scheibenverlust der Sharks zum Anschlusstreffer. Als gleich zwei Kemptener auf der Strafbank saßen dann der Ausgleich zum 2:2. Immer noch mit einem Mann in Unterzahl startete Nikolas Oppenberger alleine auf und davon und konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den verhängten Penalty brachte er dann leider nicht im Tor unter. Und quasi im Gegenzug die erstmalige Führung der Oberbayern. Doch Kempten ließ sich nicht beeindrucken und nutzte sein erstes Überzahlspiel zum 3:3 durch Eric Nadeau, der einen Abpraller nach einem Schuss von Raphael Gosselin über die Linie drückte. Das Spiel nun wieder offen mit Chancen auf beiden Seiten aber keinen Toren mehr vor dem Schlussabschnitt. Auch im letzten Drittel ein ausgeglichenes Spiel mit viel Tempo und Gelegenheiten für beide Teams, aber nichts zählbares mehr so dass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Und hier war einmal mehr das Glück auf der Seite des Gegners. Matthias Bergmann schlenzte die Scheibe einfach mal aufs Tor und Patrick Asselin fälschte unhaltbar ab.

Harry Waibel war im großen und ganzen auch zufrieden mit seiner Mannschaft. Vieles wurde richtig gemacht, einzig im zweiten Drittel machte es man den Miesbachern bei den ersten beiden Treffern zu leicht. Kempten lieferte eine tolle Begegnung ab. Mit dem Primus der Vorrunde hatte man einen starken Gegner, kämpfte mit viel Herz und Einsatz, blockte Schüsse, fuhr Checks. Und nahm zumindest einen Punkt mit nach Hause. Es war wieder ein guter Schritt vorwärts der Hoffnung für die nächsten Spiele macht. Bereits am Sonntag gibt es die Chance Revanche zu nehmen wenn Miesbach in der ABW Arena antritt

Statistik
TEV Miesbach – ESC Kempten: 4:3 n.V. (0:2,3:1,0:0,1:0)

Tore
0:1 Oppenberger (Seider)(4.)
0:2 Schäffler (Grözinger,Landerer)(14.)
1:2 März (22.)
2:2 Endress (Bergmann,Asselin)(24.)
3:2 Feuerreiter (31.)
3:3 Nadeau (Gosselin,Schwarz)(34.)
4:3 Asselin (Bergmann)(61.) 

Strafminuten
TEV Miesbach: 10
ESC Kempten: 10

Beste Spieler
TEV Miesbach: Patrick Asselin
ESC Kempten: Eric Nadeau

Zuschauer 393

DIE HIGHLIGHTS

PRESSEKONFERENZ