ESC Kempten bekommt es mit Dingolfing und Amberg zu tun

ESC Kempten bekommt es mit Dingolfing und Amberg zu tun

Löwen und Ratten Teil 2 

Während man vor zwei Wochen noch die Löwen Waldkraiburg empfing und bei den Riverrats in Geretsried an den Start ging, so führt dieses Wochenende der Weg zu den Isar Rats nach Dingolfing und die Wild Lions aus Amberg schlagen in der ABW Arena auf.

Die Ergebnisse vom letzten Wochenende zeigten einmal mehr wie ausgeglichen dieses Jahr die Liga ist. Während die Sharks daheim gegen Klostersee ohne Punkte blieben, aber in Miesbach einen glatten Sieg einfahren konnte traf es direkte Konkurrenten wie Miesbach und den Meister der letzten beiden Jahre aus Königsbrunn überraschend hart, beide legten ein 0 Punkte Wochenende hin. Dies, und auch der Blick auf die Tabelle, zeigt deutlich dass man sich nicht viele Ausrutscher erlauben darf, möchte man die direkte Playoffqualifikation am Ende der Vorrunde in der Tasche haben. Am Freitagabend in Dingolfing wartet der aktuell Tabellen siebte mit nur vier Punkten Rückstand (22/18) auf die Sharks. Am letzten Sonntag landete das Team von Trainer Dustin Whitecotton einen deutlichen 4:0 Sieg gegen Miesbach. Gegen die Allgäuer wird man also mit ordentlich Rückenwind in die Begegnung gehen. Die Rats zeigen in ihrer zweiten Bayernligasaison nach dem Aufstieg konstante Leistungen und haben sich mit einem Platz im Mittelfeld gute Aussichten auf einen Playoffplatz geschaffen. Bereits in der letzten Saison zeigten sie gegen Kempten ihren Kampfgeist und hielten die Begegnung bis zum Schluss spannend und offen. 60 Minuten hellwach sein und das eigene Spiel aufs Eis bringen, dass muss die Richtlinie für Kempten sein um die Punkte aus der Marco Sturm Eishalle zu entführen.

Am Sonntag um 17.30 geht es dann in der ABW Arena gegen den langjährigen Kontrahenten aus Amberg. Die Spiele gegen die Oberpfälzer waren immer geprägt von einer gepflegten Rivalität und so ist auch dieses Mal ein Gegner zu erwarten der in Kempten alles gibt um dem Team von Sven Curmann das Leben schwer zu machen. Aktuell mit 14 Punkten auf Platz zehn ist man in Amberg noch nicht so richtig zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf Nur einen Punkt konnte man zuletzt gegen Landsberg ergattern im Spiel davor ging man in Klostersee leer aus. Amberg hatte vor der Saison einige Rotation im Kader, einen Top Torhüter der Bayernliga, Timon Bäthge, verlor man nach Rostock, erhielt dafür aber von den dortigen Piranhas quasi im Tausch mit Lucas di Berardo gleichwertigen Ersatz. Mit Timotej Pancur holte man dazu noch einen starken Backup aus Bremen. Di Berardo dürfte vielen noch aus seiner Zeit in Lindau bekannt sein. Der gebürtige Mannheimer spielte von 2018 bis 2021 im Dress der Islanders und wurde in seiner letzten Saison auch zum Torhüter des Jahres in der Oberliga Süd ausgezeichnet.

Mit Hunter Fortin der während der letzten Saison nach Amberg wechselte und Brendan Walkom hat man zudem ein starkes Ausländerduo am Start, dazu verpflichtete man mit dem Tschechen Tomas Plihal einen sehr erfahrenen und wichtigen Spieler vom Ligakonkurrenten TSV Erding. Amberg hat viel Tiefe in seinem Kader und wird alles daran setzen Punkte im Allgäu zu holen.

Doch das Ziel des ESC ist auch ganz klar definiert, nach Möglichkeit darf es wieder ein sechs Punkte Wochenende werden. Für ca. 3 Wochen nicht mit dabei wird David Mische sein, der junge Stürmer laboriert an einer Oberkörperverletzung.

Wer am Freitag die Reise nach Dingolfing nicht mit antreten kann aber auf Eishockey nicht verzichten möchte, darf in der ABW Arena die 1b der Sharks unterstützen wenn um 19.30 die SG Bayersoien/Peiting 1b zu Gast ist.

Für die Lady Sharks führt am Samstag die Reise in die Mannheimer SAP Arena, dort wartet die reizvolle Aufgabe gegen die Mad Dogs Damen.

Ein gebrauchter Abend

Ein gebrauchter Abend

ESC Kempten hat beim 2:5 gegen Klostersee keinen Auftrag

 Sven Curmann brachte es nach dem Spiel gewohnt nüchtern und sachlich auf den Punkt: „Wir haben es heute nicht geschafft unser Spiel aufs Eis zu bringen. Es sind zwei ähnliche Mannschaften die über Kampf und Leidenschaft ins Spiel kommen und wir haben es heute gar nicht geschafft mental in das Spiel zu finden. Das ist bitter und wir haben es uns anders vorgestellt. Ich mache meiner Mannschaft aber überhaupt keinen Vorwurf, wir haben in den letzten Wochen viel Kraft und Emotionen auf dem Eis gelassen. Wir hätten heute wahrscheinlich noch ewig spielen können und es wäre nicht besser geworden. Ich werde das jetzt in den nächsten Tagen aufarbeiten und dann werden wir auch die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“

Alles was die Allgäuer noch am Freitag in Miesbach zum Auswärtssieg aufs Eis brachten vermisste man am Sonntagabend in der Partie gegen den wiedererstarkten EHC Klostersee. Nikolas Oppenberger und Tomas Kulhanek mussten mit Blessuren vom Freitagsspiel pausieren. Dafür rückte Nikolai Streif wieder ins Team, er war zuletzt mit Förderlizenz beim Kooperationspartner Sonthofen unterwegs.

Die besten Chancen das Spiel zu gewinnen boten sich für die Sharks im ersten Drittel, dieses hätte man bei konsequenter Chancenverwertung mit zwei oder drei Toren Vorsprung beenden können, dann wäre es ein anderes Spiel gewesen. Stattdessen fing man sich nach der Führung durch Max Miller kurz vor Drittelende noch den 1:1 Ausgleich der Gäste ein und nur zwei Minuten nach der Pause geriet man erstmals in Rückstand. Diesen konnte Christopher Mitchell noch ausgleichen, das war es dann aber auch. Klostersee nahm die Zügel mehr und mehr in die Hand und kontrollierte das Spiel. Kempten fand zu keinem Zeitpunkt mehr in die Partie. Es lief nicht viel zusammen und drei weitere Treffer der Gäste waren die Konsequenz. Ein gebrauchter Abend den das Team von Sven Curmann erlebte endete mit der deutlichen 2:5 Niederlage. Nun gilt es unter der Woche die Begegnung aufzuarbeiten und das Team für die schwere Aufgabe am Freitag auswärts in Dingolfing einzustellen.

Statistik:

ESC Kempten – EHC Klostersee 2:5 (1:1,1:2,0:2)

Tore:

1:0 Miller (Mitchell,Schirrmacher)(17.),

1:1 Dengl (Quinlan,Bosecker)(20.),

1:2 Gaschke (Spieß,Baumhackl)(22.),

2:2 Mitchell (Kokoska,Rau)(27.),

2:3 Spies (Quinlan)(39.),

2:4 Bosecker (Haloda,Kroner)(43.),

2:5 Walz (Dengl,Haloda)(48.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 17

EHC Klostersee: 12

Beste Spieler:

ESC Kempten: Christopher Mitchell

EHC Klostersee: Kelvin Waltz

Zuschauer: 829

Big Points in Oberbayern

Big Points in Oberbayern

ESC Kempten gewinnt lange umkämpftes Spiel beim TEV Miesbach

 

Das 2:5 welches nach 60 Minuten in großen Lettern auf der Anzeigetafel prangte sieht viel deutlicher aus als die Partie tatsächlich war. Kempten gewinnt ein hochklassiges und schnelles Spiel bei starken Miesbachern und rückt nach der gleichzeitigen Niederlage von Königsbrunn auf Tabellenplatz zwei nach vorne.

Gute Nachrichten gab es unter der Woche für Trainer Sven Curmann, die erkrankten Sven Schirrmacher und Max Miller sind wieder gesund und zurück im Kader. Somit konnte man die Fahrt in Richtung Oberbayern mit vier kompletten Reihen antreten.

Miesbach startete mit viel Tempo und Druck in das Spiel und hatte die besseren Torchancen. Kempten fand dann aber mit der Zeit in die Partie, die nun ausgeglichen war. Viel Tempo, gute Chancen auf beiden Seiten. Mitte des Drittels hatten die Sharks dann eineinhalb Minuten eine doppelte Unterzahl zu überstehen, die aber gut verteidigt wurde. Wieder komplett fing man sich  dann aber doch das 1:0 der Miesbacher ein, Stefan Mechel kam im Slot frei zum Abschluss und ließ Jakob Nerb keine Chance. Sechs Minuten in Unterzahl nahmen in diesem Abschnitt den Allgäuern zu viel Zeit um der Partie den eigenen Stempel aufzudrücken.

Ins zweite Drittel startete man noch in Unterzahl, überstand aber auch diese. Doch wie bereits beim 1:0, kaum komplett verlor man die Scheibe und der schnelle Patrick Asselin konnte allein auf  Nerb zulaufen und zum 2:0 vollenden. Das Spiel weiter auf einem guten Niveau mit vielen Chancen für beide Teams. Und was bei den Sharks zur Zeit sehr gut läuft ist das Powerplay. Gleich in der ersten Überzahl für Kempten konnte Filip Kokoska auf 2:1 verkürzen. Und erneut in Überzahl bediente der tschechische Stürmer in Diensten der Allgäuer mustergültig Florian Stauder der nur noch zum inzwischen verdienten Ausgleich einschieben musste.  Spannung pur im Schlussabschnitt. Das Spiel offen und beide Teams hatten die Chance es für sich zu entscheiden. Es war so eine typische Begegnung nach dem Motto, wer das 3:2 erzielt gewinnt auch. Und es waren die Sharks die nun den Spieß umdrehten. Unmittelbar nachdem Miesbach eine Strafzeit überstanden hatte Schlug Kevin Marquardt zu und brachte seine Farben zum ersten Mal in Führung. Miesbach erhöhte den Druck und just als Torwart Ewert für einen sechsten Feldspieler vom Eis wollte reagierte Schlitzohr Mauro Seider am schnellsten und versenkte die Scheibe genau zwischen Schoner und Pfosten zur Entscheidung. Florian Höfler war es dann vorbehalten per empty net Goal für den Endstand zu sorgen.

Statistik:

TEV Miesbach – ESC Kempten 2:5 (1:0,1:2,0:3)

Tore:

1:0 Mechel (Pölt,Merl)(16.)

2:0 Asselin (21.),

2:1 Kokoska (Rau,Stauder)(29.),

2:2 Stauder (Kokoska,Kulhanek)(37.),

2:3 Marquardt (Mitchell,Miller)(52.),

2:4 Seider (Voit)(59.),

2:5 Höfler (Mitchell,Marquardt)(ENG)(60.)

Strafminuten:

TEV Miesbach: 8

ESC Kempten: 10

Beste Spieler:

TEV Miesbach: Stefan Mechel

ESC Kempten: Filip Kokoska

Zuschauer: 428

Dicke Brocken vor der Brust

Dicke Brocken vor der Brust

Mit Miesbach und Klostersee warten zwei ehemalige Oberligisten auf die Sharks

6 Punkte aus dem letzten Wochenende und Tabellenplatz 3. Alles im Soll beim ESC Kempten, jedoch es bleibt keine Zeit zum Ausruhen, vor allem ist die Liga viel zu stark und ausgeglichen für Ruhepausen. Am Freitagabend um 20.°° steht das Duell beim Tabellennachbarn in Miesbach auf dem Spielplan. (Kempten Platz 3/19 Punkte, Miesbach 5/16). Mit den Oberbayern traf man sich bereits in der Saisonvorbereitung, damals zog man mit dem 2:5 den Kürzeren. Mit zuletzt zwei Siegen gegen Amberg und den Sonntagsgegner Klostersee läuft es aktuell rund beim Team von Zdenek Travnicek. Ein Wiedersehen gibt es am Freitag auch mit dem letztjährigen Shark Jakub Bitomsky, der im Sommer an die Schlierach wechselte und dort mit aktuell 13 Scorerpunkten gleichauf mit Kemptens Sergei Topol in der Scorerliste steht.

Einen richtig verkorksten Saisonstart erlebte der EHC Klostersee. Trotz einem gut besetzten Team konnte man die aus den letzten Jahren gewohnte Leistung noch nicht auf das Eis bringen, Tiefpunkt dabei sicher die 0:7 Niederlage gegen den EC Pfaffenhofen. Erste Konsequenz war der Rücktritt von Trainer  Acker, für ihn steht nun wieder der langjährige Coach und sportliche Leiter Dominik Quinlan hinter der Bande. Seitdem geht es langsam wieder bergauf in Grafing. Mit Siegen gegen Erding und Geretsried folgte die Kehrtwende, und auch gegen die starken Waldkraiburger und gegen Miesbach lieferte man  Spiele auf Augenhöhe ab, unterlag jeweils nur knapp mit einem Tor Unterschied. Aktuell stehen die Grafinger noch punktgleich mit Landsberg am Tabellenende, bis jetzt sicher eine der größten Überraschungen der noch jungen Saison. Und gerade das macht Klostersee so gefährlich, das Team um Kapitän und Routinier Raphael Kaefer wird seinen Weg aus dem Tabellenkeller nach oben nehmen und darf auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Spielbeginn in der ABW Arena ist wie immer um 17.30 Uhr

Sharks erkämpfen sich sechs Punkte

Sharks erkämpfen sich sechs Punkte

ESC Kempten gewinnt auch beim ESC  Geretsried

 

Mit dem gleichen Aufgebot wie bereits am Freitag gegen Waldkraiburg starteten die Allgäuer nach Geretsried. Timo Schirrmacher und Max Miller weiterhin erkrankt nicht dabei.

Den perfekten Start in die Begegnung erwischten die Sharks, gerade 42 Sekunden waren gespielt da versenkte Florian Stauder die Scheibe schon im Netz. Mit der frühen Führung im Rücken spielte Kempten zunächst gefällig, Geretsried brauchte einige Zeit um sich von dem frühen Rückstand zu erholen, kam aber nach und nach immer besser in die Partie, die nun auf beiden Seiten offen war. Sven Curmann war nach der Partie nicht zufrieden mit dem ersten Abschnitt, seine Mannschaft hatte nach der frühen Führung versäumt dem Gegner das eigene Spiel aufzudrücken. Ein intensives Drittel mit vielen Zweikämpfen, es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Der Ausgleich der Riverrats in Minute 15 dann auch durchaus verdient. Kempten nahm sich selbst auch durch zu viele Strafen den Schwung, ärgerlich vor allem dass man zweimal in eigener Überzahl selbst in die Kühlbox musste.

Das Mitteldrittel entwickelte sich mehr und mehr zu einem sehr intensiven Spiel mit einer ordentlichen Portion gesunder Härte. Kempten tat sich schwer im Spielaufbau aus dem eigenen Drittel, bedingt durch den sehr aggressiven Forecheck der Hausherren. Chancen gab es trotzdem genügend, dies aber ausgeglichen auf beiden Seiten. Es war in diesem Abschnitt vor allem auch das Spiel zweier starker Torhüter. Jakob Nerb auf Kemptener Seite und Dominik Gräubig im Tor der Rats standen sich in nichts nach und ließen keine weiteren Treffer zu.

Im Schlussabschnitt war weiterhin alles offen, das Momentum wechselte hin und her und es war lange offen welches Team als Sieger vom Eis gehen sollte. Auch wenn Kempten durch ein von Sergei Topol wunderschön heraus gespieltes Tor durch Filip Kokoska schnell wieder in Führung ging, so steckten die Hausherren nie auf. Routinier Stefano Rizzo glich zum 2:2 aus und das Spiel lebte weiter von der Spannung. Ein genialer Moment von Stauder bescherte Kempten auch die dritte Führung. Maximilian Schäffler gewann ein Bully legte nach hinten ab und der Stürmer drosch den Puck ansatzlos in den Winkel. Geretsried warf nochmals alles nach vorne, schaffte es aber nicht mehr richtig gefährlich zu werden. Sergei Topol mit dem empty Net Treffer machte sehr zur Freude der mitgereisten Sharks Anhänger den Sack endgültig zu und das perfekte Wochenende komplett.

Statistik
ESC Geretsried – ESC Kempten 2:4 (1:1,0:0,1:3)

Tore
0:1 Stauder (Seider,Höfler)(1.)
1:1 Fuchs (Popelka,Rizzo)(15.)
1:2 Kokoska (Topol)(42.)
2:2 Rizzo (Hüsken,Popelka)(48.)
2:3 Stauder (Schäffler)(53.)
2:4 Topol (Höfler,Kokoska)(ENG)(60.).

Strafminuten
ESC Geretsried: 8
ESC Kempten: 8

Zuschauer 419

Sharks trotzen starken Löwen

Sharks trotzen starken Löwen

ESC Kempten besiegt den EHC Waldkraiburg erst in den letzten zwei Minuten

 

Die positive Nachricht des Abends, und gleichzeitig auch eine spielentscheidende: Filip Kokoska ist wieder zurück im Team. Nach seiner langwierigen Verletzung stand der Ausnahmestürmer endlich wieder im Aufgebot der Allgäuer. Und um es vorwegzunehmen, mit vier Assists und einem Treffer zeigte er warum er so wichtig für sein Team ist und feierte ein perfektes Comeback.

Aber trotz des 5:3 Sieges war noch nicht alles Gold was glänzt. Trainer Sven Curmann haderte nach der Partie nämlich vor allem mit der Chancenverwertung seines Teams: „Nach dem ersten Drittel muss das Spiel eigentlich schon entschieden sein, da muss es schon vier oder fünf zu eins stehen. Dann machen wir uns wieder selbst das Leben schwer und nehmen uns das Momentum, und dann bist Du 2:3 hinten. Da dürfen wir uns dann auch nicht beschweren wenn das Spiel andersherum ausgeht. Wir machen immer noch zu viele individuelle Fehler die dann zu Gegentoren führen. Wir haben aber auch an uns geglaubt und bis zum Schluss nicht aufgegeben. Wir sind natürlich super happy die drei Punkte behalten zu dürfen.“

Einen starken und unangenehmen Gegner hatten die Sharks am Freitagabend zu Gast. Die Innstädter waren nach Ihrem Abstieg in der Saison 22/23 sofort wieder aufgestiegen und zeigen bisher eine beeindruckende Saisonleistung. Kempten begann mit Tempo und zielstrebig, ließ aber die ein oder andere hochkarätige Chance liegen. Trotzdem ging man in einer doppelten Überzahl durch Florian Stauder in Führung, musste aber nach einem Fehler im eigenen Aufbau noch den Ausgleich vor Drittelende hinnehmen. Auch der erstmaligen Gästeführung ging ein Fehler im Spielaufbau voraus, die Scheibe kam zum freistehenden Tomas Vrba der mit einem satten Onetimer seinen zweiten Treffer markierte. Von Pascal Kröber wunderbar angespielt konnte Kokoska die Partie mit einem satten Schuss ins Kreuzeck schnell wieder ausgleichen. Die Löwen blieben in diesem Abschnitt aber weiter sehr aktiv und konnten noch vor der Pause erneut in Führung gehen. Die Sharks drückten im letzten Abschnitt deutlich aufs Tempo darauf bedacht den Ausgleich zu erzielen. Doch die Minuten verronnen und Waldkraiburg verteidigte die knappe Führung mit Mann und Maus. Nur noch sechs Minuten standen auf der Uhr als Kapitän Daniel Rau einen seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie auspackte. Sergei Topol hielt den Schläger rein und fälschte den Puck unhaltbar für den starke Lode im Gästetor ab. Und als die Gäste eine gute Minute vor Ende noch eine Strafe nahmen dachten sich die beiden Kemptener, das probieren wir doch gleich nochmal. Rau mit einem Hammer von der Blauen, Topol hält den Schläger rein und es steht 4:3, das Spiel war doch noch gedreht. Schlusspunkt unter einer spannenden und unterhaltsamen Partie dann das empty Net Tor von Maximilian Schäffler. Drei wichtige und letztendlich auch verdiente Punkte bleiben somit im Allgäu und sichern den vierten Tabellenplatz ab. Bereits am Sonntag in Geretsried besteht die Möglichkeit nachzulegen.

Statistik
ESC Kempten – EHC Waldkraiburg 5:3 (1:1,1:2,3:0)

Tore
1:0 Stauder (Kokoska,Kröber)(17.)
1:1 Vrba (Vogl,Cejka)(19.)
1:2 Vrba (24.)
2:2 Kokoska (Mitchell,Kröber)(29.)
2:3 Sramek (Hora,Vogl)(38.)
3:3 Topol (Rau,Kokoska)(55.)
4:3 Topol (Rau,Kokoska)(59.)
5:3 Schäffler (Höfler,Kokoska)(ENG.)(60.)

Strafminuten
ESC Kempten: 6
EHC Waldkraiburg: 8

Beste Spieler
ESC Kempten: Daniel Rau
EHC Waldkraiburg: Tomas Vrba

Zuschauer 634