Volles Programm beim ESC

Volles Programm beim ESC

Die Sharks empfangen Peißenberg und reisen nach Ulm. Die Ladies dürfen beim ESV Kaufbeuren antreten.

Gleich 7 Spiele stehen für die Teams der Allgäuer am dritten Adventswochenende auf dem Programm, dazu kommt das Turnier der U9 in der heimischen ABW Arena.

 

Freitag 13.12.2024:

19.30 Sharks – Peißenberg Miners

19.30 Bayersoien/Peiting 1b – Sharks 1b

 

Samstag 14.12.2024:

11.°°  U9 Turnier in Kempten

15.35 U17 Peißenberg – ESC Kempten

17.°° U20 ESC Kempten – TSV Peißenberg

 

Sonntag 15.12.2024

17.°° U17 ESC Kempten – ESC Geretsried

18.°° Devils Ulm/Neu-Ulm – Sharks

18.15 ESV Kaufbeuren – Lady Sharks

So der gut gefüllte Spielplan für die Teams aus der Allgäumetropole.

Für die „großen“ Sharks geht es in zwei schweren Spielen darum den Platz im oberen Tabellenbereich weiter zu festigen. Doch mit Peißenberg und Ulm/Neu-Ulm stehen dabei zwei richtig dicke Brocken im Weg. Die Miners durchlaufen gerade ein Tief und kommen mit zuletzt fünf Niederlagen am Stück in die ABW Arena. Verletzte Spieler und der langfristige Ausfall ihres Top Torhüters Korbinian Sertl waren nicht auf die Schnelle zu kompensieren. Auf der Goalieposition hat man von den Sharks Xaver Nagel verpflichtet, er soll zwischen den Pfosten für die notwendige Stabilität sorgen, ebenfalls neu im Kader ist der ehemalige Landsberger Marius Klein. Auch ein belastendes Thema in Peißenberg ist natürlich die Situation um die Eissporthalle. Aktuell steht es in den Sternen ob der Spielbetrieb dort auch in der Zukunft stattfinden kann, es klafft ein großes Loch in der Finanzierung dringender technischer Arbeiten. Doch all diese Schwierigkeiten lassen einen Verein immer auch näher zusammenrücken und so werden die Miners alles dafür geben um in Kempten zu punkten und sich vom für ihr Team und ihre Verhältnisse nicht standesgemäßen neunten Tabellenplatz weiter nach oben zu schieben. Das Trainergespann Stefan Ihsen  und Josef Staltmayr wird sein Team entsprechend heißmachen.

Das Spiel am Freitagabend steht unter dem Motto „Weihnachtsspiel“. Die ersten 1000 Besucher im Stadion bekommen als kleines Zuckerl einen Schokoschneemann geschenkt.

Nicht weniger heiß wird es beim immer jungen Derby bei den Devils Ulm/Neu-Ulm hergehen. Am Sonntag um 18.°° fällt der erste Puck in der Eishalle am Donaubad. Einen großen Paukenschlag gab es vor kurzem an der Donau als man sich vom Erfolgstrainer der letzten Jahre Martin Jainz trennte. Der ehemalige Verteidiger hatte mit seinem Team bis dahin eine durchaus starke Saison gespielt und sich immer im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Entsprechend überraschend kam die plötzliche Trennung. Übernommen hat kein Unbekannter, Michael Bielefeld heißt nun der Verantwortliche an der Ulmer Bande. Mit dem EV Pfronten stand er zuletzt unter den Top 3 der Landesliga und leistete dort hervorragende Arbeit. Doch dem Ruf seines ex. Klubs konnte er nicht widerstehen und wechselte aus dem Allgäu zurück an die Donau.

Wer bei den Kemptenern aus dem Krankenlager zurück in den Kader kommt ist bis jetzt noch offen. Die Entscheidung hierüber wird Coach Sven Curmann erst am Donnerstagabend nach dem Abschlusstraining treffen können.

Eine spannende Aufgabe wartet auch auf die Lady Sharks. Nachdem sie gegen die Damen der DEL 2 Teams aus Regensburg und Crimmitschau bereits gewinnen konnten warten nun also die Damen der Kaufbeurer „Joker“ auf das Team von Max Berger. Der Kemptener Trainer  möchte mit seinem Team am Sonntagabend auch in der Erdgas Schwaben Arena nach Möglichkeit einen Sieg einfahren. In der Saisonvorbereitung hatte dies nach Penaltyschießen schon einmal geklappt. Kaufbeuren hat aber auch gegen die starken Tölzerinnen und Mannheimerinnen in sehr engen Spielen gezeigt was in dem Team steckt. Es wird auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit, aber wenn sich die Kemptener Damen erneut so treffsicher zeigen wie vor Wochenfrist beim 13:2 Sieg in Westsachsen sollte ein Sieg durchaus auch möglich sein. Man möchte dem aktuellen Tabellenführer aus Bad Tölz schließlich auf den Fersen bleiben.

Sharks überzeugen mit Rumpftruppe gegen die Mammuts

Sharks überzeugen mit Rumpftruppe gegen die Mammuts

ESC Kempten gewinnt mit 8:4 bei der EA Schongau

Zu den aktuell verletzten Spielern fegt derzeit auch noch eine Grippewelle durch die Mannschaft, so dass Trainer Sven Curmann mit gerade mal 14 Feldspielern nicht einmal drei komplette Reihen aufbieten konnte. Kokoska, Kulhanek, Streif, Miller, Schäffler, Limböck, so die Liste der nicht einsatzbereiten Akteure auf Kemptener Seite. Von der eigenen U 20 konnte auch kein Spieler aushelfen, sie mussten zeitgleich mit der Ersten selbst in Miesbach ran. Genug Arbeit für die verbliebenen also, aber auch Gelegenheit zusammenzurücken und für die Ausfälle mitzukämpfen. Trotzdem starteten die Sharks mit viel Tempo in die Begegnung, Gleich zu Beginn gab es die ein oder andere gute Torchance. Doch in Führung gingen die im ersten Drittel eiskalten Gastgeber bereits in der dritten Minute. Kempten blieb weiter am Drücker und es waren die beiden Rückkehrer die das Spiel zu ihren Gunsten drehten, Zunächst erzielte Anton Zimmer mit dem Ausgleich sein erstes Tor seit seiner Rückkehr aus Füssen. Und auch David Mische traf gleich in der ersten Begegnung nach seiner Verletzungspause zur zwischenzeitlichen Führung. Das Spiel wogte insgesamt ziemlich wild auf beide Seiten hin und her und die Mammuts nutzen eine ihrer Gelegenheiten zum 2:2 Pausenstand kurz vor Drittelende.

Trainer Sven Curmann sprach in seiner Analyse nach dem Spiel von völlig offenen 20 Anfangsminuten, in denen Schongau aufgrund der zwingenderen Chancen auch durchaus hätte führen können. In der ersten Pause änderte der Kemptener Coach ein paar Kleinigkeiten und es lief nun deutlich besser im Spiel der Sharks. Nikolas Oppenberger war es dann vorbehalten sein Team mit einem Doppelschlag in den ersten vier Minuten des Mittelabschnitts wieder in Führung zu bringen. Einen Treffer erzielte der Routinier dabei in eigener Unterzahl. Kempten von nun an drückend überlegen und mit jeder Menge Torschüssen, gleich dreimal klingelt es dabei auch am Schongauer Pfosten, einzig ein Treffer sollte in diesem Drittel nicht mehr gelingen. Die einzelnen Schongauer Entlastungsangriffe fanden allesamt spätestens bei Danny Schubert im Gehäuse der Allgäuer ihr Ende. Spannung dann zum Schlussabschnitt, sollte Schongau nochmals herankommen oder würde Kempten den Vorsprung über die Zeit bringen? Die Antwort gaben die Illerstädter recht deutlich, zunächst gelang Timo Schirrmacher ein weiterer Treffer in Unterzahl danach erhöhten Sergei Topol und Christopher Mitchell auf ein beruhigendes 2:7. Schongaus Anton Egle gelang zwar noch ein Doppelpack aber der Schlusspunkt blieb dem Spieler des Abends vorbehalten, Nach einem Zuckerpass von Florian Stauder vollendete Oppenberger mit seinem dritten Treffer zum 4:8 Endstand. Die Sharks sacken verdiente drei Punkte ein und Curmann war sehr stolz auf sein dezimiertes Team welches den Fight gegen starke Mammuts angenommen hat und als Team füreinander gekämpft hat. Der Sieg hievt Kempten wieder auf Platz zwei der Bayernliga, aber nach wie vor geht es in der Tabelle sehr eng zu. Und am nächsten Wochenende warten mit Peißenberg und in Ulm zwei sehr starke und unbequeme Gegner. Gerade die richtige Zeit um wieder den ein oder anderen Spieler aus dem Krankenlager zurück ins Team zu bekommen.

Statistik
EA Schongau – ESC Kempten 4:8 (2:2,0:2,2:4)

Tore
1:0 Saal (Hummel,Greil)(3.)
1:1 Zimmer (Topol,Landerer)(9.)
1:2 Mische (Mitchell,Seider)(13.)
2:2 Greil (Hummel)(19.)
2:3 Oppenberger (Stauder,Marquardt)(22.)
2:4 Oppenberger (Landerer,Schirrmacher)(25.)
2:5 Schirrmacher (Marquardt)(43.)
2:6 Topol (Zimmer,Seider)(44.)
2:7 Mitchell (Höfler,Oppenberger)(48.)
3:7 Egle (Hegner)(49.)
4:7 Egle (Greil,Mühlegger)(51.)
4:8 Oppenberger (Stauder,Landerer)(57.)

Strafminuten
EA Schongau: 14
ESC Kempten: 10

Beste Spieler
EA Schongau: Stefan Saal
ESC Kempten: Nikolas Oppenberger

Zuschauer 359

Bayernliga on the road

Bayernliga on the road

Drei der vier Kemptener Bayernligisten müssen auswärts ran

Viel Zeit werden die Teams der Sharks am Wochenende auf der Straße verbringen. Lediglich die U 17 darf am Samstag um 17.°° ein Heimspiel bestreiten, Gegner ist der EHC Bad Aibling. Doch es gibt noch mehr zu sehen in der ABW Arena, die „Zweite“ des ESC hat gleich zwei Heimspiele, am Freitag um 19.30 empfängt man die 1b der EA Schongau, das gleiche Duell steht auch bei den beiden ersten Mannschaften am Sonntag an, dann aber am Lech. Am Sonntag um 17.°° kommt dann der ESV Türkheim nach Kempten.

Die mit Abstand weiteste Reise treten die Lady Sharks an. Knapp 500 Km sind es bis nach Westsachsen, wo die Damen des ETC Crimmitschau warten. Für die Damen Bayernliga eigentlich eine viel zu weite Tour, aber so sind nun mal die Einteilungen der Verbände. Für das Team von Coach Max Berger geht es nach der Penaltyniederlage gegen Bad Tölz darum die nächsten Punkte einzufahren, ein Sieg bei den Damen des DEL2 Ligisten steht ganz oben auf dem Wunschzettel. Und auch die U 20 der Sharks ist unterwegs, am Sonntag tritt man beim TEV Miesbach an.

Fehlen nur noch die großen Sharks, Sven Curmann und seine Truppe machen sich zum Start der Rückrunde auf den Weg nach Schongau. Am Sonntag um 17.30 wartet dort mit den Mammuts ein aus den letzten Jahren gut bekannter und immer unbequemer Gegner. Schongau gilt als defensiv gut eingestelltes Team und ist immer physisch präsent und zweikampfstark. Auf gar keinen Fall täuschen lassen darf man sich von der Tabelle. Als aktuell sechzehnter fehlen den Mammuts gerade mal 3 Punkte auf Platz 10 und der Qualifikation zu den Pre Playoffs. Und die Gefährlichkeit der Teams aus dem Tabellenkeller hat man am letzten Sonntag in Schweinfurt bereits hinreichend erlebt. Es wird also darauf ankommen 100% motiviert und wachsam in die Begegnung zu gehen. Am letzten Wochenende schickten die Lechstädter den TEV Miesbach mit 4:1 nach Hause, es wird also erneut eine schwere Aufgabe für die Allgäuer. Wer am Sonntag in Schongau alles das Trikot mit dem Hai auf der Brust tragen wird ist aktuell noch ungewiss, es fegt zur Zeit eine Grippewelle durch den Kader, so dass sich das endgültige Lineup wohl erst am Sonntagvormittag entscheiden wird.

Verlassen kann man sich auf jeden Fall auf ausreichend Unterstützung der eigenen Fans, wie in jedem Jahr macht sich auch wieder ein Fanbus auf den Weg nach Schongau.

Ervin Masek zum Abschluss der Bayernliga Hinrunde

Ervin Masek zum Abschluss der Bayernliga Hinrunde

Ein Interview mit unserem sportlichen Leiter

Ervin Masek, die erste Hälfte der Vorrunde ist gespielt, eine gute Gelegenheit ein kleines Resümee zu ziehen.

Nach 15 Spielen auf Platz drei der Tabelle, das klingt doch nach eitel Sonnenschein beim ESC. Bist Du komplett zufrieden oder welches Potential zur Verbesserung siehst Du noch?

E.M.: Wenn man sieht, wie eng die Liga dieses Jahr beieinander ist, kann man mit dem dritten Tabellenplatz sicher zufrieden sein. Komplett zufrieden kann man natürlich nie sein, aber das ist, wie man sagt, „meckern auf hohem Niveau“. Man sieht über weite Strecken, zu was dieses Team fähig ist, allerdings darf man bemängeln, dass wir die Konstanz über mehrere Spiele noch nicht hinbekommen. Wir verpassen immer wieder die Chance uns in der Tabelle abzusetzen wenn wir die Chance dazu haben. Hieran müssen und wollen wir in der Rückrunde arbeiten um auch am Ende in den Play-offs zu stehen.

Mit Dingolfing und Waldkraiburg stehen die letzten zwei Aufsteiger ganz oben mit dabei, arrivierte Klubs wie Miesbach, Klostersee, Landsberg und auch der zweifache Meister Königsbrunn tun sich dagegen noch schwer ihre Dominanz der letzten Jahre wiederzufinden. Überrascht es Dich dass die Liga in dieser Saison so sehr ausgeglichen ist wie schon lange nicht mehr? Und wen erwartest Du nach Abschluss der Vorrunde auf den vorderen Plätzen?

E.M.: So wie ich die Kaderplanungen der Bayernligisten im Sommer beobachtet habe, ist es für mich keine Überraschung, dass die Liga so ausgeglichen ist. Natürlich haben einige der arrivierten Klubs nicht den optimalen Start hingelegt, man muss aber auch sagen das für jede Mannschaft von Platz 2 bis Platz 16 alles offen ist. Es sind ja gerade mal 14 Punkte Unterschied dazwischen. Von Platz 2 auf einen Abstiegsrundenplatz sind es gerade einmal 11 Punkte. Dies scheint vielleicht auf den ersten Blick viel zu sein, aber verliert man mal drei Spiele in Folge, kann man sich schnell in der Tabelle viel weiter unten finden. Ich finde die Liga dieses Jahr enorm spannend und attraktiv, tatsächlich gilt hier mehr als in einer anderen Liga: „Jeder kann jeden schlagen“. 

 

Ihr konntet bis jetzt nur bei einem einzigen Spiel mit dem kompletten Kader auflaufen, das Verletzungspech zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Ihr musstet von Spiel zu Spiel immer wieder die Reihen umstellen. Wie sehr behindert Euch das in Eurer Arbeit und wie stark beeinträchtigt es die Leistungen des Teams?

E.M.: Es ist natürlich nicht optimal wenn du immer wieder die Reihen umstellen musst. Wir haben uns aber im Sommer bewusst für einen qualitativ starken und breiten Kader entschieden, um Ausfälle  kompensieren zu können. Dies betrifft aber nicht nur uns. Auch andere Mannschaften müssen immer wieder auf Ihre Leistungsträger verzichten. So ist es eben im Sport, Du musst immer wieder mit Krankheiten oder Verletzungen rechnen. Es wäre schon enormes Glück, wenn Du über die ganze Saison auf den kompletten Kader zurückgreifen kannst.

Anton Zimmer ist zu den Sharks zurückgekehrt, aber mit Jonas Mikulic und Xaver Nagel haben uns aktuell zwei Spieler verlassen. Wird es für die Beiden Ersatz geben und sind noch weitere Verstärkungen, auch aufgrund der Verletzungsmisere, geplant?

E.M.: Aus jetziger Sicht planen wir weiterhin mit dem Kader, der uns aktuell zur Verfügung steht. Wir gehen davon aus, dass die verletzten Spieler bald wieder auf dem Eis stehen. Aktuell haben wir keine Langzeitverletzten, daher ist eine Nachverpflichtung nicht geplant. Das Transferfenster ist ja noch bis Mitte Februar offen, sollte sich die Situation um die Spieler und deren Verletzungen ändern, müssten wir eine Nachverpflichtung in Erwägung ziehen. Dies hängt aber immer davon ab, was der Markt aktuell hergibt und ob eine mögliche Nachverpflichtung sportlich, aber auch wirtschaftlich für den Verein Sinn macht. Das gleiche gilt auf der Torwartposition. Grundsätzlich halte ich die Augen offen, aber auch hier haben wir kein Druck, um eine Verpflichtung tätigen zu müssen. Sollte sich sportlich und wirtschaftlich etwas ergeben, was für uns Sinn macht, werden wir das intern besprechen. 

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und somit auch die Eventspiele in unserer Arena. Das Weihnachtsspiel gegen Peißenberg, Der Hüttenzauber gegen Landsberg und das Warrior Hockey Classic gegen Buchloe. Wie sehr freut Ihr Euch auf diese Spiele vor hoffentlich stattlicher Kulisse und wie sehr motiviert es die Mannschaft und das Team drumherum?

E.M.: Für den Verein und für die Mannschaft sind das sicherlich besondere Spiele. Viele Zuschauer, gute Atmosphäre und laute Stimmung. Es macht immer viel mehr Spaß, wenn die Halle voll und laut ist. Die Mannschaft pusht es nach vorne und sie holen das Maximale aus sich heraus. Wir müssen dies aber auch alles ausblenden und uns auf diese Spiele wie auf jedes andere vorbereiten, dann bin ich mir sicher dass es mit den Punkten auch klappt. 

Und zum Abschluss, was ist Dein größter Weihnachtswunsch für Dich und für die Mannschaft?

E.M.: Vor allem wünsche ich mir, dass wir verletzungsfrei durch die Saison kommen, dann ist mit dieser Mannschaft vieles möglich. Was am Ende dabei herauskommt, das weiß keiner von uns. Aber natürlich ist es der Wunsch jedes Sportlers, Trainers, und Managers auch das letzte Saisonspiel der Liga zu bestreiten

Weiterer Abgang beim ESC Kempten

Weiterer Abgang beim ESC Kempten

Xaver Nagel schließt sich anderem Bayernligisten an

 

Der talentierte junge Torhüter war zu Saisonbeginn von den Mammuts aus Schongau nach Kempten gewechselt. In der Vorbereitung und in der Vorrunde konnte er zeigen welches Talent in ihm schlummert. Zuletzt musste er vermehrt Jakob Nerb den Vortritt lassen, der zur Zeit in hervorragender Form ist. Für einen jungen aufstrebenden Goalie ist es natürlich immer oberstes Ziel Spielpraxis zu bekommen. Daher war Xaver auch einem Vereinswechsel gegenüber nicht abgeneigt um seine Karriere voranzutreiben. Nachdem beim TSV Peißenberg Torhüter Korbinian Sertl nun verletzt ausfällt hat man dort dringenden Bedarf an einem Goalie mit Erfahrung in der Bayernliga und ist mit der entsprechenden Anfrage an den ESC herangetreten.

Der sportliche Leiter Ervin Masek erklärt wie es zu dem kurzfristigen Wechsel kam: “Wir wurden letzte Woche seitens der Peißenberg Miners über deren Interesse an Xaver Nagel informiert. In einen offenen Gespräch zwischen Xaver und mir habe ich ihn über das vorliegende Angebot informiert. Nach einigen Tagen Bedenkzeit beider Seiten haben wir uns dazu entschieden Xaver für einen Wechsel freizugeben. Auch die Gespräche mit Tobias Ende von den Miners verliefen immer fair, und die Wege trennen sich auf jeden Fall im Guten. Wir möchten uns bei Xaver für den Einsatz im Kemptener Trikot bedanken und wünschen Ihm bei den Miners alles gute.

Wir werden Stand heute mir unserem Torwartduo Nerb/Schubert weiter arbeiten, halten aber die Augen auf dem Markt offen und werden reagieren, sollten wir einen geeigneten Kandidaten auf der Torwartposition finden. Durch das lange Transferfenster habe wir aktuell keinen Druck, um sofort nachverpflichten zu müssen.

Die verflixte Sieben

Die verflixte Sieben

ESC Kempten verliert mit 7:5 in Schweinfurt

Konnten die Sharks am Freitag den amtierenden Meister aus Königsbrunn noch mit sieben Treffern nach Hause schicken, so musste man am Sonntagabend selbst sieben Tore hinnehmen und ohne Punkte die Heimfahrt aus Unterfranken antreten. Und auch wenn man dabei fünf eigene Treffer erzielen konnte war die Niederlage beim Tabellenvorletzten klar verdient. Trainer Sven Curmann hatte am Freitag nach dem Sieg noch gewarnt: „Die Punkte die Du am Freitag holst sind erst dann etwas wert wenn Du am Sonntag nachlegen kannst,“ so seine Aussage. Doch seine Worte schienen nicht wirklich angekommen zu sein, ebenso wie die Warnung vor der Schweinfurter Top Angriffsformation mit Petr Pohl, Dylan Hood und Tomas Cermak. Die Reihe erzielte nämlich alle sieben Schweinfurter Treffer und hatte es dabei meist viel zu einfach aus Kemptener Sicht. Stand es nach dem ersten Abschnitt noch 0:0 so folgte der KO für die Gäste innerhalb 13 Minuten kollektivem Blackouts. 4:0 hieß es urplötzlich und die Partie war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon gelaufen. Die 23. bis 36. Spielminute würden die Sharks sicher gerne aus dem Protokoll löschen. Kurz vor der Pause traf Daniel Rau dann immerhin zum 4:1. Ein Fünkchen Hoffnung könnte beim 4:2 nach der Pause durch Nikolas Oppenberger noch aufgeglimmt sein doch spätestens das 5:2 durch Cermak zeigte auch die Abgeklärtheit der Gastgeber auf. Sie erzielten ihre Tore immer zum absolut richtigen Zeitpunkt. Der Doppelschlag durch Christopher Mitchell und Max Miller zum 5:4 brachte zumindest noch für einen kurzen Augenblick erneut einen Rest Hoffnung aber wieder war man unachtsam und es klingelte keine Minute später schon im Kemptener Gehäuse. Und auch nach dem erneuten Anschluss durch Florian Stauder zum 6:5 wurde es schnell wieder ernüchternd. Scheibenverlust im eigenen Aufbau und genau zwölf Sekunden nach Stauders Treffer fiel das Tor zum 7:5 Endstand. Zu viele eigene Fehler und die eiskalten Schweinfurter Stürmer sorgten letztendlich für die Niederlage. 

Sven Curmann fand in der Pressekonferenz gewohnt klare und deutliche Worte zum Spiel: „Wir haben heute unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt. Unser Zweikampfverhalten war heute ganz ganz schwach, vor allem in der Rückwärtsbewegung und im Spiel ohne Scheibe. Hier war es das schwächste Spiel seit ich Trainer in Kempten bin. Wir haben Zweikämpfe verloren, sind nicht über dem Mann geblieben. Schweinfurt hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht und auch klar verdient gewonnen. Trotzdem stehe ich vor der Mannschaft, es gibt solche Tage und wir gewinnen und verlieren zusammen.“

Immerhin blieb das Highlight des Spiels den Sharks vorbehalten, dies war unbestritten das Tor von Christopher Mitchell. Er versenkte ein Bully zur Überraschung des Schweinfurter Torhüters per Direktschuss zum zwischenzeitlichen 5:3 in den Winkel.

Letztendlich bleibt eine vermeidbare Niederlage zum Ende der Hinrunde, welche die Sharks aber trotzdem auf einem sehr starken dritten Tabellenplatz abschließen.

Am kommenden Wochenende bleibt der Freitag spielfrei und am Sonntag geht es dann bei der EA Schongau weiter.

Statistik:

ERV Schweinfurt – ESC Kempten 7:5 (0:0,4:1,3:4)

Tore:

1:0 Cermak (Melchior,Hood)(24.),

2:0 Hood (Cermak)(30.),

3:0 Pohl (Cermak,Hood)(32.),

4:0 Hood (Pohl,Cermak)(37.),

4:1 Rau (Oppenberger)(39.),

4:2 Oppenberger (Rau)(42.),

5:2 Cermak (Teubner,Ewald)(47.),

5:3 Mitchell (49.),

5:4 Miller (51.),

6:4 Hood (52.),

6:5 Stauder (Rau,Zimmer)(57.),

7:5 Cermak (Hood)(57.).

Strafminuten:

ERV Schweinfurt: 8

ESC Kempten: 12

Zuschauer: 407