Sharks ringen Piraten nieder

Sharks ringen Piraten nieder

ESC Kempten sichert sich mit 6:4 Sieg beim ESV Buchloe endgültig den Klassenerhalt

Eigentlich hätte alles schon erledigt sein sollen mit dem Abstiegskampf nach dem Heimspiel am Freitag gegen Geretsried. Aber es kam völlig anders als gedacht, der fehlende Punkt war in weite Ferne gerückt nach einem der schlechtesten Heimspiele der Kemptener in dieser Saison. Durch den gleichzeitigen Sieg Pfaffenhofens gegen den heutigen Gegner Buchloe kam genau die Tabellensituation zustande die man absolut nicht wollte. Sollte man nicht mindestens den einen fehlenden Punkt im Ostallgäu holen könnte man nach dem letzten Spiel tatsächlich noch vom ersten auf den dritten Tabellenplatz abrutschen und somit in die Playdowns müssen. Die extremen Leistungsschwankungen von Spiel zu Spiel sind für niemanden nachvollziehbar und so blieb nur die Hoffnung dass die Mannschaft vor der letzten Chance die Abstiegsgefahr endgültig  zu beenden endlich verinnerlicht wie prekär Ihre Lage tatsächlich ist.

Wer daher einen Kemptener Sturmlauf erwartet hatte wurde zunächst enttäuscht, es war ein kampfbetontes Spiel in dem die Hausherren durch zwei Treffer im ersten Drittel mit 2:0 in Führung gingen. Geprägt war das Spiel auch durch eine ruppige Gangart, man spürte den Derbycharakter der Begegnung und die Verunsicherung deutlich. Abstiegskampf pur kann man auch sagen, und den nahmen die Sharks dann   mehr und mehr an. Nach der ersten Pause zeigten sich die Gäste dann deutlich aktiver, die Härte im Spiel wurde angenommen und durch einen Nachschuss von Nikolas Oppenberger und einen Schuss durch die Beine des Buchloer Goalies von Filip Kokoska konnte man innerhalb von drei Minuten das Spiel ausgleichen. Linus Voit versenkte dann einen Nachschuss in Überzahl, doch Buchloe konnte kurz vor Drittelende wieder egalisieren. Die Augen vieler waren natürlich auch immer auf das Parallelspiel in Geretsried gerichtet, nach der Pause stand es dort 5:2 für die Gastgeber, was den Sharks zusätzlich in die Karten spielte. Kokoska mit seinem zweiten Treffer brachte die Sharks dann wieder in Führung, doch erneut glich Buchloe aus.

Es war ein Kampf mit offenem Visier und auf Messers Schneide im letzten Drittel. Buchloe hatte einige Großchancen wieder selbst in Führung zu gehen doch Danny Schubert erwies sich in dieser Phase einmal mehr als der Turm in der Schlacht und ließ keinen Gegentreffer mehr zu. Zum Matchwinner avancierte dann Youngster David Mische, zunächst nutzte er einen Wechselfehler der Pirates aus, zog alleine davon und verwandelte eiskalt zum 4:5. Als Buchloe nochmal alles auf eine Karte setzte blockte er dann einen Schuss und gab damit die Vorlage auf  Filip Kokoska, der mit seinem dritten Treffer ins inzwischen leere Tor zwei Sekunden vor Spielende alles klar machte. Die zahlreich mitgereisten Fans feierten Ihre Mannschaft und das versöhnliche Saisonende ausgelassen.

Unterm Strich bleibt eine extrem wechselhafte Saison, nach einer hervorragenden Vorrunde musste man zahlreichen, teils langfristigen Ausfällen Tribut zollen und rutschte in der Tabelle langsam nach unten. Gerade noch auf dem letzten Preplayoffplatz gelandet unterlag man dann dem TSV Peißenberg in zwei hochklassigen Begegnungen knapp und musste den Weg in die Abstiegsrunde nehmen. Mit vier Siegen und zwei Niederlagen, einer davon in Overtime sicherte man sich letztendlich Platz eins in der Gruppe. Zu hinterfragen gibt es nach dieser Saison nun vieles für die Verantwortlichen beim ESC, vor allem auch, warum man in den so wichtigen Spielen gegen den Abstieg in den Auswärtsspielen die deutlich bessere Leistung gezeigt hat als bei den Auftritten vor heimische Publikum, hier wirkte Kempten vor allem in den Spielen gegen Pfaffenhofen und Geretsried wie gehemmt. Es wartet ein arbeitsreicher Frühling auf den ESC und man darf schon jetzt darauf gespannt sein, welche Lehren aus der abgelaufenen Spielzeit gezogen werden und wie die Ziele für das kommende Jahr gesteckt werden.

Statistik
ESV Buchloe – ESC Kempten 4:6 (2:0,1:3,1:3)

Tore
1:0 Diebolder (Nieberle,Petrak)(14.)
2:0 Wittmann (Krafczyk,Diebolder)(16.)
2:1 Oppenberger (Oswald)(22.)
2:2 Kokoska (24.)
2:3 Voit (Kulhanek)(36.)
3:3 Telesz (Mikulic)(40.)
3:4 Kokoska (Topol)(48.)
4:4 Schurr (Diebolder,Schorer)(53.)
4:5 Mische (Kokoska,Rau)(58.)
4:6 Kokoska (Mische)(59.) 

Strafminuten
ESV Buchloe: 15
ESC Kempten: 19

Zuschauer 333

Sharks nutzen ihre Chance nicht

Sharks nutzen ihre Chance nicht

ESC Kempten beim 1:4 gegen den ESC Geretsried klar unterlegen

 

Das vermeintlich letzte Heimspiel der Bayernligasaison 24/25 stand am Freitagabend für die Sharks auf dem Programm. Ein Punkt würde reichen zum vorzeitigen Klassenerhalt, dem erklärten Ziel der Allgäuer. Doch das Ziel des Abends war ganz klar ein Sieg gegen die River Rats.

Wieder mit im Kader nach überstandener Krankheit das Trio Voit, Schirrmacher und Kröber, dafür fehlte jetzt Johannes Oswald. Zusätzlich natürlich auch weiterhin die verletzten Nerb, Streif und Limböck.

Kempten startete nervös aber doch fokussiert ins Spiel und ging auch nach 11 Minuten in Führung. Doch bereits jetzt begann das Unglück seinen Lauf zu nehmen. Unmittelbar nach dem Treffer zog man die Erste von zu vielen eigenen Strafzeiten und wurde prompt mit dem Ausgleich bestraft. Auch die erste Führung der Gäste erzielten sie in Überzahl, noch kurz vor der ersten Pause. Kempten schaffte es überhaupt nicht mehr zurück ins Spiel zu finden. Viel zu harmlos und kompliziert im Spielaufbau. Die Gäste hielten die Partie einfach und schnörkellos und zeigten dem Gastgeber wie Abstiegskampf funktioniert. Einen Schreckmoment erlebten die River Rats dann zur Spielmitte als ihr Stammtorhüter Dominik Gräubig verletzt vom Eis musste und nach Aussage von Trainer Hans Tauber nach dem Spiel wohl für das Spiel am Sonntag ausfällt. Doch sein Backup Maximilian Freytag machte seine Sache hervorragend und ließ keinen Treffer Kemptens zu. Als Lohn für seinen starken Auftritt wurde er auch zum Spieler des Abends ausgezeichnet. Kurz vor Ende des zweiten Drittels sorgten die Gäste mit dem 1:3 bereits für die Vorentscheidung. Auch im Schlussabschnitt kein Aufbäumen der Allgäuer, die Zuschauer in der Arena hatten das Gefühl dass  ihre Mannschaft nicht mehr in dieses Spiel zurückfindet. Der Empty Net Treffer der Gäste war der Schlusspunkt einer schwachen Vorstellung. Nun muss am Sonntag in Buchloe unbedingt mindestens ein Punkt her um nicht vom Parallelspiel abhängig zu sein und den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. In der Kürze der Zeit ein hartes Stück Arbeit für die Kemptener Trainer. Hoffnung gibt einzig die Tatsache dass man sich bisher vor allem in den beiden Auswärtsspielen in deutlich besserer Form präsentiert hat als zuletzt im eigenen Stadion.

Statistik:

ESC Kempten – ESC Geretsried 1:4 (1:2,0:1,0:1)

Tore:

1:0 Schäffler (Zimmer,Oppenberger)(11.),

1:1 Rezac (Huber,Rizzo)(12.),

1:2 Horvath (Rizzo,Popelka)(19.),

1:3 Hochstraßer (Horvath,Rizzo)(38.),

1:4 Horvath (ENG)(60.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 12

ESC Geretsried: 4

Beste Spieler:

ESC Kempten: Danny Schubert

ESC Geretsried: Maximilian Freytag

Zuschauer: 573

Es geht um viel

Es geht um viel

Damen und Herren der Sharks vor wichtigem Doppelwochenende

 

Es wurde viel gerechnet nach dem vergangenen Sonntag und dem Auswärtssieg der Kemptener in Pfaffenhofen. Reichen die 10 Punkte bereits zum sicheren Klassenerhalt oder nicht. Oder können sowohl Geretsried (6 Punkte), Pfaffenhofen (5) oder gar Buchloe (3) den ESC noch von einem der ersten beiden Plätze in der Abstiegsrunde Gruppe B verdrängen. Und ja, es gäbe tatsächlich eine, wenn auch unwahrscheinliche, Konstellation in der die drei erstgenannten Teams am Ende der Runde mit je 10 Punkten dastehen. Ein Punkt aus den beiden Spielen zum Abschluss würde aber bereits zum sicheren Verbleib in der Bayernliga reichen. Doch auf irgendwelche Rechenspiele will man sich an der Iller gar nicht erst einlassen. Zwei Siege in den letzten beiden Spielen ist das erklärte Ziel der Mannschaft um Kapitän Daniel Rau. Einen erfolgreichen und versöhnlichen Saisonabschluss möchte man vor dem eigenen Publikum im dann auch letzten Heimspiel der Saison gemeinsam mit den eigenen Fans feiern. Am Freitag  geht es dann um 20.°° in der heimischen ABW Arena also schon um eine vorzeitige Entscheidung. Wobei beide Gegner noch um jeden Punkt kämpfen. Geretsried war bereits im Hinspiel eine ganz harte Nuss zum knacken. Nur durch eine überragende Leistung der Defensive und von Goalie Danny Schubert gelang es in einem engen und offenen Spiel beim 2:3 alle drei Punkte zu entführen. Am Sonntag wartet dann der ESV Buchloe zum letzten Allgäuderby der Saison. Platz zwei ist für die Ostallgäuer rechnerisch noch drin. Nach zwei Niederlagen zu Beginn der Abstiegsrunde warf der langjährige Trainer Christopher Lerchner das Handtuch. Seitdem steht mit Christian Vaitl der Bruder des ehemaligen ESC Stürmers Markus Vaitl an der Bande. Mit einem Heimsieg gegen Geretsried am letzten Sonntag gelang ihm die Wende mit seinem Team. Rechnerisch ist für die Pirates mit 9 Punkten noch Platz zwei in der Tabelle möglich, somit wird man auch in Buchloe alles geben und den Sharks einen heißen Kampf liefern.

Wer aus dem Krankenlager wieder zurück in den Kader kehrt ist noch offen. Der ein oder andere Spieler der zuletzt gefehlt hat, konnte im Laufe der Woche das Training wieder aufnehmen, wer aber letztendlich fit ist und wieder im Kader steht entscheidet Trainer Sven Curmann,wie gewohnt, erst nach dem Abschlusstraining.

Ein heißer Tanz steht auch den Lady Sharks bevor. Back to back geht es zweimal gegen die Damen des EC Bad Tölz. Zunächst trifft man am Samstag um 11.15 in Bad Tölz aufeinander, das Rückspiel gegen die Oberbayerinnen steigt bereits einen Tag danach um 17.°° in der ABW Arena. Mit zwei deutlichen Siegen der Tölzerinnen gegen Mannheim und Geretsried stehen die beiden Teams punktgleich und verlustpunktfrei an der Spitze der Meisterrunde. Bad Tölz und Kempten sind auch die Favoriten auf den Titel der bayerischen Meisterinnen. Das Wochenende dürfte also bereits vorentscheidend im Kampf um den Titel sein.

Sharks machen es zweimal spannend

Sharks machen es zweimal spannend

ESC Kempten verliert zuhause in Overtime aber gewinnt beim EC Pfaffenhofen

Denkbar ungünstig waren die Nachrichten aus dem Krankenlager der Sharks vor dem wichtigen Doppelwochenende gegen Pfaffenhofen.

Zu den Langzeitverletzten Nerb und Streif gesellte sich Mitch Limböck, der nach einem geblockten Schuss im Spiel in Geretsried verletzt nicht einsatzfähig war. Mit Kröber, Schirrmacher und Voit kamen gleich drei weitere Spieler dazu die erkrankt ausfielen. Sechs auf einen Streich also, deren Ausfall Kemptens Coach Sven Curmann bestmöglich kompensieren musste. Am Freitag rückte daher Tobias Russler aus der U 20 in die Mannschaft, neben ihm ergänzte am Sonntag noch Markus Walter den Kader, so dass zumindest drei komplette Reihen am Start waren.

Die Begegnung am Freitag verlief zunächst auch richtig gut für Kempten, schnell lag man mit 2:0 in Front, gab danach das Spiel unerklärlicherweise aber aus der Hand. Mit vier Treffern am Stück drehten die Gäste die Partie zu ihren Gunsten. Kempten kämpfte sich zurück auf 4:4, und auch die erneute Gästeführung konnte man unmittelbar vor Spielende bei gezogenem Torhüter noch egalisieren. In der Verlängerung musste man dann aber in Unterzahl das 5:6 hinnehmen und sich mit nur einem Punkt begnügen. Dieser könnte bei der aktuell engen Situation in der Tabelle am Ende durchaus Gold wert sein. Nach den ersten drei Spielen steht Kempten mit 7 Punkten an der Spitze, gefolgt von Geretsried mit 6, Pfaffenhofen mit 5 und Buchloe mit 0 Punkten.

Statistik Freitag
ESC Kempten – EC Pfaffenhofen 5:6 n.V. (2:1,0:3,3:1,0:1)

Tore
1:0 Kulhanek (Mische,Kokoska)(4.)
2:0 Topol (Mische,Kokoska)(6.)
2:1 Felsöci (Vrana,Tlacil)(9.)
2:2 Eckl (Wolf,Felsöci)(24.)
2:3 Tlacil (Eckl,Vrana)(36.)
2:4 Felsöci (Eckl,Hätinen)(40.)
3:4 Topol (Rau,Zimmer)(42.)
4:4 Marquardt (Zimmer)(51.)
4:5 Tlacil (Leonhardt,Mössinger)(56.)
5:5 Stauder (Schäffler,Kokoska)(60.)
5:6 Hätinen(Tlacil)(60.).

Strafminuten
ESC Kempten: 12
EC Pfaffenhofen: 14

Beste Spieler
ESC Kempten: Tomas Kulhanek
EC Pfaffenhofen: Jan Tlacil

Zuschauer 563

Die Begegnung am Sonntag begann mit viel Druck der Hausherren. Kempten war sichtlich die aktuelle Verunsicherung anzusehen. Pfaffenhofen deutlich überlegen mit vielen Torchancen. Einzig Danny Schubert im Tor war es zu verdanken dass nach 20 Minuten das 0:0 auf der Anzeigetafel stand, er musste reihenweise sein ganzes Können aufbieten um sein Team im Spiel zu halten. Doch kurz nach der Pause war auch er machtlos, zweimal konnte er parieren, doch der zweite Nachschuss fand den Weg ins Tor. Ob es dieser Treffer war oder die Pausenansprache von Sven Curmann ist nicht bekannt. Auf jeden Fall stand plötzlich eine gefühlt andere Mannschaft auf dem Eis. Kempten ab da nur noch im Vorwärtsgang. Die einfachen Dinge wurden richtig gemacht. Aggressiver Forecheck, einfacher Spielaufbau und immer wieder die Scheiben aufs Tor bringen. Nun war es die Gasgeber die kaum noch aus dem Drittel kamen. Lohn der Arbeit war der schnelle Ausgleich durch Florian Stauder der einen Abstauber versenkte und die Führung durch Filip Kokoska. Der Ausgleich Pfaffenhofens in Überzahl wurde schnell gekontert, das 2:3 durch Sergei Topol war wunderschön herausgespielt über Kokoska und Kulhanek. Max Miller brachte seine Farben im Schlussabschnitt erstmals mit zwei Toren in Führung, Pfaffenhofen konnte aber, erneut in Überzahl, auf 3:4 verkürzen. Die letzten zwölf Minuten sorgten also nochmals für viel Spannung, Die Hausherren drückten mehr und mehr auf den Ausgleich aber auch die Sharks blieben gefährlich, Pech hatte dann Maximilian Schäffler, sein Schuss blieb auf der Torlinie liegen. Die letzten beiden Spielminuten Kempten dann noch in Unterzahl, doch das Abwehrbollwerk hielt allen Angriffen stand und die wichtigen drei Punkte gingen somit verdient an die Allgäuer. Durch die gleichzeitige Niederlage Geretsrieds in Buchloe konnte der Vorsprung auf die Verfolger wieder ausgebaut werden, und am Freitag kann in der heimischen ABW Arena gegen Geretsried endgültig alles klar gemacht werden.

Statistik Sonntag
EC Pfaffenhofen – ESC Kempten 3:4 (0:02:3,1:1)

Tore
1:0 Hätinen (Vrana)(22.)
1:1 Stauder (Schäffler,Kulhanek)(24.)
1:2 Kokoska (Rau,Kulhanek)(30.)
2:2 Hätinen (Möser)(36.)
2:3 Topol (Kulhanek,Kokoska)(37.)
2:4 Miller (Stauder,Landerer)(43.)
3:4 Felsöci (Hätinen,Eckl)(48.).


Strafminuten
EC Pfaffenhofen:8
ESC Kempten: 12

Zuschauer 230

Den Sack frühzeitig zumachen

Den Sack frühzeitig zumachen

ESC Kempten kann bereits am Wochenende den Klassenerhalt sichern

 

Mit zwei Siegen und sechs Punkten am ersten Wochenende starteten die Sharks perfekt in die Abstiegsrunde. Besonders bei der engen, hart umkämpften Partie am Sonntag in Geretsried überzeugte man mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und vollem Einsatz.

EC Pfaffenhofen heißt nun zweimal der Gegner.Zunächst geht es am Freitagabend um 19.30 in der heimischen ABW Arena gegen die Oberbayern, das Rückspiel an der Ilm steigt dann am Sonntag um 17.30. Pfaffenhofen ist ein Team, welches Abstiegskampf kennt, in den letzten Jahren musste die Mannschaft von Stefan Teufel immer wieder um den Klassenerhalt kämpfen. Wie stark Pfaffenhofen ist, bewiesen sie am letzten Sonntag mit dem deutlichen 5:1 Auswärtssieg beim ESV Buchloe. Deren Trainer Christopher Lerchner legte im Anschluss an diese Niederlage sein Traineramt bei den Pirates nieder.

Für Kempten gilt es genau so engagiert wie am vergangenen Wochenende aufzutreten, den Gegner ernst zu nehmen und eine Top Leistung abzurufen. Sollten die Sharks zwei Siege erringen, so ist der Klassenerhalt bereits vorzeitig fix eingetütet. Mit einem Sieg könnte es bereits auch schon reichen, je nach dem wie sich in den Parallelspielen Geretsried und Buchloe trennen. Doch auf Rechenspiele will man sich an der Iller erst gar nicht einlassen.

Letztendlich darf es nur ein Ziel für die Allgäuer geben: Zwei Siege und die maximale Punkteausbeute. So könnte man das Saisonende zumindest ein wenig versöhnlich gestalten, die Kemptener Zuschauer werden es der Mannschaft danken.

Sharks kaempfen River Rats nieder

Sharks kaempfen River Rats nieder

ESC Kempten holt beim 3:2 Sieg über den ESC  Geretsried drei ganz wichtige Punkte

Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Abstiegsrunde am Freitag gegen Buchloe ging Sven Curmann mit der gleichen Aufstellung in die Begegnung an der Isar. Einzig auf der Position des Backup Goalies gab es eine Änderung. U20 Torwart Henry Ecker trat mit seinem Team zuhause gegen den TEV Miesbach an. Mit dabei an seiner Stelle erstmals die Torhüterin der Lady Sharks, Carina Bartsch. Erfahrung im Männereishockey hat sie bereits ausreichend, bis vor kurzem stand sie in der Herren Bezirksliga bei Peiting II / Bayersoien zwischen den Pfosten. Inzwischen ist die talentierte junge Torhüterin komplett zum ESC gewechselt und kann somit nicht nur bei den Ladies eingesetzt werden sondern auch bei den beiden Herrenmannschaften der Allgäuer.

Das mit Geretsried ein deutlich härterer Gegner als am Freitag wartete war schnell ersichtlich, das erste Drittel war hart umkämpft und ausgeglichen. Kempten ging früh durch das erste Tor von Johannes Oswald im Trikot der Sharks in Führung, doch Geretsried glich gleich im ersten Überzahlspiel aus und legte kurz darauf noch den 2:1 Führungstreffer nach. Das zweite Drittel begann nicht ideal, Pascal Kröber bekam für einen normalen Open Ice Check eine sehr harte 5 Minuten Strafe, die Kempten aber dann hervorragend und mit vollem Einsatz verteidigte. Jeder nahm den Kampf an und bot den River Rats Paroli, so dass diese nicht dazu kamen ihr Powerplay gefährlich aufzuziehen. Besser noch, Filip Kokoska überwand bei einem Mann weniger auf dem Eis Geretsrieds Torhüter Gräubig mit einem sehenswerten Rückhand Lupfer. Der Rest des Mittelabschnitts war geprägt von sehr intensivem Hockey beider Teams, das Spiel lebte absolut von der Spannung. Diese sollte im Schlussabschnitt nochmals zunehmen. Tomas Kulhanek schoss sein Team in Überzahl dann wieder in Führung, aber es waren noch lange 13 Minuten zu überstehen. Geretsried drückte natürlich auf den Ausgleich und richtig brenzlig wurde es als Kempten kurz hintereinander zwei Strafzeiten aufgebrummt bekam und in doppelter Unterzahl verteidigen musste. In dieser heißen Phase rückte das Team noch näher zusammen und wuchs über sich hinaus. Es wurde gekämpft, Schüsse geblockt und wenn doch ein Schuss durchkam stand dahinter ein souveräner Danny Schubert, der nicht mehr zu überwinden war. Kempten brachte den knappen Vorsprung über die Unterzahl und den Rest des Spieles leidenschaftlich kämpfend nach Hause und machte einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Mit 6 Punkten steht man nach zwei Spieltagen alleine an der Spitze der Tabelle und hat so eine gute Ausgangsposition für die verbleibenden vier Spiele.

Sven Curmann war nach dem Spiel stolz auf seine Mannschaft: „Es war heute ein ganz ganz hartes Stück Arbeit. Seit langem stand endlich wieder eine Mannschaft auf dem Eis in der jeder für jeden kämpft. Ich bin sehr stolz auf mein Team und wir sind sehr froh die drei Punkte von hier mitnehmen zu dürfen.“

Viele Fans hatten sich nach dem Gang in die Abstiegsrunde bereits gefragt ob der ESC mit seinen Spielern überhaupt Abstiegskampf kann. Spätestens heute hat die Mannschaft deutlich die Antwort gegeben. Sie ist absolut bereit und gewillt den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern.

Statistik
ESC Geretsried – ESC Kempten 2:3 (2:1,0:1,0:1)

Tore
0:1 Oswald (Zimmer,Kröber)(4.)
1:1 Popelka (Horvath,Rezac)(11.)
2:1 Rezac (Rizzo,Popelka)(14.)
2:2 Kokoska (Kulhanek,Schirrmacher)(26.)
2:3 Kulhanek (Kokoska,Stauder)(47.).

Strafminuten
ESC Geretsried: 6
ESC Kempten: 13

Zuschauer  309