Schwäbisches Wochenende

Schwäbisches Wochenende

Burgau und Ulm heißen die Gegner der Sharks am Wochenende

Auf dem Papier könnte die Ausgangslage bei den beiden Teams kaum unterschiedlicher sein. Mit dem Aufsteiger aus Burgau erwartet der Tabellenletzte am Freitagabend um 20.°° das Team von Sven Curmann. Doch auch wenn die Eisbären erst ein einziges der letzten sechzehn Spiele gewonnen haben, so warnt der Coach der Allgäuer vor dem Gegner. Seit dem Trainerwechsel, bei dem der ehemalige Profi Fabio Carciola den Cheftrainerposten übernommen hat geht es Schritt für Schritt bergauf. Burgau hält die Spiele deutlich enger und länger offen, und hat auch gegen Geretsried endlich den ersten Sieg in der Bayernliga eingefahren, so der ESC Trainer. Uns erwartet ein Gegner, der defensiv sehr hart arbeitet, über den Kampf kommt und uns die Sache nicht einfach machen wird. Man darf sich vom Tabellenstand nicht blenden lassen.

Keinen Zweifel gibt es an der Stärke des Gegners am Sonntag. Ulm / Neu-Ulm hat eine überzeugende Vorrunde gespielt und steht zurecht auf dem vierten Tabellenplatz. Curmann hatte die Devils vor der Saison auch zu den Top Teams gezählt und ist nicht überrascht von der Stärke des Teams von der Donau. Im Hinspiel musste man schmerzlich erfahren wie schnell es gehen kann. Konnte man das Ergebnis zumindest zwei Drittel ausgeglichen halten, hatte man im Schlussabschnitt dem Ulmer Sturmlauf nichts mehr entgegenzusetzen, fing sich fünf Treffer ein und musste eine ernüchternde 1:6 Niederlage hinnehmen. Aber viel Wasser ist seitdem Iller und auch Donau hinabgeflossen. Die Sharks haben sich im Verlauf der Vorrunde zu einer funktionierenden Einheit zusammengeschweißt, man lässt sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen, sei es durch Rückstände in den Spielen, oder durch einen von Verletzungen gebeutelten Kader. Sechs Siege aus den letzten acht Spielen sind eine deutliche Sprache, und mit nur drei Punkten Rückstand auf den Sonntagsgegner liegt man durchaus in Schlagdistanz. Es dürfte eine spannende Partie vor hoffentlich gut gefülltem Haus werden, die Derbys der beiden Mannschaften haben seit vielen gemeinsamen Jahren immer wieder Spektakel geboten. Und auch diesmal ist, aus sportlicher Sicht, wieder alles für ein Eishockeyfest angerichtet.

Hu, immer wieder Hu

Hu, immer wieder Hu

Kemptens Kanadier liefert drei Tore und zwei Assists beim 7:2 gegen Schongau

 

Seien es Penaltys, Tore in Unterzahl, Abstauber oder seine berüchtigten Handgelenkschüsse, er trifft seit Wochen fast nach Belieben und führt auch die Torschützenliste der Bayernliga an. Doch den Sieg am Sonntagabend nur an ihm fest zu machen wäre falsch, es war eine engagierte Mannschaftsleistung der Truppe von Sven Curmann.

Durch einen Defekt an der Eismaschine der aber zum Glück von den tüchtigen Eismeistern um Stefan (Scheibe) Glas in der Dewart Arena repariert werden konnte begann die Partie mit gut einer Stunde Verspätung. Oft hört man ja in solchen Fällen, es würde die Teams in der Vorbereitung stören und aus dem Konzept bringen, nicht so der Ausnahmestürmer der Sharks. Nur eine Minute dauerte es bis Hu einen schönen Pass von Sergei Topol zur frühen Führung verwandelte. Topol selbst hatte dann zehn Minuten später die große Chance zu erhöhen, scheiterte aber mit einem Penalty an Daniel Blankenburg im Mammuts Gehäuse. Kempten die überlegene Mannschaft, allein die Chancen wurden noch nicht genutzt und Schongau hätte das Spiel in dieser Phase durchaus noch auf seine Seite ziehen können, aber auch die Gäste ließen zu viele Gelegenheiten aus. Ein weiterer Penalty zur Spielmitte brachte dann das 2:0, erneut war Kevin Hu der Torschütze. In Unterzahl dann das 3:0 durch einen schönen Alleingang von Kevin Steiner, sehenswert mit der Rückhand abgeschlossen. Spätestens jetzt war deutlich zu sehen, wer das Eis heute als Sieger verlassen sollte, Schongau bekam die Offensive der Gastgeber nicht wirklich in den Griff. Und selbst das 3:1 der Gäste wurde von Maximilian Schäffler nur 21 Sekunden später wieder gekontert. David Mische und Kevin Marquardt sorgten für den 6:1 Zwischenstand ehe Hu in Unterzahl mit einem Traumtor den letzten Treffer der Allgäuer erzielte. Mit einem sehenswerten Hackentrick legte Pascal Dopatka die Scheibe vor und Hu verwandelte erneut eiskalt mit einem trockenen platzierten Handgelenkschuss. Wenn es im Eishockey ein Tor des Monats gäbe, der Treffer hätte größte Chancen. Schongau traf noch einmal zum Endstand von 7:2 der für die Hausherren auch durchaus verdient war. Es gab viel Lob von allen Seiten für das Team, Neuzugang Mason Palmer zeigte nach nur einer Trainingseinheit einen gelungenen Einstand, und dass er in Zukunft durchaus eine Verstärkung für die Defensive werden kann.

Statistik:

ESC Kempten – EA Schongau 7:2 (1:0,3:1,3:1)

Tore:

1:0 Hu (Topol,Dopatka)(2.),

2:0 Hu (Penalty)(26.),

3:0 Steiner (Schirrmacher)(31.),

3:1 Skvarek (Wagner)(32.),

4:1 Schäffler (Hu,Kulhanek)(32.),

5:1 Mische (Dopatka,Hu)(47.),

6:1 Marquardt (49.),

7:1 Hu (Dopatka,Marquardt)(53.),

7:2 Krabbat (Hegner)(55.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 10

EA Schongau: 8

Beste Spieler:

ESC Kempten: Kevin Steiner

EA Schongau Lukas Skvarek

Zuschauer: 632

Der Nikolaus kommt

Der Nikolaus kommt

Palmer Debut beim Spiel der Sharks gegen Schongau

Gleich 1000 Schokoladennikoläuse versprechen die Kemptener den ersten 1000 Besuchern beim Rückrundenstart am Sonntag um 17.30 in der Dewart Arena. Das Hinspiel zum Saisonbeginn konnte Kempten zwar mit 4:1 für sich entscheiden, es war aber eine bis zum Schluss offene und enge Begegnung. Schongau steht aktuell auf Platz 11, also nur eine Position hinter den Pre Playoff Plätzen, allerdings schon mit 6 Punkten Rückstand auf den zehnten, Buchloe. Die Mammuts haben aktuelle auch mit einigen Ausfällen zu kämpfen, konnten sich im Laufe der Woche aber mit dem Peißenberger Verteidiger Bernhard Schmid verstärken.

Bei den Sharks steht der inzwischen spielberechtigte Neuzugang Mason Palmer erstmals im Aufgebot, dazu kehrt David Mische in den Kader zurück. Fehlen werden dagegen aller Voraussicht nach Filip Kokoska und Jakob Nerb. Und auch hinter Timo Schirrmacher und Clemens Löhr steht erkrankungsbedingt noch ein Fragezeichen. Der Kader für das Spiel wird sich also wahrscheinlich erst am Wochenende final zeigen, immerhin ist der Freitag spielfrei und somit eine gute Gelegenheit sich weiter auszukurieren

Verteidiger gefunden

Verteidiger gefunden

ESC Kempten verpflichtet Mason Palmer

Heftig hat die Verletzungs- und Erkrankungswelle in den letzten Wochen bei den Sharks zugeschlagen. Anders als in der letzten Saison hat man nun schnell reagiert. Bereits seit einiger Zeit wurde der Markt intensiv sondiert und nun, pünktlich zur Wechselfrist, kann man Vollzug vermelden. Mit Palmer wechselt ein gestandener Verteidiger ins Allgäu. Mit 1,91m und 92 Kg bringt der in Plymouth geborene US Amerikaner  Gardemaße für einen Verteidiger mit. Mit 27 Jahren ist er im besten Eishockeyalter, sollte den Sharks also sofort weiterhelfen und die Lücke in der Abwehr schließen. Vom Tabellenführer Huntsville Havoc aus der SPHL (Southern Professional Hockey League) die sich über den Südosten der USA erstreckt wechselt der Linksschütze zum ersten Mal in seiner Karriere nach Europa.

Sportvorstand Ervin Masek zu dem Transfer:

Vor allem aufgrund der aktuellen Verletztenmisere haben wir uns in den letzten Wochen intensiv und regelmäßig mit dem Kader beschäftigt und darauf geschaut wo wir uns gezielt verstärken können. Der Fokus lag dabei auf einem körperlich robusten und spielstarken Zwei-Wege Verteidiger. Mit Mason Palmer haben wir diesen nun gefunden und sind sehr froh darüber ihn verpflichten zu können. Er soll unsere Defensive stabilisieren und dazu offensive Akzente setzen.

Er besetzt damit aktuell eine vierte Kontingentstelle, wir werden uns aber natürlich an die getroffene Vereinbarung halten und auch weiterhin nur mit drei Kontis spielen. Sollten alle vier fit sein, werden die Trainer am Spieltag festlegen welche drei zum Einsatz kommen.

Die Situation sollte sich aber bald entspannen, Filip Kokoska hat seit geraumer Zeit alle notwendigen Unterlagen zur Einbürgerung eingereicht, diese wurden bereits gesichtet und auch genehmigt. Es wurde uns bestätigt, dass es sich nur noch um ein paar Tage handeln kann bis er seine deutsche Staatsbürgerschaft erhält und dann nicht mehr unter das Kontingent fällt.

Wir halten auch zusätzlich weiterhin Augen und Ohren offen, sondieren nach wie vor den Markt. Sollten geeignete Kandidaten für uns verfügbar sein werden wir auch nochmals auf dem Transfermarkt tätig werden.“

Palmer wird in Kempten mit der Rückennummer 55 auflaufen. Sollten alle Passformalitäten bis zum Wochenende erledigt sein, wird er bereits am Sonntag gegen Schongau für sein neues Team spielen. Willkommen in Kempten Mason, wir wünschen Dir viel Erfolg bei den Sharks.

Hauptsache drei Punkte

Hauptsache drei Punkte

Sharks gewinnen 8:5 gegen Amberg

 

Heute bin ich einfach froh darüber dass wir drei Punkte haben, so Kemptens Trainer Sven Curmann nach dem Spiel. Die waren unser Ziel vor dem Wochenende und heute haben wir sie geholt. Das Spiel am Freitag in Schweinfurt hat viele Körner gekostet und mit dem aktuell zur Verfügung stehenden Kader sind wir mit dem Ergebnis heute zufrieden.

Gegenüber Freitag konnte Curmann zusätzlich auf Florian Stauder und Dominik Dörfler zurückgreifen, und somit zumindest drei komplette Sturmreihen aufbieten.

Schlimmer trifft es seit Wochen die Gäste aus Amberg, das neue Trainergespann Kevin Lavallee und Dirk Salinger hatte gerade einmal 13 Feldspieler im Kader. Nichtsdestotrotz gingen die Gäste gleich mit ihrem ersten Angriff nach zwei Minuten in Führung. Kempten versuchte mit viel Offensivkraft den Ausgleich zu erzielen, biss sich aber das ganze Drittel die Zähne am ex Lindauer und Rostocker Oberligagoalie Lucas di Berado die Zähne aus. Erst unmittelbar vor der Pause gelang Pascal Dopatka der verdiente Ausgleich. Bis zur Spielmitte das gleiche Bild, erst in Minute 29 brach Kevin Marquardt den Bann und brachte sein Team erstmals in Führung. Die folgende Sequenz würde Amberg sicher gerne aus dem Spielbericht streichen, mit drei Treffern innerhalb von 54 Sekunden zogen die Sharks auf 5:1 davon. Bereits jetzt war die Messe gelesen, bis auf 7:1 zog man im weiteren Spielverlauf davon. Amberg kämpfte trotz aller Probleme wacker weiter und während Kempten gefühlte drei Gänge zurückschalteten gestalteten die Oberpfälzer mit noch vier Treffern das Endergebnis von 8:5 halbwegs erträglich. Curmann kommentierte diese Phase im Spiel in seiner gewohnten Art: In den letzten zehn Minuten haben wir das Eishockeyspielen eingestellt, das werden wir uns anschauen und darüber sprechen. Aber ich mache den Jungs heute keinen Vorwurf, wir sind einfach glücklich über den Sieg und die Punkte, das ist es was heute zählt.

Am nächsten Freitag ist spielfrei, so dass nun sieben Tage bleiben um die aktuellen Wunden zu lecken und auf die Rückkehr des ein oder anderen angeschlagenen Spielers zu hoffen.

Statistik:

ESC Kempten – ERSC Amberg 8:5 (1:1,5:0,2:4)

Tore:

0:1 Schroepfer (Pronath,Mühlpointner)(3.),

1:1 Dopatka (Hu,Topol)(20.),

2:1 Marquardt (Dopatka,Hu)(29),

3:1 Hlozek (Dopatka,Kulhanek)(31.),

4:1 Hu (Limböck,Dopatka)(32.),

5:1 Schirrmacher (Oswald,Hlozek)(32.),

6:1 Schwarz (Steiner,Schäffler)(39.),

7:1 Hu (Hlozek,Kulhanek)(43.),

7:2 Frank (Pronath,Berlin)(44.),

8:2 Kulhanek (Limböck,Schirrmacher)(50.),

8:3 Baranovskis (Gardiner,Walkom)(54.),

8:4 Pronath (Berlin,Baranovskis)(59.),

8:5 Pronath (Baranovskis,Berlin)(59.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 8

ERSC Amberg: 8

Beste Spieler:

ESC Kempten: Kevin Marquardt

ERSC Amberg: Benjamin Frank

Zuschauer: 513

Rumpftruppe der Sharks schlägt sich wacker

Rumpftruppe der Sharks schlägt sich wacker

Trotzdem verliert der ESC Kempten in Schweinfurt

Gerade noch 14 Feldspieler, darunter wieder ein U 20 Spieler aus dem Nachwuchs konnte Sven Curmann gegen den Favoriten ins Rennen schicken. Die Gastgeber hatten dagegen alle Topspieler an Bord. Erst nach dem 4:0 schaffte Kempten den Sprung auf die Anzeigetafel und kam auch immer besser ins Spiel. Je länger die Begegnung dauerte umso ausgeglichener wurde sie. Und hätten Martin Hlozek seinen Penalty im Anfangsdrittel und Sergei Topol sowie Clemens Löhr ihre Alleingänge im Schlussdrittel verwandelt, wären Punkte durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Curmann hatte seine Truppe gut eingestellt, zu 100% lässt sich so ein Team wie Schweinfurt natürlich nicht ausschalten. Hinten wurde leidenschaftlich verteidigt, vorne setzte man immer wieder Nadelstiche mit Kontern. Auch wenn dem ein oder anderen Gegentor Fehler im Aufbauspiel vorausgingen, so war es doch eine gute Mannschaftsleistung der Sharks. Im Schlussabschnitt machte man viel Druck und ging bei 5:3 nochmals volles Risiko mit gezogenem Torhüter, musste dann aber das Empty Net Tor zur endgültigen Entscheidung hinnehmen.

Statistik
ERV Schweinfurt – ESC Kempten 6:3 (2:0,2:1,2:2)

Tore
1:0 Cermak (Zheltakov,Alksnis)(14.)
2:0 Diel (Asmus,Kleider)(16.)
3:0 Cermak (Zheltakov,Donins)(31.)
4:0 Zheltakov (Cermak,Pohl)(33.)
4:1 Hu (Hlozek,Kulhanek)(34.)
4:2 Miller (Schirrmacher,Hlozek)(48.)
5:2 Cermak (Pohl,Pinsack)(52.)
5:3 Dopatka (Kulhanek,Topol)(58.)
6:3 Zheltakov (Pohl,Bares)(60.).

Strafminuten
ERV Schweinfurt: 10
ESC Kempten: 10

 Zuschauer: 1080