Überragender Clemens Wiedemann rettet seinem Team drei Punkte in Geretsried
Genau so muss ein echtes Team funktionieren, nachdem der aktuelle Stammtorhüter Jakob Nerb seit Freitag erkrankt pausieren musste sprang Backup Wiedemann in die Bresche und zeigte sowohl am Freitag gegen Landsberg wie auch am Sonntagabend zwei blitzsaubere Leistungen. Und auch Filip Kokoska stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Am Freitag noch einer der sechs Ausfälle begab er sich mit auf die Auswärtsfahrt obwohl immer noch angeschlagen. So stand Sven Curmann zumindest seine erste Sturmformation Kokoska / Hu / Mische wieder komplett zur Verfügung. Er war aber somit auch der einzige Rückkehrer ins Team. Das Geretsried alles geben würde um den Abstand zu den letzten Preplayoffplätzen zu verringern war zu erwarten. Die Rats wollen nach wie vor um jeden Preis den erneuten Gang in die Abstiegsrunden vermeiden. Dementsprechend offensiv starteten sie auch ins Spiel. Wie Ihr Trainer Hans Tauber nach dem Spiel verriet standen nach zwei Dritteln bereits 22:7 Torschüsse für sein Team auf den Notizzetteln. Zweimal gelang seinen Jungs auch die Führung, doch beide Tore egalisierte Kemptens Topscorer Kevin Hu. Kempten verteidigte engagiert und leidenschaftlich. Im Schlussabschnitt brachte dann ein wunderschöner Konter der „jungen Wilden“ die Entscheidung. Clemens Löhr bediente Kevin Steiner bei einer Zwei auf Eins Situation perfekt und der Stürmer hatte keine Problem sehr zur Freude der zahlreichen Kemptener Fans im Stadion einzunetzen. Den Gastgebern blieben immer noch 13 Minuten, im Eishockey eine Ewigkeit, doch alles was man versuchte blieb entweder in der Sharks Defensive hängen oder spätestens beim sicheren Wiedemann. Mit den vielen Ausfällen sind die vier Punkte an diesem Wochenende eine starke Ausbeute, damit war auch Curmann in der Pressekonferenz sehr zufrieden. Der Coach der Allgäuer: „Es war ein brutal hartes Spiel, Geretsried hat ein riesen Spiel gemacht. Wir haben da eigentlich nicht wirklich einen Weg dagegen gefunden, da waren einige Top Chancen dabei. Im letzten Drittel haben wir dann auch bei Pfosten und Lattenschüssen das Glück auf unserer Seite gehabt. Nichtsdestotrotz kann ich auch sagen, wir kommen aus einer ganz schwierigen Woche und ich bin unfassbar stolz auf die Jungs, was die da heute abgerissen und die Energiereserven raus geholt haben. Ich bin einfach auch dramatisch stolz darauf wie sie jetzt die zwei Spiele am Wochenende rumgebracht haben. Das wir aus diesem Wochenende mit vier Punkten rausgehen ist einfach riesengroß und darüber freuen wir uns sehr.“
Die Tankanzeige der Mannschaft dürfte nach den zwei Kraftakten deutlich im roten Bereich stehen, aber nun ist Zeit zur Regeneration, bevor es am nächsten Wochenende gegen die beiden direkten Tabellennachbarn Königsbrunn und Miesbach geht.
Statistik:
ESC Geretsried – ESC Kempten 2:3 (1:1,1:1,0:1)
Tore:
1:0 Hochstrasser (Englbrecht,Soukup)(5.),
1:1 Hu (Miller,Kokoska)(10.),
2:1 Fissekis (21.),
2:2 Hu (Kulhanek,Kokoska)(27.),
2:3 Steiner (Löhr,Oswald)(47.).
Strafminuten:
ESC Geretsried: 10
ESC Kempten: 12
Beste Spieler:
ESC Geretsried: Korbinian Sertl
ESC Kempten: Kevin Hu
Zuschauer: 501
