ESC Kempten testet gegen Kooperationspartner

ESC Kempten testet gegen Kooperationspartner

Am Freitag kommt der ERC Sonthofen zum Allgäuer Duell, am Sonntag wartet der HC Prättigau in der Schweiz auf die Sharks.

 

Kaum sind die ersten Vorbereitungsspiele Geschichte, steht man auch schon wieder mittendrin im Rhythmus mit zwei Spielen pro Wochenende.

Reizvoll dabei das erste Heimspiel am Freitag um 19.30 gegen den Nachbarn aus dem Süden. Sonthofen hat eine starke Landesligasaison gespielt und konnte bis ins Playoff Halbfinale vordringen. Mit der neuen Kooperation an der Iller gibt es natürlich zusätzliche Brisanz, Die vier Förderlizenzspieler in Reihen der Schwarz Gelben werden darauf brennen ihrem Förderverein zu zeigen was sie drauf haben. Zusätzlich verleiht auch der Derbycharakter dieser Begegnung wie immer zusätzlich Spannung. Mann darf gespannt sein was sich das Trainergespann Vladimir Kames / Helmut Wahl einfallen lässt um den klassenhöheren Rivalen zu ärgern. Ein Wiedersehen gibt es auf jeden Fall mit einigen Akteuren die bereits für Kempten aktiv waren.

Am Sonntag wartet dann mit dem HC Prättigau – Herrschaft kein Unbekannter auf die Allgäuer. Bereits im letzten Jahr absolvierte man in der, als kältestes Eisstadion der Schweiz bekannten Arena in Grüsch, die erste Partie der Vorbereitung. Im dichten Eisnebel damals eine Partie auf Augenhöhe. Bereits seit Anfang August stehen die Schweizer auf eigenem Eis, die Partie gegen die Sharks ist der letzte Test für die Graubündner vor dem Saisonstart während Kempten gerade erst in die heiße Phase der Preseason gestartet ist. Warm anziehen heißt es also am Sonntag um 15.30 für Zuschauer und das Team von Sven Curmann.

Erstmals im Kader steht mit Joonas Sillanpää der neue Tryout Verteidiger, er hat bereits die ganze Woche mit dem Team trainiert. Wieder mit an Bord sind die letzte Woche noch geschonten Maximilian Schäffler, Nikolas Oppenberger, Philipp Zeiske und Luca Mayer. Inwieweit wer eingesetzt wird entscheiden die Trainer kurzfristig am Wochenende.

Sven Curmann schaut positiv in die beiden Begegnungen: „Die Mannschaft freut sich darauf endlich in der heimischen Arena aufs Eis zu können und das gleich mit dem Derby gegen Sonthofen. Wir haben in der Woche gut trainiert und Videoanalysen von den Fehlern aus den letzten Spielen gemacht. Diese sollen Peu à peu abgestellt werden. Die Mannschaft soll sich weiter finden und zusammenwachsen und den nächsten Schritt nach vorne gehen.“

ESC Kempten findet Ersatz in der Defensive

ESC Kempten findet Ersatz in der Defensive

Sharks präsentieren finnischen  Verteidiger im Tryout

Nicht lange hat es gedauert, da kann man in Kempten schon einen Ersatz für Guillaume McSween vermelden. Joonas Sillanpää ist seit heute in Kempten und trainiert schon erstmals mit den Sharks. Seit der Nachricht vom Abgang des Kanadiers McSween war die sportliche Leitung unermüdlich im Einsatz, gute Verteidiger sind, vor allem so spät im Sommer schwer zu finden. Doch nun steht ein Abwehrrecke auf dem Kemptener Eis, der mit seinen 22 Jahren schon 2 Jahre Erfahrung in der zweiten finnischen Liga mitbringt. Mit 1.97m und 94 Kg dürfte er allein mit seiner Statur eine Macht in der Abwehr sein. In der letzten Saison warf ihn eine Verletzung aus der Bahn, die aber komplett auskuriert ist, seit dem Sommer stand er in seiner Heimat Espoo, einem Vorort von Helsinki,  auf dem Eis.  Auf der Fahrt vom Airport nach Kempten kam die Frage auf: Wann warst Du zuletzt auf dem Eis? Die Antwort: gestern, genau richtig, zeigt sie doch dass der junge Finne fit und im Training ist. Bereits sein Vater Teemu Sillanpää war in Deutschland aktiv, in den Neunzigern stand er zwei Jahre für die Starbulls Rosenheim in der DEL auf dem Eis.

Nun wagt also der Filius den Sprung nach Deutschland. In Kempten freut man sich auf Joonas, machte man mit Roni Rukajärvi doch bereits beste Erfahrungen mit finnischen Verteidigern.

Sportvorstand Ervin Masek gibt sich sichtlich erleichtert: „Joonas ist ein Spieler der finnischen Schule mit viel Potenzial. Mit seinem Alter und seiner Statur ist er der Spielertyp den wir uns für unsere Mannschaft und die Defensive wünschen. Er soll für mehr Konstanz und Stabilität in der Defensive sorgen. Seine Verletzung hat er auskuriert und sich den ganzen Sommer fit gehalten so dass wir uns entschlossen haben ihn mit einem zweiwöchigen Tryout Vertrag auszustatten und ihm die Chance zu geben sich zu beweisen. Danach werden wir gemeinsam entscheiden ob er einen Vertrag erhält. Wir klären aktuell alle Formalitäten, so dass er bereits am Freitag gegen Sonthofen spielberechtigt ist.“

Herzlich willkommen in der Sharks Familie und viel Erfolg Joonas.

ESC Kempten verliert 4:2 in Peißenberg

ESC Kempten verliert 4:2 in Peißenberg

Test Nummer zwei stand am Sonntag Abend auf dem Fahrplan der Sharks.

Erneut bei hochsommerlichen Temperaturen führte der Weg dieses  mal zu den Miners nach Peißenberg.

Seit dem Bayernligaaufstieg der Allgäuer zumeist ein Duell auf Augenhöhe, also bestens geeignet für eine erste ernsthafte Standortbestimmung. Wie Kempten haben auch die Miners bis jetzt ein Testspiel absolviert, beim Ligarivalen in Geretsried musste man sich erst im Penaltyschießen geschlagen geben.

Von Beginn an ging alles sehr schnell. Schnelles Spiel, schnelle Führung der Hausherren, schneller Ausgleich durch Zelenka und schneller Doppelpack zum 3:1. Bereits in der siebten Minute stand da Zwischenergebnis nach dem ersten Drittel fest. Das Spiel behielt sein Tempo bei, vor allem Peißenberg tauchte ein ums andere Mal gefährlich vor dem Tor von Jakob Nerb auf. Kempten hatte sichtlich Schwierigkeiten das Spiel aus der eigenen Zone zu bekommen und den Gegner zu kontrollieren. Deutlich besser lief das dann im zweiten Spielabschnitt, auch wenn die Miners noch das 4:1 nachlegten, nahmen die Sharks nun das Heft in die Hand und waren die spielbestimmende Mannschaft. Leider vergaß man in dieser Phase die Überlegenheit auch in Tore umzuwandeln. Selbst eine doppelte Überzahl  konnte eineinhalb Minuten lang nicht genutzt werden. Turm in der Schlacht, wie eigentlich immer wenn es gegen Kempten geht war Peißenbergs Goalie Korbinian Sertl der einfach alles hielt was auf seinen Kasten kam. Die Partie wurde immer härter, einer handfesten Auseinandersetzung mehrerer Spieler folgte eine fünfminütige Unterzahl, die Kempten aber souverän verteidigte und in welcher die Miners kaum zu Chancen kamen. Kaum komplett folgte die nächste Hinausstellung, so dass die Allgäuer in Unterzahl ins letzte Drittel starten mussten. Auch im letzten Drittel Kempten die bessere Mannschaft und endlich belohnt. Jakub Bitomsky ging allein auf Sertl zu und erzielte das 4:2. Doch alle weiteren Bemühungen blieben unbelohnt, so dass am Ende das 4:2 auf der Anzeigetafel stand. Letztendlich wurden vor allem im ersten Drittel zu viele Geschenke verteilt, erst nach dem 3:1 Rückstand fand man ins Spiel. Erfahrungsgemäß sind solche Rückstände in Peißenberg nur sehr schwer aufzuholen, was sich wieder einmal bestätigte. Bereits am nächsten Freitag gibt es die nächste Gelegenheit zum Testen wenn der ERC Sonthofen zum Allgäuduell in Kempten aufschlägt.

Statistik
TSV Peißenberg – ESC Kempten: 4:2 (3:1,1:0,0:1)

Tore
1:0 Heigl (Degenstein)(3.)
1:1 Zelenka (Limböck)(5.)
2:1 Singer (Degenstein,Heigl)(6.)
3:1 Bross (Simon)(7.)
4:1 Krabat (Murphy)(24.)
4:2 Bitomsky (Kokoska) (49.)

Strafminuten
TSV Peißenberg: 10
ESC Kempten: 15

Zuschauer 482

SHARKS VERKAUFEN SICH GUT

SHARKS VERKAUFEN SICH GUT

ESC Kempten verliert den ersten Test beim EC Stuttgart mit 6:4, überzeugt aber mit neuen Tugenden

Sommerliche 28 Grad zeigt das Thermometer als die Kemptener Sharks an der heimischen ABW Arena in den Bus steigen. Aber die Reise geht nicht ans Mittelmeer oder den Gardasee, Noch nicht einmal ins örtliche Schwimmbad, was bei diesem Wetter angebracht wäre. Nein, nach Stuttgart geht die Fahrt, direkt unter den Fernsehturm in Degerloch. Dort auf der Waldau steht das Eisstadion des frisch gebackenen Oberligisten Stuttgart Rebels. Das erste Vorbereitungsspiel der neuen Saison steht für die Allgäuer auf dem Plan. Frisch zusammengestellte Reihen schickte Sven Curmann aufs Eis. Mit Nikolas Oppenberger, Daniel Rau, Philipp Zeiske und Maximilian Schäffler fehlten gleich 4 Stammkräfte, so das es viel Gelegenheit für die  Neuzugänge gab sich zu präsentieren. Mit dabei Alexander Brugger sowie vom ERC Sonthofen die Förderlizenzspieler David Mische und Niklas Holzschneider.

Für das erste Testspiel war von Beginn an sehr viel Tempo auf dem Eis. Und so dauerte es auch nicht lange, keine zwei Minuten waren gespielt, da zappelte die Scheibe zum ersten Mal im Stuttgarter Netz. In Überzahl konnte Jakub Bitomsky den ersten Saisontreffer für sein Team erzielen. Doch Stuttgart hielt gut dagegen, vor allem die Topreihe mit Pistilli und Herm sorgte immer wieder für Gefahr. Danny Schubert im Sharks Gehäuse konnte sich einige Male auszeichnen. Den Ausgleich durch Pistilli  konnte er aber dann auch nicht verhindern. Doch Alex Brugger schloss einen schönen Konter mit der erneuten Gästeführung ab. Zwei Überzahltreffer durch Jannik Herm drehten das Ergebnis dann zur 3:2 Pausenführung für die Schwaben. Auch nach der Pause ein munteres Spielchen beider Teams mit 2 weiteren Treffern pro Seite Kempten konnte zuerst durch Mikulic später durch Kokoska den Ausgleich erzielen der jeweils schnell durch Stuttgart gekontert wurde. Bezeichnend, bis hierhin alle 5 Treffer der Rebels durch ihre Paradereihe. Im letzten Drittel drängte Kempten noch auf den erneuten Ausgleich fing aber dann den letzten Treffer zum 6:4 Endstand. Gegen Ende war deutlich das harte Training der letzte Woche zu erkennen, so langsam gingen die Körner aus. Trotzdem ein Spiel das Freude auf die kommenden Wochen macht. Viel Tempo, gute Offensivaktionen defensiv mehr Einsatz. Wo Licht ist gibt es aber wie immer auch Schatten. Sven Curmann monierte nach der Partie zu viel Unordnung in der Defensive, zu oft kamen die Stuttgarter Stürmer vor allem im ersten Drittel frei zum Abschluss. Und im Angriff war man zu verspielt anstatt den direkten Abschluss zu suchen. Gefallen hat dem Coach hingegen der Einsatz seiner Truppe, die über 60 Minuten nie aufgab, immer kämpfte und das Spiel über 60 Minuten offen hielt.

Nichts woran man in den nächsten Einheiten nicht arbeiten kann. Die zahlreich mitgefahrenen Allgäuer Fans waren auf jeden Fall zufrieden mit dem ersten Auftritt ihrer Sharks.

Statistik
EC Stuttgart – ESC Kempten: 6:4 (3:2,2:2,1:0)

Tore
0:1 Bitomsky (Limböck,Zelenka)(2.)
1:1 Pistilli (Herm,Rudolph)(9.)
1:2 Brugger (Simon)(10.)
2:2 Herm (Pistilli,Vostarek)(13.)
3:2 Herm (Vostarek,Wienchek)(19.)
3:3 Mikulic (Seider)(26.)
4:3 Walter (Pistilli,Herm)(27.)
4:4 Kokoska (Landerer) (32.)
5:4 Herm (Rudolph,Kirchhoff)(33.)
6:4 Vostarek (Fink,Dech)(44.)

Strafminuten
EC Stuttgart: 14
ESC Kempten: 14

Zuschauer 332

DIE TESTPHASE BEGINNT

DIE TESTPHASE BEGINNT

Ein Neuling und ein alter Bekannter warten auf die Sharks

Nach der langen Phase der Neuausrichtung der Kemptener Puckjäger mit neuem Trainer, neuen Spielern und langem Sommertraining wollen nun endlich alle sehen wie sich die Truppe von Sven Curmann und Markus Russler auf dem Eis präsentiert. Viel hat man gelesen und gehört im Sommer, aber dies ist nun alles Makulatur, es zählt einzig was auf dem Eis passiert.

Dazu stehen am Wochenende zwei Auswärtsspiele an. Mit den Rebels aus Stuttgart erwartet am Freitag um 20.°° ein großer Unbekannter die Sharks. Im Finale der Regionalliga Südwest gescheitert, führte der Weg der Schwaben über Umwege in die Oberliga. Nach dem Aufstiegsverzicht des EHC Königsbrunn und dem freiwilligen Oberligaausstieg von Landsberg und Klostersee sowie dem Aufstieg der Rosenheimer in die DEL 2 gingen der dritten Liga des DEB so langsam die Vereine aus. Da kam die Bewerbung der Hauptstadt Baden Württembergs gerade recht. Dort wurde nun über den Sommer mit Hochdruck an einem Oberligakader gebastelt, der ebenso wie die runderneuerten Sharks vor den ersten Standortbestimmungen steht. Ein erster Test wurde beim Oberligisten Nord aus Hamm mit 4:0 verloren. Alles offen, und beide Teams können sich darauf konzentrieren sich selbst auf dem Eis zu finden.

Ein alter Bekannter wartet dann mit dem TSV Peißenberg am Sonntag um 17.45 auf den ESC. Allein in der letzten Saison kreuzten sich die Wege der Bayernligisten in Vorbereitung, Hauptrunde und Zwischenrunde gleich sechsmal. Und meistens waren es sehr knappe, ausgeglichene und hart umkämpfte Begegnungen. Die Miners haben sich auf einigen Positionen verändert, aber bei weitem war das nicht so ein großer Umbruch wie in Kempten. Zu erwarten sind auch in diesem Jahr Duelle auf Augenhöhe und ein erster Fingerzeig im direkten Vergleich mit einem Ligakonkurrenten.

Der Lockruf der großen Ligen

Der Lockruf der großen Ligen

Guillaume McSween verlässt die Sharks schon vor Saisonbeginn

 

Ein wenig fühlt man sich beim ESC an die Situation mit Colton Leiter vor einigen Jahren erinnert. Der Kanadier war damals vielversprechend in die Vorbereitungsspiele gestartet und erhielt noch vor Saisonbeginn ein Angebot aus der dritthöchsten Spielklasse in Nordamerika, der ECHL. Diesem Lockruf kann eine deutsche Landes- oder Bayernliga natürlich nicht standhalten.

Nun folgt mit Guillaume McSween der nächste Kanadier diesem Ruf. Er trat mit der Bitte um Vertragsauflösung an die Verantwortlichen der Sharks heran, da ihm wohl ein Angebot einer höherklassigen Liga in Nordamerika vorliegt. Dieser kam man dann auch nach und hat den Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. McSween hat sich bereits bei der Mannschaft verabschiedet und Kempten verlassen.

Die sportliche Leitung hat auch schon die Fühler nach Ersatz ausgestreckt, verfällt dabei aber  nicht in Panik. Mit Kilian Hubbauer aus der 1b und Niklas Holzschneider, mit Förderlizenz vom ERC Sonthofen hat man für solche Situationen Backups im Team, so dass man auf jeden Fall mit 8 Verteidigern in die Testspielphase starten kann.