Die Enttäuschung nach dem Viertelfinalaus sitzt tief beim ESC Kempten

Mit hängenden Köpfen verabschiedeten sich die Spieler der Sharks nach dem frühen Saisonaus von ihren Fans. Gefeiert  wurde sie trotz der  vierten Niederlage im fünften Spiel, auch als Anerkennung für die hervorragenden Leistungen in der Vorrunde, die regelmäßig für viel Freude in der heimischen Dewart Arena gesorgt haben. Man hat es nicht geschafft nach Platz drei den Schalter umzulegen, in den vielzitierten Playoff Modus zu wechseln. Wenn es in jedem Spiel um Alles geht zählen andere Tugenden, und die lies man in den Partien gegen Dingolfing nur zu selten aufblitzen. Die Niederbayern zeigten als eingeschworene Truppe, mit viel Willen, hervorragender Defensivarbeit und immer dem nötigen Maß an Aggressivität wie man in eine solche Serie geht. Dahinter ein erfahrener Torwart Christoph Schedlbauer der die bis dahin so starken Angreifer der Allgäuer in jedem Spiel mit überragenden Leistungen immer wieder zur Verzweiflung brachte.

Spiel fünf musste der ESC ohne die angeschlagenen Sergei Topol und David Mische bestreiten, dazu fiel auch noch Torhüter Jakob Nerb aus, der beim Spiel zuvor am Sonntagabend kurz vor Spielende verletzt vom Eis gehen musste. Denkbar ungünstig der Start, die Gäste gingen früh mit zwei Toren in Führung und spielten den Vorsprung dann clever nach Hause. Kempten konnte zwar zweimal verkürzen, aber den zwei Tore Rückstand im Schlussabschnitt nicht mehr aufholen. Auch die Überzahlgelegenheiten im Schlussdrittel verstrichen ungenutzt, wie überhaupt das Powerplay in der ganzen Serie nicht an die Qualität aus der Vorrunde herankam. Die Gäste zogen mit drei Auswärtssiegen absolut verdient ins Halbfinale um die bayerische Meisterschaft ein, darüber waren sich wirklich alle im Stadion einig. Ein sichtlich angeschlagener Sven Curmann gratulierte Dingolfings Coach Dustin Whitecotton in der abschließenden Pressekonferenz zu der starken Serie, ins Detail ging man so kurz nach der Serie verständlicherweise nicht. Es wird eine Weile dauern die Enttäuschung zu verdauen, zu verarbeiten und die richtigen Schlüsse für die Zukunft daraus zu ziehen. Der Vorstand des ESC und die sportlich Verantwortlichen werden sich die Zeit dazu nehmen, die Saison mit all ihren Höhen und Tiefen zu analysieren und aufzuarbeiten. Eins ist aber   jetzt schon sicher. Auch im nächsten Jahr wird man eine motivierte Truppe aufs Eis schicken, die alles dafür gibt auch sportlich den nächsten Schritt zugehen.

Statistik Spiel 5:

ESC Kempten – EV Dingolfing 2:4 (1:3,1:1,0:0)

Tore:

0:1 Walinski (Luscombe,König)(7.),

0:2 Zucker (Franz,Zeilbeck)(11.).

1:2 Limböck (Marquardt,Schirrmacher)(13.),

1:3 Zucker (Luscombe,Walinski)(17.),

1:4 Maus (Zeilbeck,Zucker)(23.),

2:4 Hlozek (Kokoska,Hu)(39.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 10

EV Dingolfing: 16

Zuschauer: 857

Beste Spieler der Serie:

ESC Kempten: Tomas Kulhanek

EV Dingolfing: Christoph Schedlbauer