Die Gegner für den ESC Kempten könnten am Wochenende nicht gegensätzlicher sein
Mit dem Tabellenersten und dem Tabellenletzten der Eishockey Bayernliga bekommen es die Sharks am Wochenende zu tun. Am Freitagabend um 20.°° gastieren die Mighty Dogs aus Schweinfurt in der Dewart Arena im Allgäu. Über den Sommer wurde am Main ordentlich durchgelüftet und ein schlagkräftiges Team zusammengestellt, angeführt vom erfahrenen Sergej Wassmiller hinter der Bande. Hochklassige Spieler wurden verpflichtet und das Konzept geht auf. Gemeinsam mit Königsbrunn drückte man der Liga seinen Stempel auf und steht kontinuierlich auf Platz eins oder zwei der Tabelle. Vor den letzten beiden Spieltagen ist klar, Schweinfurt möchte als Erster aus der Vorrunde gehen, um in einem möglichen Finale das Heimrecht zu haben. Im Hinspiel gab es eine 6:3 Niederlage für Kempten, allerdings hatte man damals schon mit vielen Ausfällen zu tun und konnte nur mit 14 Feldspielern antreten. Aktuell sieht es gut aus im Kader der Allgäuer, alle Mann außer den Langzeitverletzten an Bord, die Stimmung ist gut, mit Filip Kokoska und Tomas Kulhanek haben zwei der Leistungsträger ihre Verträge um je zwei Jahre verlängert. Es läuft rund, und mit der bekannten Heimstärke möchte man auf jeden Fall den letzten notwendigen Punkt für die direkte Playoffquali, besser aber noch die drei Punkte für das Heimrecht im Viertelfinale und Platz drei in der Tabelle sichern. Am vergangenen Sonntag haben sich beide Teams zufällig auf der Autobahnraststätte getroffen, Schweinfurt auf dem Weg nach Miesbach und die Sharks unterwegs nach Klostersee. In angeregten Gesprächen untereinander wurden da bereits die Fronten für das Spitzenspiel abgeklärt.
Ganz anders läuft es in dieser Saison beim ERSC Amberg. Die Wild Lions erleben eine Seuchensaison, geprägt von Verletzungen, Krankheit, Trainerwechseln und Spielerabgängen. Inzwischen musste man auch noch die rote Laterne vom Aufsteiger Burgau übernehmen. Schon länger steht fest dass die Wild Lions in die Abstiegsrunde müssen. Der Fokus der Oberpfälzer liegt ganz klar auf dem Klassenerhalt. Die Sharks dürfen Amberg auf keinen Fall unterschätzen, man wird sich von seinen Zuschauern positiv aus der Vorrunde verabschieden wollen und alles daran setzen mit einem Sieg gegen Kempten motiviert in den Abstiegskampf zu gehen. Auch am Sonntagabend um 18.°° braucht es also in Amberg eine voll konzentrierte Leistung um selbst mit einem positiven Ergebnis in Richtung Playoffs zu starten.