Die Sharks gewinnen mit 4:3 in Dingolfing und holen sich Spiel vier

 Endlich ankommen in der Playoff Serie, endlich die Leistungen abrufen die man aus der Vorrunde kennt, endlich offensiv erfolgreich sein, diszipliniert bleiben und taktisch clever spielen. Die Zutatenliste für ein erfolgreiches Comeback in die Playoffserie gegen Dingolfing liest sich lang, doch wer die Sharks über die ganze Saison beobachtet hat weiß, die Jungs haben das alles drauf und in vielen Spielen bewiesen. Die Ausgangslage war klar vor dem zweiten Playoff Wochenende: Zwei Siege mussten her um die Serie auszugleichen. Bei einer weiteren Niederlage hätten die Niederbayern Matchpucks, und dieser Situation, diesem Druck wollte im Kemptener Lager wirklich niemand gegenüber stehen.

Nach denkbar engen und knappen 60 Minuten die mit einer knappen 0:1 Niederlage endeten wurde aber genau dieses Schreckens Szenario Wirklichkeit. Dingolfing nun mit vier Spielen Gelegenheit die Serie zu entscheiden, die Sharks bräuchten dagegen vier Siege in Folge um doch noch das schier Unmögliche zu schaffen. Spiel drei sah vor allem zwei starke Torhüter, und leicht überlegene Allgäuer. Größtes Manko aber weiterhin die Chancenverwertung, selbst hundertprozentige Gelegenheiten wurden nicht genutzt, es stehen nur zwei erzielte Treffer in der Serie zu Buche, und das inzwischen in drei Spielen. Dem einzigen Treffer der Partie durch die Gäste zur Spielmitte rannten die Gastgeber vergeblich den Rest der Begegnung hinterher. Die Rats verteidigten mit vollem Einsatz und feierten bereits den dritten Erfolg der Serie.

Alles oder Nichts hieß es somit vor dem Sonntagabend, Siegen oder Fliegen, ein sogenanntes „do or die“ Spiel. Und wie bereits am vergangenen Sonntag dominierten die Sharks das Anfangsdrittel. Dingolfing wirkte nervös und bekam bis auf einzelne Konter kaum Zugriff auf das Spiel. Die Sharks griffig, agil und zweikampfstark erspielten sich gute Chancen und gingen absolut verdient mit zwei Treffern durch Hlozek und Kokoska in Führung. Dingolfing kam zwar zum Anschluss, aber die Sharks weiter am Drücker. Das Mitteldrittel dann hart umkämpft, Chancen auf beiden Seiten, aber keine weiteren Treffer. Auf Seiten der Sharks häuften sich leider wieder die Strafzeiten, so dass man mit Unterzahl in den Schlussabschnitt starten musste und prompt den Ausgleich kassierte. Doch man zeigte sich unbeeindruckt und kam durch den zweiten Treffer von Hlozek zur erneuten Führung. Die große Chance zur Vorentscheidung bot sich dann nachdem Blake Luscombe eine 5 Minuten Strafe für einen überharten Bandencheck kassierte. Gute Chancen erspielte man sich, aber einen Treffer konnte man nicht erzielen. Vogelwild dann die Schlussminuten. Luscombe durfte nach einem Ellbogencheck erneut auf der Strafbank Platz nehmen. Aber statt das Spiel nun endgültig zu entscheiden fing man sich mit einem Unterzahltreffer der Rats den Ausgleich ein. Nach wie vor in Überzahl drückte man nochmals aufs Gaspedal und so war es Maximilian Schäffler der seine Farben 80 Sekunden vor dem Ende erneut in Führung brachte. Trotz wütender Bemühungen der Niederbayern war dies auch der Endstand. Kempten erkämpft sich endlich den ersten Sieg in der Serie, und dieser war auch verdient. Somit geht es am Dienstagabend um 19.30 in Kempten mit Spiel 5 der Serie weiter.

Statistik Spiel 3:

ESC Kempten – EV Dingolfing 0:1 (0:0.0:1,0:0)

Tore:

0:1 Walinski (Luscombe,Zucker)(27.).

Strafminuten:

ESC Kempten: 20

EV Dingolfing: 14

Zuschauer: 1152

Statistik Spiel 4:

EV Dingolfing – ESC Kempten 3:4 (1:2,0:0,2:2)

Tore:

0:1 Hlozek (Kokoska)(9.),

0:2 Kokoska (11.),

1:2 Luscombe (Walinski)(13.),

2:2 Walinski (Schander)(42.),

2:3 Hlozek (Kokoska)(45.)

3:3 Maul (Oberrauch)(58.),

3:4 Schäffler (Kokoska)(59.)

Strafminuten:

EV Dingolfing: 12 + 5 Luscombe

ESC Kempten: 14

Zuschauer: 1121