Torwart Fabian Schütze hat dem ESC in der Landesliga schon so manchen Sieg gerettet.
Was den 21-Jährigen im Topsiel gegen Spitzenreiter Klostersee erwartet.

Der Kanadier Gene Ubriaco, in den 1960er Jahren ein Star in der nordamerikanischen Profiliga NHL, hat es seinerzeit auf den Punkt gebracht: „Im Eishockey macht der Torhüter 75 Prozent des Spiels aus. Es sei denn, es ist ein schlechter Torhüter. Dann sind es 100 Prozent.“ Kein anderer Spieler auf dem Eis trägt so viel Verantwortung, kein anderer Spieler ist so sehr gefordert. Zwischen 20 und 30 Schüssen bekommt ein Eishockey-Torwart im Schnitt pro Partie auf seinen Kasten. Viele Möglichkeiten, sich auszuzeichnen – oder eben danebenzugreifen.

Für Fabian Schütze, Koalier beim Landeslisten ESC Kempten, macht genau diese Herausforderung den großen Reiz auf seiner Position aus. „Mir taugt das voll. Du musst mental stark sein, reaktionsschnell und immer hoch konzentriert. Ich wollte schon als kleiner Bub immer nur Torwart sein“, sagt er. Anfangs stand der gebürtige Immenstädter noch bei den Fußballern zwischen den Pfosten. Als ihn der Trainer eines Tages auf dem Feld einsetzen wollte, verlor er die Lust und probierte es beim Eishockey Nachwuchs des ERC Sonthofen. „Dort durfte ich wieder in Tor“, erzählt er lachend. Acht Jahre war Schütze damals. Zehn Jahre später feierte er sein Debüt in der Oberliga, dann wechselte er zum EV Füssen in die Deutsche Nachwuchs-Liga und reifte in der höchsten Juniorenklasse zu Mister Zuverlässig.

Ende vergangener Saison war der mittlerweile 21-jährige fest davon ausgegangen, mit dem EVF in der Bayernliga zu spielen. Dann besiegelten die Klubs aus Füssen und Kempten Ihre Kooperation – und Schütze war einer der ersten, der die Seite wechselte. „Für meine Entwicklung war das der richtige Schritt. Denn in Kempten darf ich regelmäßig spielen“, erklärt er.
Schütze ist ein vergleichsweise junger Schlussmann. Die Besten Deutschlands sind um einiges älter. Dennis Endras etwa. Nationalspieler aus dem Allgäu, ist bereits 32. Martin Niemz, zweiter Torhüter bei den Sharks, wird in vier Wochen 35. „Auf unserer Position kommt es auf jeden auf die Erfahrung an. Man sagt, ein richtig guter Torwart ist man erst ab 26 Jahre. Ich habe in Füssen von Thomas Zellhuber viel gelernt und in Kempten kann ich mir von Martin Nies noch einiges abschauen“, erzählt Schütze.

Die fehlende Routine kompensiert er mit Zusatzschichten im Training. Sein großer Ehrgeiz spiegelt sich in den Statistiken wider: Der 21-jährige hält ist 93  Prozent aller Schüsse auf sein Gehäuse. Im Duell mit dem Bayernligisten EA Schongau (5:3 Sieg) parierte er im zweiten Abschnitt mehr als 20 Versuche des Gegners und war damit der Mann des Spiels aufseiten des ESC Kempten. „Solche Partien, in denen man sich auszeichnen kann, machen richtig Spaß“, sagt er. Ähnlich viel Arbeit wird auf ihn auch heute Abend (ab 19:30 Uhr) zukommen, denn zu Gast ist mit dem EHC Klostersee der Liga-Primus. Ein Team das seit mittlerweile zwei Jahren ungeschlagen ist und in bislang 26 Partien dieser Saison 220 Tore erzielt hat. „Klostersees Spieler sind technisch stark und suchen aus allen Lagen den Abschluss. Ich werde mit Sicherheit einiges zu tun haben. Gegentore muss man da schnell abhaken und sich sofort wieder aufs Spiel konzentrieren“, meint Schütze, der abseits des Eises als Industriemechaniker arbeitet.

Die Aufgabe erscheint unlösbar, zumal die Sharks zuletzt vom Verletzungspech geplagt waren. Trotzdem gehen die Kemptener mit großem Selbstbewusstsein ins Topspiel. Der 21-Jährige sagt: „Unsere Devise lautet auf keinen Fall, so knapp wie möglich zu verlieren. Wir wollen dieses Ding gewinnen. Und sollten wir tatsächlich Klostersees Siegesserie brechen, wäre das für uns schon fast wie der Gewinn der Meisterschaft!“ (AZ)

Heute Abend um 19.30 Uhr in Kemptener Eisstadion!

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Die Sharks sind heiß darauf, dem noch ungeschlagenen EHC ein Bein zu stellen und sie in die Knie zu zwingen!

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